Quasi jeder Notebook-Hersteller, der etwas auf sich hält, hat seit der Einführung des ersten Mini-Notebooks Eee-PC von Asus auch mindestens ein Netbook im Angebot. Diesem Trend schließt sich Packard Bell mit dem Dot an. Das Gerät basiert auf dem Acer Aspire One: Gehäuse, Tastatur und Display sind identisch, lediglich bei der weiteren Ausstattung hat Packard Bell tiefer in die Kiste gegriffen – und verbaut beispielsweise anstelle von unempfindlichem Flash-Speicher eine konventionelle Festplatte, die dafür 20 mal mehr Daten aufnimmt.

Design

Auf den ersten Blick wirkt das Dot wie aus einem Guss. Schwarzer, hochglänzender Klavierlack auf dem Displaydeckel sorgt für ein hochwertiges Auftreten des Packard-Bell-Netbooks. Das silbergrau lackierte Schanier sowie ein silbergrauer Rahmen unterhalb der Anzeige setzen optische Akzente; die Unterseite ist mattschwarz. Doch so schön das auch aussieht, vor allem die glänzende Oberfläche sorgt in der Praxis schnell für Frust. Denn sie zieht Fingerabdrücke und Schlieren an wie ein Röhrenfernseher Staub – und dann sieht das Dot gar nicht mehr so edel aus. Immerhin: Kurzes Wischen mit einem Mikrofasertuch behebt die Problematik.

Klappt man den Deckel auf, kommen Display, Tastatur und Maus zum Vorschein. Die 8,9 Zoll große Anzeige stellt 1024 mal 600 Bildpunkte dar. Ihre Oberseite ist spiegelnd statt glatt – das mag zwar gut aussehen, stört aber vor allem in hellen Umgebungen die Lesbarkeit. Oberhalb des Monitors sitzen Mikrofon und Webcam im Rahmen. Die Kamera löst mit 640 mal 480 Pixeln zwar nicht sonderlich hoch auf, doch die Auflösung reicht für Videotelefonate mit Skype völlig aus – zumal der Atom-Prozessor im Inneren des Dots mit höheren Auflösungen ohnehin überfordert wäre.

Die Tastatur nimmt die komplette Breite des Gehäuses ein – links und rechts der Tasten befindet sich lediglich der bereits angesprochene, fünf Millimeter breite Rahmen. Die Knöpfe Steuerung, Funktion, Windows und Alt halten die richtige Reihenfolge ein – sehr gut. Lediglich die linke Shift-Taste dürfte etwas größer sein, ansonsten lässt es sich auf dem Tastenfeld des Dots verhältnismäßig gut tippen. Wer einen Roman schreiben will, sollte aber dennoch eine externe Tastatur via USB anschließen. A propos: Die Tastatur des Packard Bell ist zu 95% so groß wie ein Normtastenfeld.

Das Touchpad unterhalb der Tastatur ist verhältnismäßig breit, aber nicht sonderlich hoch. Aus Platzgründen hat der Hersteller darüber hinaus die Maustasten links und rechts von der berührungssensitiven Fläche angebracht statt darunter. Das kennen wir zwar schon vom Aspire One, das macht die Bedienung aber nicht intuitiver – daran muss man sich wirklich erst gewöhnen.

Das einzige Element am vorderen Rand des Dots ist ein unbeschrifteter Schiebeschalter. Er deaktiviert auf Wunsch den WLAN-Funk, damit man das Dot auch im Flugzeug legal nutzen kann. Auf der rechten Seite des Gehäuses finden sich die üblichen Elemente: Zwei Klinkenbuchsen für Kopfhörer und Mikrofon, zwei USB-Ports, ein Fünf-in-Eins-Kartenleser sowie die Aufnahme für Kensington-Schlösser. Gegenüber hat das Netbook Ladebuchse, VGA-Ausgang, Netzwerkschnittstelle, einen weiteren USB-Port sowie einen zweiten Kartenleser zu bieten – letzterer nimmt ausschließlich SD-Karten auf.

Hinten steht der dicke Akku ein gutes Stück vom Gehäuse ab. In ihm stecken sechs Lithium-Ionen-Zellen mit einer Gesamtkapazität von 5,2 Ah.

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