Update: Nach dem Test des Gerätes hat der Hersteller den Produktnamen geändert. Das Asus AiGuru SV1 heißt nun Asus Eee Videophone.

In Deutschland kam der erste Schwung der Bildtelefone (die man damals noch mit „ph“ geschrieben hat) gegen Ende der 90er Jahre auf den Markt. Die Telekom verkaufte ihr ISDN-Telefon mit Anrufbeantworter, Kamera und Bildschirm damals für knapp 1000 Mark – oder für 1800 Mark im Zweierpack. Heutzutage bekommt man das damalige Flaggschiff T-View 100 für einen einstelligen Eurobetrag – gebraucht bei eBay.

Den Standard für die Bildtelefonie – sofern man ihn überhaupt Standard nennen kann – versteht heute ohnehin kaum noch ein Gerät. Wer heute bildtelefoniert, macht das über den Computer. Mit Webcam, Headset und einem Messenger wie Skype. Und wer daran partizipieren möchte, ohne einen PC anstelle eines Telefons im Wohnzimmer zu haben, kann das nun mit dem Skype-Videotelefon AiGruru SV1 von Asus tun.

Design

Um es direkt auf den Punkt zu bringen: Das SV1 ist ein Klotz. Es ist knapp 26 Zentimeter hoch und bringt fast 1,7 Kilo auf die Waage – noch Fragen? Das Asus-Videotelefon erinnert mehr an eine öffentliche Telefonzelle als an die Wohnzimmervariante mit Wählscheibe und Hörer. Aber unabhängig davon sieht es nicht schlecht aus. Die Proportionen stimmen; die Front ist gebogen und wirkt auch dadurch deutlich schlanker, als sie ist, wenn man misst.

Das zentrale Element ist der 7 Zoll große TFT-Bildschirm. Darüber sitzt eine spiegelnde Kunststoffabdeckung, hinter der sich die Linse der integrierten Webcam, eine LED sowie das Mikrofon befinden. Unterhalb der Anzeige gibt es ein paar Bedienelemente – Zurück, Hauptmenü, Plus, Minus, Wählen, Auflegen sowie eine Vier-Wege-Navigationstaste mit OK-Knopf in der Mitte. Darunter sitzt der Lautsprecher – fertig.

Montiert ist das Ganze auf einem soliden Fuß, in dem sich der Akku des SV1 befindet. Er ist über ein Gelenk mit seinem Aufbau verbunden, sodass man den Bildschirm um gut 30 Grad nach hinten neigen kann. Der mechanische Aufbau und die verwendeten Materialen hinterlassen einen ordentlichen Eindruck – knarzen, klappern oder ein „billiges Gefühl“ gibt es hier nicht.

Etwas merkwürdig ist lediglich die Platzierung der Ein-Aus-Taste – sie sitzt hinter dem Gerät, mittig auf dem Standfuß. Ein Glück, dass man sie nicht oft benötigt.

Sämtliche Anschlüsse hat Asus im Fuß verbaut: Strom und USB, Netzwerk sowie zwei Klinkenbuchsen, um ein Headset anstecken zu können.

Ausstattung

Viel einfacher klappt es selten, ein neues Hightech-Gerät in Betrieb zu nehmen. Netzwerkkabel und Netzteil einstecken, einschalten und kurz warten – sofort erscheint das Skype-Logo, kurze Zeit später fragt ein Wizard die Grundeinstellungen ab – etwa Uhrzeit und Sprache. Kann der AiGuru über das Netzwerkkabel eine Verbindung ins Internet aufbauen, fragt er nach der Skype-Kennung samt Kennwort. Ist man noch nicht bei Skype angemeldet, wird man sauber durch die Registrierung geleitet. Selbstverständlich knipst das Gerät auch gleich das Gesicht mit der integrierten Webcam, um den Skype-Account mit einem Bildchen aufzuwerten.

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