Mac Pro im Eigenbau: 2500-Euro-Apple-PC für 1000 Euro

Seit Apple Hardware von Intel verbaut und das Betriebssystem Mac OS X auf seinen Computer installiert, sind Macs nicht mehr nur für Künstler das Höchste der Gefühle. Sie laufen schnell und stabil. Zudem ist OS X sehr benutzerfreundlich. Doch leider ist eines beim Alten geblieben: die Preise. Einen gut ausgestatteten Mac Pro gibt es erst ab satten 2500 Euro. CNET.de zeigt, wie der Eigenbau eines ähnlich schnellen PCs mit Mac OS X für 1000 Euro funktioniert.

Wer von Windows genervt ist und die ständigen Eskapaden des Microsoft-Betriebssystems satt hat, muss sich jetzt nicht mehr ärgern. Eigenbau-Macs für unter 1000 Euro bringen das Grinsen auf den Gesichtern von PC-Besitzern zurück. Denn unter Mac OS X gilt: Der Anwender hat Vorfahrt.

Angefangen hat alles mit einer kleinen Gruppe von Hackern, die das Apple-Betriebssystem Mac OS X auf gewöhnlichen PCs zum Laufen brachte. Grundlage dafür ist die Intel-Hardware heutiger Macs. Die Gruppe programmierte einen Bootloader, der das Starten des Betriebssystems ermöglicht. Allerdings hat diese Methode einige Nachteile. Erstens ist die Installation des gehackten Systems komplizierter als auf einem Original-Apple-Rechner. Hinzu kommt, dass System-Updates dazu führen, dass OS X nicht mehr funktioniert. Außerdem ist der Hack nicht mit Originalversionen des Betriebssystems möglich. Es bedarf einer angepassten Mac-DVD, die den Hack illegal macht.

Doch nun ist alles anders: Der kleine USB-Dongle von EFiX ermöglicht die Betriebssystem-Installation von einer gewöhnlichen OS-X-CD. Somit klappt die Installation genauso einfach wie auf einem echten Mac. Zudem funktionieren System-Updates mit EFiX problemlos. Die einzige Voraussetzung: kompatible Hardware. Wir haben den Dongle bestellt und einen Mac Pro für unter 1000 Euro gebaut.

Warum Mac OS X?

Das Apple-Betriebssystem bietet gegenüber Windows gigantische Vorteile. Schon beim Starten machen sie sich deutlich bemerkbar. So startet OS X auf gleicher Hardware fast doppelt so schnell wie Windows Vista. Während das Microsoft-Betriebssystem erst nach rund einer Minute einsatzbereit ist, schließt OS X den Startvorgang nach rund 25 Sekunden ab. Läuft der Rechner dann einmal, passiert es nicht, dass ausgelastete Programme den ganzen Computer lahmlegen und Anwendern das Weiterarbeiten unmöglich machen. OS X behandelt Eingaben des Users immer vorrangig. Benötigt ein Programm viel Rechenleistung, bekommt es diese nur, wenn der Anwender gerade nichts anderes macht. Sobald er aber ein weiteres Programm starten möchte oder das Fenster wechselt, teilt ihm das Betriebssystem die dafür notwendige Rechenleistung zu. Zudem läuft OS X generell schneller als Windows. In unserem Test laufen viele Programme fast doppelt so schnell wie unter Windows. Der Microsoft-Outlook-Klon öffnet sich beispielsweise in weniger als einer Sekunde, während unter Windows mehr als drei Sekunden vergehen. Grundlage dafür ist der Systemkern von OS X. Unter der grafischen Oberfläche läuft ein – im Vergleich zu Windows – stabileres und sichereres Unix-Betriebssystem.

Auch die Installation von Software funktioniert grundlegend anders als unter Windows. Die meisten Programme kommen ohne Installer. Mac-Nutzer ziehen sie einfach in ihren Programm-Ordner. Gleichzeitig haben es Viren deutlich schwerer als unter Windows. Erstens gibt es nur eine Hand voll OS-X-Schädlinge, und zweitens müssen Anwender diese bewusst ausführen.

OS X hat aber nicht nur Vorteile. Es existieren weit weniger Programme, und viele Spiele laufen überhaupt nicht. Anwendungen wie Crossover oder Parallels ermöglichen es zwar, viele Windows-Applikationen unter dem Apple-Betriebssystem auszuführen, einige laufen aber partout nicht. Bei von uns getesteten .NET-2.0-Anwendungen klappt zwar beispielsweise die Installation, das Programm selbst startet dann aber nicht. Dennoch gibt es auch unter dem Apple-Betriebssystem für fast jedes Problem die richtige Software. Allerdings ist diese dann oft kostenpflichtig.

