Lange war die Hintergrundbeleuchtung die Achillesverse von LCD-Fernsehern. Im Gegensatz zu Plasma-TVs leuchtet bei LCDs nicht das Panel selbst. Stattdessen durchstrahlt es eine Hintergrundbeleuchtung. Wenn das LCD-Panel nun Schwarz darstellt, kommt immer etwas Hintergrundbeleuchtung durch. Dadurch erscheinen Schwarztöne ausgewaschen und zu hell.

Die Lösung stellt laut Philips eine Hintergrundbeleuchtung aus mehr als 1000 LEDs dar. Bei schwarzen Bildstellen schaltet der Fernseher einfach die dahinterliegenden LEDs separat ab. Samsung und Sony waren die ersten Hersteller, die diese Technik einsetzten. Das Ergebnis: Die Bildqualität ist hervorragend und reicht erstmals an die eines Plasma-Modells heran. Wir haben getestet, ob der 2500 Euro teure Philips-Fernseher seine Konkurrenten hinter sich lässt.

Design

Wer den 42PFL9803D das erste Mal sieht, dem fällt sofort das Design des 42-Zöllers auf. Statt eines normalen, schwarzen Gehäuses baut Philips die Komponenten des Fernsehers in eine Hülle aus geschliffenem Aluminium ein. Dadurch hebt sich das Modell positiv von seiner Konkurrenz mit Klavierlack-Plastikgehäuse ab. Das Ergebnis ist ein unverwechselbares und schönes TV-Gerät.

Die Front des Philips-Fernsehers ist schlicht gestaltet. Störende Knöpfe suchen Käufer vergeblich. Stattdessen finden sie lediglich das Philips-Logo in der Mitte unter dem Display sowie eine LED-Statusanzeige.

Die Fernbedienung passt farblich zum TV-Gerät. Allerdings sieht ihre Hülle nur aus wie Aluminium. In Wirklichkeit handelt es sich um lackiertes Plastik. Pioneer fertigt seine Fernbedienungen dagegen aus echtem Aluminium. In Anbetracht des recht hohen Preises des 42PFL9803D sollte Philips das auch machen. Wie die vieler anderer Philips-Modelle kommt auch die Fernbedienung dieses Fernsehers mit einem Navigationsrad für das Steuern durch die Menüs. In der Regel sind wir kein Fan dieser Eingabemethode. In diesem Fall funktioniert sie aber gut.

Auch die Anschlussmöglichkeiten des 42PFL9803D sind durchweg gut. Es gibt vier HDMI-Eingänge – drei auf der Rückseite und eine an der Seite. Auch Component-Video– und VGA-Port sind vorhanden. Zusätzlich beherbergt der Fernseher drei Scart-Anschlüsse zum Verbinden älterer Standard-Definition-Geräte.

Am Anschlusspanel an der Seite finden Käufer zudem einen S-Video– und einen Composite-Video-Eingang zum Anschließen von Camcordern oder Digitalkameras.

Ausstattung

Wie bei einem Philips-Fernseher zu erwarten, kommt auch der 42PFL9803D mit Ambilight: Leuchtdioden strahlen die Wand hinter dem Fernseher mit den Randfarben des Displays an. Allerdings hat dieses TV-Gerät nur das zweiseitige Ambilight Spectra 2 an Bord. Es erzeugt nicht ganz den beeindruckenden Effekt des dreiseitigen Spectra 3, das auch noch die Wand über dem Fernseher anleuchtet.

Auch die Perfect Pixel HD Engine fehlt dem 42PFL9803D nicht. Sie verarbeitet die großen Datenmengen von HD-Filmen und bringt das Bildsignal mit maximal möglicher Qualität auf den Schirm. In unserem Test funktioniert aber nicht nur die Bildverbesserung bei der HD-Wiedergabe hervorragend. Auch beim Hochskalieren des DVB-T-Fernsehsignals leistet Perfect Pixel HD sehr gute Arbeit.

Das Anzeigen von Fotos klappt bei diesem Fernseher von USB-Stick und über eine Ethernet-Verbindung. Auch das Abspielen von Musik im MP3-Format funktioniert reibungslos. Sogar MPEG-2-Filme gibt der 42PFL9803D sowohl von USB-Sticks als auch über die Netzwerkverbindung wieder. Dabei sorgt die vorhandene DLNA-Zertifizierung für eine bestmögliche Kompatibilität zu Geräten anderer Hersteller.

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