Sony hatte schon seit längerem mit einem Problem zu kämpfen. In einem so großen Unternehmen arbeitet jede Abteilung recht isoliert für sich. Für das Blu-ray-Ressort hat sich das als verhängnisvoll erwiesen. Auf der einen Seite gibt es bei Sony die Sparte Computer-Entertainment, die die Playstation 3 mit einem integrierten Blu-ray-Player herausgebracht hat. Auf der anderen Seite ist da der Bereich Unterhaltungselektronik, der seine eigene Reihe von Standalone-Blu-ray-Playern entwickelt.

Sonys Computer-Entertainment-Sparte ist in der Lage, die PS3 stark zu subventionieren, da das Geld über den Verkauf von PS3-Spielen wieder hereinkommt. Die Abteilung Unterhaltungselektronik muss jedoch für die Standalone-Player den vollen Preis verlangen. Diese unglückliche Situation führte dazu, dass es bislang wesentlich billiger war, eine PS3 zu kaufen als einen normalen Blu-ray-Player. Und das machten folglich auch die meisten Leute.

Glücklicherweise hat sich diese Situation etwas verbessert. Denn die Blu-ray-Technologie ist doch endlich kostengünstiger geworden. Der Sony BDP-S350 ist ein vorzügliches Beispiel dafür, wie sich dieser Trend im Preis der Player niederschlägt. Mit rund 200 Euro kostet er um einiges weniger als sein Vorgänger, der BDP-S300. Außerdem bringt er deutlich mehr Features mit.

Design

Das Erste, was am S350 auffällt, ist seine geringe Größe. Er ist nicht nur flacher, sondern außerdem weniger tief als der S300. Dadurch verringert sich auch sein Gewicht. Das macht ihn zu einem mühelos transportablen Abspielgerät.

Doch der S350 ist nicht nur kompakt, sondern sieht außerdem auch noch sehr attraktiv aus. Sein in Blau und Schwarz gehaltenes Gehäuse sorgt dafür, dass er sich optisch von den meisten DVD-Playern abhebt. Das Blu-ray-Logo prangt deutlich sichtbar mitten auf der Frontseite des Geräts. Auch die Fernbedienung liegt gut in der Hand. Die Navigationselemente passen optimal zum Menüsystem auf dem Bildschirm. Dadurch ist die Bedienung ein Spaziergang.

Der Sony verfügt allerdings über keine 7.1-Audio-Ausgänge. Das stellt aber für Benutzer, die einen HDMI-Anschluss an ihrem AV-Receiver haben, kein Problem dar. Bei wem das nicht der Fall ist, der muss sich mit dem heruntergemischten Audiosignal vom koaxialen oder optischen Digitalausgang begnügen. Freilich wäre das ziemlich schade. Denn einer der großen Vorteile von Blu-ray ist die hervorragende, verlustfreie Audiowiedergabe.

Wer 7.1-Audio-Ausgänge braucht, sollte lieber den Sony BDP-S550 ins Auge fassen. Der hat außerdem den bemerkenswerten Vorteil, dass er auch DTS-HD MA intern dekodiert.

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