Creatives Zen-Serie ist möglicherweise die umfangreichste Produktlinie von MP3-Playern überhaupt. Vor allem, wenn man die speziell für den asiatischen Markt gefertigten Geräte mitzählt. Und nichts deutet darauf hin, dass der Hersteller aus Singapur davon abweicht, großzügig ausgestattete Player zu beeindruckend niedrigen Preisen anzubieten.

Einen Beweis dafür liefert der Zen X-Fi. Die kompakte Multimedia-Maschine ist als erstes portables Gerät mit Creatives X-Fi-Technologie ausgestattet. Die 16- und 32-GByte-Versionen stellen außerdem die ersten Zen-Modelle mit WLAN-Unterstützung dar. Und das ohne Einbußen, was die anderen Funktionen angeht. Dazu kommen noch eine erstklassige Klangqualität und ein äußerst konkurrenzfähiger Preis, beispielsweise 135 Euro für das 16-GByte-Modell. Daraus ergibt sich eines der besten Preis-Leistungsverhältnisse, die der Markt heute bietet.

Design

Der Creative Zen X-Fi besitzt bestimmt nicht den Coolheitsfaktor eines iPod Touch. Doch mit seiner dezenten schwarzen Vorderseite, den chromfarbenen Akzenten und der gebürsteten silbernen Rückseite wirkt er schick und dennoch unaufdringlich. Damit dürfte er für die breite Masse durchaus attraktiv sein. Lediglich das etwas billig wirkende Gehäusematerial fällt negativ auf. Es findet praktisch ausschließlich Plastik Verwendung. Hier ist aber ein wenig Nachsicht angebracht, denn Metall könnte wohl auch Probleme mit der WLAN-Funktion verursachen. Die vier Funktionstasten – Zurück, Kontextmenü, Shortcut und Wiedergabe/Pause – verfügen über deutlich spürbare Kanten. Für ein intuitives Navigieren ist das durchaus hilfreich. Es trägt allerdings auch zum groben Gesamteindruck bei. Das gilt ebenso für die Tatsache, dass sie nicht hinterleuchtet sind.

Zwischen die Funktionstasten hat Creative ein Feld mit neun Tasten gesetzt. Zuerst wirken die vielen Tasten verwirrend. Ignoriert der Benutzer jedoch die äußeren vier Ecken, erhält er ein einfaches Vier-Wege-Richtungspad mit einer Auswahltaste in der Mitte. Durch die Extratasten bleibt der Zen X-Fi für zukünftige Anwendungen erweiterbar. Bedauerlicherweise gibt es keine separate Lautstärkeregelung. Die Seitenflächen des Gehäuses beherbergen unten einen Lautsprecher und einen Standard-Mini-USB-Port sowie einen 3,5-Millimeter-Kopfhöreranschluss auf der rechten Seite. Oben auf dem MP3-Player befinden sich eine Mikrofonbuchse und ein SD-Karteneinschub. Die Ein-/Hold-Taste sitzt auf der Rückseite. Das erscheint zwar etwas merkwürdig, ergibt in der Praxis aber durchaus Sinn.

Mit Ausnahme von Videos stellt das Übertragen von Daten auf den Zen X-Fi kein Problem dar. Wer bereits den Windows Media Player oder Rhapsody auf dem Rechner hat, muss keine weitere Software installieren, um Inhalte mit dem Player zu synchronisieren. Auch per Drag and drop ist das Kopieren möglich. Sollen viele Videodateien auf den Player gelangen, lohnt sich jedoch die Installation der mitgelieferten Software Creative Centrale. Denn der Zen X-Fi kann ziemlich pingelig hinsichtlich Format, Größe und Bildrate sein. Zen-Cast, das Allround-Programm zum Abonnieren, Verwalten und Übertragen von Podcasts, ist nicht im Lieferumfang enthalten, steht aber auf der Website des Herstellers zum Download bereit. Wenn es Creative in die Centrale-Software integriert hätte, würde das jedoch für ein angenehmeres Benutzererlebnis sorgen. Schön wäre auch eine Unterstützung für Macs. Aber leider verwendet der X-Fi Microsofts MTP (Media Transfer Protocol). Daher lässt er sich nur mit Rechnern synchronisieren, auf denen Windows XP oder Vista läuft.

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