E-Books auf Kindle & Co.: Deutschland guckt in die Röhre

Seit dem 19. November 2007 ist Amazons E-Book-Reader Kindle in den USA auf dem Markt. Vor wenigen Tagen hat der Onlinehändler die zweite Generation des elektronischen Buchs vorgestellt. Wie sein Vorgänger kommt der Kindle 2 ebenfalls mit einem 6 Zoll großen Display, das 600 mal 800 Pixel auflöst. Den Speicher hat der Hersteller von 256 MByte auf 2 GByte aufgestockt. Ab dem 24. Februar beginnt das Online-Versandhaus mit der Auslieferung in den Vereinigten Staaten. Doch was ist mit uns? Während die Amerikaner seit über einem Jahr ihre morgendliche Zeitung schon in digitaler Form bekommen, gucken wir in die Röhre.

Ein Hoch auf den deutschen Winter. Sechs Uhr morgens, minus zwölf Grad Celsius, Glatteis. Um sieben Uhr ist die Süddeutsche immer noch nicht da, um halb acht nicht und um halb neun herrscht immer noch gähnende Leere im Briefkasten. Verständlich, denn Zeitungen verteilen ist bei dem Wetter kein Zuckerschlecken. In den USA dagegen sieht das anders aus. Hier verbreiten sich die E-Book-Reader von Amazon, Sony und Konsorten zunehmend. Große Verlage schicken ihre Tageszeitungen und Magazine bereits drahtlos an die Geräte – selbst im größten Schneesturm liegen die neuesten Nachrichten neben dem morgendlichen Kaffee auf dem Tisch.

Amazon bewahrt Stillschweigen darüber, wann wir auch in Deutschland so weit sind. Der Online-Versandhandel dazu: „Amazon.de hat keinerlei Ankündigungen gemacht, wann der Kindle in anderen Ländern angeboten wird. Bei den in der Presse genannten Terminen handelt es sich um reine Medienspekulationen. Der Kindle ist derzeit nur bei Amazon.com erhältlich. Wir wissen aber, dass viele Kunden auch außerhalb der USA daran interessiert sind, den Kindle zu kaufen, und dementsprechend wollen wir den Kindle auch in anderen Ländern zur Verfügung stellen. Ankündigungen zum Wann und Wo haben wir noch nicht gemacht.“

Links der alte, rechts der neue Kindle. Bis sie bei uns in den Handel kommen, kann es noch dauern.

Was machen wir ohne Kindle?

Konkurrenz belebt das Geschäft: Während sich der Kindle noch ziert, reagiert Sony mit einer eigenen Variante. Der Online-Shop Libri.de nimmt bereits Vorbestellungen für den Reader PRS-505 an – voraussichtliches Lieferdatum: 11. März 2009, Kostenpunkt 299 Euro. Wer nicht so lange warten möchte, bestellt bei GT-Electronics.de. Hier kostet das Gerät zwar 50 Euro mehr, ist aber schon verfügbar. Außerdem führt der Händler auch die größere Version, den PRS-700. Sie schlägt mit 499 Euro zu Buche.

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