Neueste Kommentare 

15 Kommentare zu Mac Pro im Eigenbau: 2500-Euro-Apple-PC für 1000 Euro

  • Am 21. Dezember 2008 um 16:29 von Schumacher

    Wer lesen kann ist im Vorteil!!
    Mag ja alles so sein wie es hier beschrieben ist, auf eines wird aber hier nicht hingewiesen!!!!!
    Es ist laut Apple Lizensvereinbarung nicht erlaubt auf nicht Applehardware das OSX Betriebssystem zu installieren!!!
    Somit ist die hier beschriebene Lösung rechtlich eine absolute Grauzone. Es gibt da schon diverse Prozesse die in gängiger Presse auch bekannt sein dürften.

  • Am 21. Dezember 2008 um 18:10 von Schumacher

    Herr
    Warum werden hier Artikel entfernt wenn man auf rechtliche Probleme hinweist?????
    Der Artikel sollte dann wenigstens auch entfernt werden!!!!!!
    Gelten bei PC Zeitschriften andere Gesetze als in der Mac Scene??????

  • Am 21. Dezember 2008 um 18:12 von Schumacher

    Herr
    sorry, war zu schnell :-((((

    Artikel ist doch noch da!

  • Am 22. Dezember 2008 um 11:42 von Daniel Schraeder

    Re: Wer lesen kann…
    Hallo Herr Schumacher,

    danke für den Beitrag und den Hinweis auf die Lizenzbedingungen.

    Sorry, dass es darüberhinaus zu Missverständnissen kam – wir moderieren sämtliche Kommentare. Ihr Beitrag erscheint also erst öffentlich auf der Seite, nachdem ihn ein Mitarbeiter freigeschaltet hat. So halten wir unsere Seite frei vom Spam und sorgen für eine vergleichsweise hohe Qualität der Kommentare.

    Beste Grüße :)
    Daniel Schraeder, CNET.de

  • Am 22. Dezember 2008 um 15:15 von Philipp Maash

    Es gibt keine rechtlichen Probleme
    Es gibt in Deutschland keine rechtlichen Probleme, weil man diese besagten Lizenzbestimmungen nicht vor dem Kauf einsehen kann, sondern erst nach dem Kauf, während der Installation. Das macht sie nach deutschem Recht in diesem Punkt schlicht ungültig. Somit steht in Deutschland einer Installation auf Fremdhardware nichts im Weg.

  • Am 22. Dezember 2008 um 22:38 von Scumacher

    Herr
    Ganz so einfach scheint der Fall aber auch nicht zu liegen denn z.B Psystar hat wohl größere Probleme mit Apple wegen der Lizensangelegenheit und ich denke die werden schon wissen was sie tun.
    Man sollte sich auf jeden Fall darüber im Klaren sein das Apple sich was einfallen lässt wenn die kein Interesse an Installationen ausserhalb ihrer Hardware haben.
    Siehe Jailbrakes beim iPhone. Mich würde der Zirkus ankotzen, da nähme ich lieber ein anderes Handy.

    In diesem Sinne schöne Stress und Virenfreie Weihnachten von jemandem der über 15 Jahre Windows hinter sich hat und seit 9 Jahren Problem und Stressfrei mit Apple arbeitet.
    Mein Enkelchen benutzt meinen 1. Mac übrigens heute noch mit OSX 10.4.11 !!!

  • Am 26. Dezember 2008 um 14:34 von Hans Peter

    Frage
    Ich habe mich eben durch das ganze durchgearbeitet…
    fehlt da nicht die soundkarte? (oder wie das ding auch heißen mag)
    wäre doch blöd wenn man keine lautsprecher anschließen könnte

  • Am 28. Dezember 2008 um 20:32 von Hans Lover

    Dual Core
    Ein 2500 Euro Apple PC für 1000 €.
    Dieser Pc hat dann aber auch keine 2 Quad Xeons, sondern nur einen Dual.
    Ist dann meiner Meinung nach auch eher mit einem Imac für 1300 € zu vergleichen.
    Ich kaufe dann auch lieber ein Original, weil Design ist halt auch was schönes.
    Außerdem finde ich so einen Mac Pro schon sehr günstig, für die Leistung.

