iPhone 3G für 2,50 Euro: So funktionieren Schnäppchen-Auktionshäuser

Das klingt super: Ein nagelneuer Audi TT für lächerliche 232,12 Euro, ein MacBook Pro für 3,70 Euro und dazu noch ein 3000-Euro-Tankgutschein für 24,95 Euro. Der Sommer kann kommen. Im Internet schießen Schnäppchen-Auktionshäuser, die immer wieder mit unglaublichen Resultaten Schlagzeilen machen, wie Pilze aus dem Boden. Wie haben uns angesehen, was es mit den Versteigerungen auf sich hat und wie sie funktionieren.

3… 2… 1… meins. eBay zieht seit seiner Gründung im Jahr 1999 Millionen Menschen weltweit in seinen Bann. Das Angebot reicht von alten Speicherfunden und Erbschaften über Gebrauchtwagen bis hin zu Traumreisen und Luxusvillen. Alleine in Deutschland zählt das Portal beinahe 20 Millionen Mitglieder. Im Durchschnitt klickt sich jedes davon Monat für Monat knapp zwei Stunden durch das virtuelle Auktionshaus – kein Wunder, denn bei einem konstanten Angebot von 28 Millionen Artikeln muss ja ein Schnäppchen zu machen sein.

Doch die elektronische Bucht ist längst nicht mehr alleine. Reißerischer noch als eBay werben diverse Schnäppchen-Auktionshäuser mit scheinbar unfassbaren Auktionsresultaten. Auf Hammerdeal.de wechselte ein Porsche Boxster im Wert von 45.309,00 Euro für lächerliche 157,90 Euro den Besitzer. Dagegen sehen sogar eBay-Schnäppchen bleich aus. Allerdings funktionieren die Auktionen auf den diversen Konkurrenzportalen anders.

Einzelgebotauktionen

Bei dieser Form der Versteigerung gewinnt nicht der Bieter mit dem höchsten, sondern der mit dem niedrigsten Gebot. Voraussetzung ist jedoch, dass niemand sonst diesen Betrag eingetippt hat. Jedes abgegebene Gebot kostet eine Gebühr – bei den Portalen Hammerdeal.de, Bietsau.de und DubLi.com sind es beispielsweise 50 Cent, bei Einzelgebot.de dagegen variiert der Gebotspreis von Auktion zu Auktion.

Bei Bietsau, Einzelgebot und Hammerdeal erfährt der User direkt nach der Abgabe eines Gebots, wie gut der Versuch war. Hat er das aktuell niedrigste Einzelgebot abgegeben, so heißt es: zurücklehnen und Daumen drücken. Ansonsten ermuntern die Portale natürlich kräftig zu weiteren Anläufen – der Porsche will ja irgendwie finanziert werden.

Auf der Website Hammerdeal.de wechselt gerade ein MacBook Pro im Wert von 1850 Euro für nur 3,70 Euro den Besitzer. Klingt nach einem herben Verlustgeschäft für das Portal. Die Auktionsdetails sprechen jedoch eine andere Sprache. Wer das niedrigste Einzelgebot abgibt, gewinnt die Auktion. 9980 Gebote gab es insgesamt auf das MacBook Pro, jedes einzelne davon kostet 50 Cent. Das Apple-Notebook hat dem Betreiber also nicht nur 3,70 Euro, sondern insgesamt 4993,70 Euro eingebracht – macht unterm Strich mehr als 3000 Euro für den Betreiber.

Der nächste Porsche Boxster wartet auf einen neuen Besitzer.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu iPhone 3G für 2,50 Euro: So funktionieren Schnäppchen-Auktionshäuser

  • Am 12. Februar 2009 um 19:28 von don

    auktionshäuser
    ich habe mit solchen auktionshäusern gute erfahrungen machen können. egal ob hammerdeal oder einzelgebot, beide sind sehr übersichtlich…. hammerdeal hat ein gutes großes angebot, jedoch finde ich bei einzelgebot sehr gut, dass der preis immer varriert.. hab das beobachtet und bisher ist nichts teurer als 0,40€.. das finde ich wieder ein pluspunkt für einzelgebot.de… mal schauen ob die ihr sortiment erweitern..das wäre klasse!

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