„Das erste speziell fürs MacBook gebaute Display“ – der Hersteller-Slogan zum 24-Zoll-LED-Cinema-Display macht sofort klar, für wen der Bildschirm geeignet ist und für wen nicht. Ganz so eng sollte man das aber nicht sehen. Schließlich können auch das MacBook Air und die MacBook-Pro-Modelle mit Unibody-Gehäuse sowie Mini-DisplayPort den 24-Zöller mit LED-Hintergrundbeleuchtung ansteuern.

Der herkömmliche DisplayPort-Anschluss war Apple offensichtlich zu groß. Kurzerhand hat man eine kleinere Variante geschaffen und in die neuen MacBook-Modelle eingebaut. Wie es scheint, soll die Apple-Erfindung bald als Standard verabschiedet werden, sodass die Verbreitung der Schnittstelle zunehmen könnte. Bis es so weit ist, bleibt das Einsatzgebiet des LED Cinema Display auf aktuelle Apple-Notebooks beschränkt.

LED Cinema als Ladestation für Apple-Notebooks

Für aktuelle MacBooks ist das Display optimal geeignet. Das hat allerdings nichts mit dem Mini-DisplayPort-Anschluss zu tun. Auch die drei USB-Anschlüsse machen das Gerät noch nicht zu einer Innovation. Als etwas Besonderes entpuppt sich der Apple-Bildschirm erst mit dem MagSafe-Anschluss zur Stromversorgung für die Apple-Notebooks. Damit sorgt das Display für einen aufgeräumten Schreibtisch, da das Netzteil inklusive Anschlusskabel in der Notebook-Tasche verbleiben kann. Umständliche Fummeleien wegen schwer zugänglicher Steckdosen entfallen ebenfalls. Neben Stromzuführung und Monitorkabel sorgt die USB-Verbindung dafür, dass man die an der Display-Rückseite angebrachten drei USB-Anschlüsse und die integrierte iSight-Kamera inklusive Mikrofon nutzen kann. Zudem verfügt der Monitor über eingebaute Lautsprecher. Eine derartige Lösung gibt es derzeit von keinem anderen Anbieter.

Gegenüber anderen Monitoren mit LED-Hintergrundbeleuchtung ist das Apple-Display mit 849 Euro vergleichsweise günstig. Der niedrige Preis resultiert aus der Verwendung von kostengünstigen blauen LEDs mit gelb fluoreszierender Beschichtung (Weißlicht-LED), während die Hersteller von teuren LED-Monitoren meist mit roten, grünen und blauen Leuchtdioden (RGB-LED) die Hintergrundbeleuchtung realisieren. Dadurch erzielen diese gegenüber herkömmlichen LCDs und Weißlicht-LEDs einen größeren Farbraum und sattere Farben. Im Vergleich zu Kaltkathodenröhren (CCFL: Cold Cathode Fluorescense Lamp) herkömmlicher LCD-Monitore sind LEDs weniger energiehungrig. Gegenüber diesen bietet die LED-Technik einen weiteren Vorteil: Bereits kurz nach dem Einschalten erzielen sie einen optimalen Wirkungsgrad, während LCDs mit CCFL-Beleuchtung erst nach einiger Zeit eine optimale Bilddarstellung erreichen.

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