iPhone 3G von GMX und Handy24: teuer und unseriös

Das iPhone 3G weckt noch immer Begehrlichkeiten, bei Kunden wie bei Händlern. GMX bewirbt aktuell das 8-GByte-Modell ohne SIM-Lock für 1 Euro Kaufpreis und 4,95 Euro Grundgebühr. Klingt genial – doch unterm Strich schlägt dieses Angebot mit 720 Euro zu Buche.

„Handytraum: Apple iPhone 3G! Nur 4,95 Euro Grundgebühr!“ – für dieses Schnäppchen wirbt der Internet-Dienstleister GMX derzeit in einer E-Mail an seine FreeMail-Kunden. Es handelt sich um das 8-GByte-iPhone ohne SIM-Lock aus EU-Beständen, GMX verspricht ein Jahr Herstellergarantie. Das Billig-Handy Motorola W156 ist im Kaufpreis von 1 Euro auch noch dabei.

iPhone-Werbung bei GMX

Überschrift und Fließtext der GMX-Mail verheißen ein iPhone 3G für 4,95 Euro monatliche Grundgebühr.

Leider wirbt GMX mit falschen Zahlen. Wer das Angebot wahrnimmt, muss im günstigsten Fall mit monatlichen Fixkosten von mindestens 30 Euro rechnen – selbst wenn er keine einzige Minute telefoniert. Bei 24 Monaten Vertragslaufzeit ergibt das einen Gerätepreis von stolzen 720 Euro.

Der offizielle deutsche iPhone-Vertrieb T-Mobile bietet das iPhone 3G nur mit SIM-Lock an, die Preise lassen sich daher nicht direkt vergleichen. Der Provider Simyo verkauft jedoch über einen Partner-Shop das gleiche Gerät wie GMX – für 588,90 Euro, also rund 130 Euro günstiger.

4,95 Euro zum ersten, 9,90 Euro zum zweiten

GMX und sein Partner Handy24, der eigentliche Anbieter des vermeintlichen Schnäppchens, bemühen sich nach Kräften, die tatsächlich anfallenden Kosten zu verschleiern. Die GMX-E-Mail wirbt im Titel eindeutig mit „Nur 4,95 Euro Grundgebühr“. Der Fließtext ergänzt: „Sichern Sie sich jetzt Ihr Apple iPhone 3G inklusive zwei Provider-Verträgen für nur 4,95 Euro Grundgebühr!“

Erst das Kleingedruckte, dezent in Hellgrau auf Weiß gehalten, spricht von einer Grundgebühr „in Höhe von 4,95 Euro je Sim Karte“. Das macht bei zwei Provider-Verträgen 9,90 Euro im Monat. Zugleich erwähnt das Kleingedruckte ein weiteres ungünstiges Detail: „Es wird eine Mindestnutzung von einer Minute pro Tag vorausgesetzt. Nichterreichte Mindestnutzung wird an Wochentagen mit dem günstigsten Minutenpreis berechnet.“ Doch wie hoch dieser „günstigste Minutenpreis“ ausfällt, verrät die E-Mail nicht.

iPhone-Werbung von GMX: Kleingedrucktes

Erst im Kleingedruckten gibt die GMX-Mail zu erkennen, dass die Grundgebühr in zweifacher Höhe anfallen soll. Außerdem kommt nun eine „Mindestnutzung“ ins Spiel.

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