  • Am 12. Januar 2009 um 20:29 von Apfeltalk Schaf

    Dumm.
    Wie schon der über mir schrieb, ist es schlichtweg dumm einen MacPro mit Server/Workstationhardware mit ein paar gebrauchten 0815-Teilen zu vergleichen.

    Versucht mal eine DELL/Whatever-Workstation mit der selben Leistung des MacPros um 2500€ zu bekommen. Da wird erstens nix draus und zweitens hat man dann noch immer Windows und das Design lässt einem höchstwahrscheinlich die Augen erbrechen.

  • Am 20. Januar 2009 um 19:39 von Schumacher

    Herr
    Die nächsten Probleme bei der Sache siehe folgenden Text:
    Ich zitiere : ( und verletze hoffentlich nicht irgendwelche Rechte damit)
    " Ein weiterer Hersteller wollte es ermöglichen, OS X auch auf herkömmlichen PCs zu installieren. Art Studios Entertaintment Media (ASEM) hatte im vergangenen Jahr den EFI-X USB-Dongle vorgestellt, der die Installationsüberprüfung von OS X umging. Anders als Psystar möchte sich das Unternehmen aber nicht direkt mit Apple anlegen und geht daher eher vorsichtig vor. EFI-X USA, für den Vertrieb in den USA zuständig, verfolgte jedoch eine aggressivere Politik und bot mit EFI-X ausgestattete PCs direkt als Mac-Clones an. Dies stellt einen Verstoß gegen Apples Nutzungsbedingungen dar. Davide Rutigliano, Chef von Art Studios Entertaintment Media, ist mit diesem Schritt alles andere als zufrieden und kündigte daher EFI-X USA die Zusammenarbeit auf. Zudem sei der Produktsupport nicht so gelaufen, wie man sich das vorgestellt hatte. Dennoch ist es nicht geplant, mit dem Verkauf des Dongles aufzuhören, stattdessen arbeitet das Unternehmen momentan an einer neuen Distributionsform. EFI-X USA ließ sich bis jetzt noch zu keiner Stellungnahme bewegen.
    Im Juli 2008 wurde bekannt, dass die erste Serie des Dongles zum Preis von 80 Dollar verkauft werden soll. Damals handelte es sich aber noch um handgefertigte Produkte, die Massenproduktion lief erst später."

    Alternativ der Link zu diesem Zitat http://www.mactechnews.de/news/index.html?id=143084

    Wenn man die Vorzüge eines Mac haben will muß man einen Mac kaufen!!!! ,alles andere ist Augenwischerei und Selbstbetrug. Im Übrigen ist ein echter Mac heute gar nicht mehr sooo wesentlich teurer wie ein g u t e r PC, voraus gesetzt man rechnet sich nicht selber glücklich.

    MfG Schumacher

  • Am 25. März 2009 um 19:51 von yupi

    klappt alles, bis auf….
    Nach dem auswählen der DVD, startet die Instalation von osx, bricht aber ab und es erscheint ein Fenster, welches zum Neustart auffordert.
    Führt man diesen durch, beginnt die Anfangsprozedur erneut, ala und ewig grüßt das Murmeltier.
    Eine Idee woran es liegen könnte? Update?
    Die verbauten Komponenten sind alle sehr neu.
    Ich instaLliere jetzt erst einmal XP und führe ein Update der EFIX Firmware durch.

    Gruß,

    Andre

  • Am 9. August 2009 um 13:52 von topsy crets

    ihr seid mit dem artikel unzufrieden weil…
    ihr alle macs haben und jetzt feststellen müsst wie euch apple mit dem preis verar5cht hat 😀

  • Am 17. August 2009 um 12:45 von Pascal Poschenrieder

    Re: Frage
    Hallo Hans Peter,

    die Soundkarte sitzt direkt auf dem Mainboard. Daher ist keine separate Karte notwendig.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Pascal Poschenrieder, CNET.de

  • Am 18. März 2012 um 10:19 von Nope

    Warum Apple wohl nicht will, dass man OS X auf PCs installiert?
    Ist doch wirklich merkwürdig, dass Apple keine OS X Version für PCs herausbringt. Sie würden in kürzester Zeit sehr viel Geld damit verdienen, aber statt dessen wollen sie lieber ihre teure Hardware verkaufen.

  • Am 17. September 2012 um 06:29 von Drodt

    Teile
    Mag sein, dass die oben genannten Bauteile im Jahr 2008 aktuell waren, aber mittlerweile nicht mehr. Ich bitte um eine neue Anleitung oder einen link für die neuen Teile.
    Gruß Herr Drodt

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