Im Bereich der Mini-Camcorder gibt es immer mehr Auswahl: Kodak, RCA, Flip Video und jetzt auch Creative bieten allesamt HD-Modelle an. Flip Video ist wohl bisher mit seinem beliebten Mino HD der Marktführer. Aber auch Creative hat sich für seinen Vado HD einiges einfallen lassen.

Design

Der Vado HD hat viele positive Aspekte vom Design des ersten Vado übernommen. Am großzügigen, nicht spiegelnden 2-Zoll-LCD hat Creative nur kleine Veränderungen vorgenommen. Das High-Definition-Modell gibt es allerdings nur in Schwarz, und sein Objektiv ragt jetzt leicht aus dem Gehäuse hervor. Außerdem ist es ein wenig dicker und mit 100 Gramm rund 10 Gramm schwerer als sein Vorgänger. Das Mikrofon befindet sich nun auf der anderen Seite des Objektivs.

Wichtiger scheint jedoch, dass der Vado etwas zu bieten hat, was weder der Kodak Zi6 noch der Flip Video Mino HD besitzen: Ein Mini-HDMI-Anschluss ermöglicht die Ausgabe von 1080i-Video auf einem HD-Fernseher. Daneben gibt es noch einen herkömmlichen Composite-AV-Ausgang. Überraschenderweise legt Creative sogar ein HDMI-Kabel bei. Ein Composite-Kabel fehlt dagegen. Hinzu kommt noch ein 8 GByte großer integrierter Speicher, gegenüber den 4 GByte im Mino HD. Darauf passen rund zwei Stunden Videomaterial in 720p.

Kritiker bemängelten beim ersten Vado die etwas dürftige Ausstattung. Es scheint, als hätte sich Creative diese Kritik zu Herzen genommen. So wird neben dem HDMI-Kabel auch eine Silikon-Schutzhülle mitgeliefert. Ein Software-Paket zur Nachbearbeitung der aufgenommenen Videos ist ebenfalls vorhanden.

Der herausnehmbare Akku versorgt den Vado HD ungefähr zwei Stunden lang mit Strom. Creative bietet auch Ersatz-Akkus an. Praktisch, um unterwegs Ersatz dabei zu haben, sollte der Saft gerade bei den spektakulärsten Stunts ausgehen. Der Camcorder besitzt an seiner Unterseite auch ein Stativgewinde. Damit lässt sich das Gerät stabil fixieren, wodurch die Aufnahmen nicht so leicht verwackeln.

Wie schon beim vorigen Vado sorgt eine gummierte Oberfläche dafür, dass der Camcorder angenehm in der Hand liegt. Allerdings ist diese Beschichtung viel anfälliger für Flecken und Schmutz als ein glänzendes hartes Kunststoffgehäuse. Ein weiterer kleiner Schwachpunkt: Es wäre optisch ansprechender gewesen, die Silikonhülle entweder ganz durchsichtig oder aber in einer dunklen Farbe zu halten. Denn mit ihrem milchig-weißen Farbton wirkt sie auf dem Camcorder wenig attraktiv. Das Gerät sieht ohne Hülle viel besser aus. Bleibt zu hoffen, dass Creative hier in Zukunft mehr Farben anbietet.

Genau wie der Vado ist auch der Vado HD mit einem ausklappbaren USB-Stecker versehen. Damit steckt man ihn wie einen USB-Stick in einen Windows- oder Mac-Rechner ein. Das Gerät bezieht auch den Ladestrom über die USB-Verbindung. Steckt der Camcorder im USB-Port eines Windows-PCs, öffnet sich automatisch ein Software-Fenster. Hier wählt der Benutzer aus, ob er Videos abspielen oder – nach Eingabe der Anmeldedaten – Clips auf YouTube oder Photobucket hochladen will. Nach der Installation eines Plug-ins kann er dann auch aus mehreren Videoclips einen Film erstellen.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Schicker HD-Pocket-Camcorder: Creative Vado HD

  • Am 2. April 2009 um 09:25 von RalfWJWerner

    ist 1080i Ausbabe bei 720p Aufnahme möglich?
    Frage an Cnet: Die Aufnahmeauflösung wird mit 720p beschrieben. Wie kann der Vado HD dann über HDMI 1080i ausgeben? Wird hier interpoliert?

  • Am 3. April 2009 um 12:47 von Stefan Möllenhoff

    Re: ist 1080i-Ausgabe bei 720p-Aufnahme möglich
    Hallo Ralf,

    der Creative Vado HD verfügt über einen Upscaler. Videos in einer Auflösung von 1280 mal 720 Pixeln bringt er also auf 1920 mal 1080 Pixel – die fehlenden Bildpunkte interpoliert der Mini-Camcorder.

    Beste Grüße,
    Stefan Möllenhoff, CNET.de

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