Schon getestet: Festplatten-PMP Archos 7 mit 7-Zoll-Display

7 Zoll Bilddiagonale, 320 GByte Speicherkapazität, WLAN nach IEEE 802.11 b/g, berührungsempfindliches Display, 800 mal 480 Pixel Auflösung, optional auch mit DVB-T – klingt nach High-Tech-Netbook. Nicht in diesem Fall. Die Eckdaten gehören zu einem portablen Medienplayer von Archos.

Der Filmgenuss ist direkt proportional zur Bilddiagonale. Der Spaß am Herumschleppen portabler Geräte sinkt jedoch mit der Größe des Gehäuses. Hier lehnt sich ein französischer Konzern mit seinem neuesten Videoplayer weit aus dem Fenster: 19 mal 11 mal 1,6 Zentimeter misst der Archos 7. So groß ist beispielsweise ein Lustiges Taschenbuch. Während man die Abenteuer, die Donald und Co. in einer Ausgabe bestehen, schon nach einer guten Stunde auswendig kennt, bietet der Videoplayer bis zu 320 GByte Speicherkapazität. Genug Platz für ein paar hundert Filme oder zehntausende MP3s.

Design

Das Design des Archos 7 orientiert sich stark an dem seines kleinen Bruders Archos 5. Der 7 Zoll große Touchscreen nimmt die Vorderseite des Gehäuses fast völlig ein. Lediglich zwei schmale Stereo-Lautsprecher dürfen sich rechts und links neben das Display quetschen. Für mechanische Bedienelemente bleibt kein Platz.

Mit 800 mal 480 Pixeln besitzt der Archos 7 die gleiche Auflösung wie der Archos 5, dessen Bilddiagonale allerdings 2 Zoll kürzer ist. Dadurch schneidet der größere Player, was die Bildqualität angeht, im direkten Vergleich schlechter ab.

Das Gehäuse fertigt Archos komplett aus Metall. Vorteil: Der Videoplayer fühlt sich extrem solide an, geradezu als könnte man damit ein angreifendes Nashorn erschlagen. Bei einem Kampfgewicht von einem guten halben Kilo reicht es auf jeden Fall für eine ordentliche Beule. Nachteil: Auf der glänzenden Oberfläche hinterlässt jede Berührung deutlich sichtbare Fingerabdrücke.

Ausstattung

Ein 600-MHz-Prozessor treibt den Archos 7 an. Dabei unterstützen ihn 128 MByte RAM bei der Arbeit. Als Betriebssystem kommt ein vom Hersteller speziell zugeschnittenes Linux zum Einsatz. Videocodecs gibt es für MPEG-4, WMV, DivX, XviD und Flash 9 (FLV). Auch mit Untertiteln kann der Player umgehen, sofern sie im SRT-Format vorliegen. Auch Inhalte, die wir von BBCs Service iPlayer heruntergeladen haben, spielt der 7 perfekt ab. Allerdings nur nach Synchronisation über Windows Media Player.

Die vielen unterstützten Videoformate klingen gut, doch in der Praxis langt Archos noch einmal kräftig hin: Wer beispielsweise WMVs in 720p angucken möchte, muss noch einmal rund 13 Euro für den Codec zahlen. Gleiches gilt für HD-MPEG-4, MPEG-2, VOB-Dateien und H.264-Video. Der Cowon A3 beispielsweise spielt diese Formate von Haus aus.

Die Unterstützung für Musikformate ist ordentlich: MP3, WAV, FLAC, OGG und WMA sowohl mit als auch ohne DRM-Schutz. Aber auch hier hält Archos wieder die Hand auf. Wer etwa AAC-Dateien anhören möchte, muss 13 Euro für den Codec berappen.

Auf dem PMP ist Opera vorinstalliert. Im Gegensatz zu den Spitzenmodellen von Apple unterstützt der Archos 7 sogar Adobe Flash. Außerdem gibt es eine schlichte, aber durchdachte E-Mail-Anwendung für POP- und IMAP-Accounts. YouTube-Videos stellt der Player – wenn auch nur in Standard Definition – in Vollbild dar. Sämtliche Daten aus dem Internet gelangen über WLAN nach IEEE 802.11 b/g auf das Gerät. Darüber hinaus holt es sich Videos und Lieder von PCs, die im lokalen Netzwerk erreichbar sind.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Schon getestet: Festplatten-PMP Archos 7 mit 7-Zoll-Display

  • Am 22. April 2009 um 17:51 von Peter

    Archos 7
    Ich kann eigentlich alles bestätigen, habe den Player jetzt zwei Monate.
    Es gibt aber ein riesiges Problem, beim Abspielen von mp3`s gibt es kurze Tonaussetzer,
    meistens nach zwei, drei Sekunden aber auch während des Liedes. Bei der Kontaktaufnahme mit dem Support bekommt man keine Antwort zu diesen Problem.
    Echt mieser Support!!! Im Archos Forum kann man nachlesen, daß ich nicht der Einzige bin mit den Tonausstzern. Kann nur hoffen, das eine neue Firmware abhilfe schafft.

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