Digitale Spiegelreflexkameras von Canon im Vergleich: 325 bis 6300 Euro

Einsteiger-DSLR Canon EOS 1000D und Profi-Modell Canon EOS 1D Mark III. 320 Euro gegen 3200 Euro. 450 Gramm gegen zweieinhalbmal so sperrige 1155 Gramm. 10,1 Megapixel gegen 10,1 Megapixel. Wie bitte? Wieso sollte man zehnmal so viel Geld ausgeben, mehr herumschleppen und nicht einmal mehr Megapixel bekommen? Betrachtet man die Teile des Datenblatts, mit denen Kompaktkameras für gewöhnlich werben, so sieht die 1D Mark III nach einem ziemlichen Reinfall aus. Wir haben uns angesehen, wo die Unterschiede liegen und was den Unterschied zwischen einer Einsteiger-DSLR und einer Profi-DSLR ausmacht.

Bei Kompaktkameras geflissentlich ignoriert, unter DSLR-Fotografen ein Hype-Thema. Vollformatsensor ist immer noch ein mit Faszination belegter Begriff. Nur gut betuchte Amateure und Profis, die Geld mit ihren Bildern verdienen, leisten sich eine Kamera mit einem solchen Chip. Doch was versteckt sich hinter diesem Namen?

Bildsensoren

Je größer der Bildsensor ist, desto mehr Platz hat jeder Pixel. Bei gleicher Belichtungszeit fängt ein größerer Bildpunkt mehr Licht ein. Es lässt sich also die Empfindlichkeit herabsetzen. Dadurch erwärmt sich der Bildsensor weniger, und es kommen weniger sogenannte Hotpixel zustande. Sie machen den Löwenanteil des Bildrauschens aus.

Bei gleicher ISO-Einstellung benötigt eine Kamera mit kleinerem Sensor eine höhere Belichtungszeit. Während ein Profi-Modell mit Vollformatsensor im Halbdunkel noch freihändige Aufnahmen ermöglicht, müssen Besitzer von Einsteigermodellen schon auf Stative zurückgreifen.

Die Canon-DSLRs unter 1000 Euro verfügen über Bildsensoren der Dimension 22,2 mal 14,8 Millimeter. Für mehr Geld gibt es dann mehr Platz für Pixel. Das schon ältere Modell EOS 1D Mark III verfügt über einen 28,1 mal 18,7 Millimeter großen Chip. Rechnet man die Fläche aus, kommt man auf 525 gegenüber 329 Quadratmillimetern, es trifft also gut eineinhalbmal mehr Licht auf den Sensor. Die Modelle 5D, 5D Mark II und 1Ds Mark III kommen mit Vollformatsensor. Er besitzt etwa die gleiche Größe wie ein analoger 35-Millimeter-Kleinbildfilm, nämlich 36 mal 24 Millimeter. Das entspricht einer Fläche von 864 Quadratmillimetern – und noch mehr Platz für einfallendes Licht.

Rauschprofile und Empfindlichkeiten

Das Rauschprofil gibt Aufschluss darüber, wie gut eine Kamera bei höheren ISO-Empfindlichkeiten arbeitet. Hier spielen Faktoren wie integrierte Rauschunterdrückung und Qualität des Bildsensors eine Rolle. Grundsätzlich gilt: Je teurer die Kamera, desto besser ist ihr Rauschprofil.

Gut doppelter Preis, weniger als halbes Rauschen: Während die Canon EOS 50D (links) bei ISO 6400 schon deutlich an ihre Grenzen kommt, sind die Bilder der EOS 5D Mark II bei ISO 12.800 noch durchaus brauchbar.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Digitale Spiegelreflexkameras von Canon im Vergleich: 325 bis 6300 Euro

  • Am 19. Februar 2009 um 22:36 von nils

    preis der 1d mark III
    wie kommt ihr auf den preis der 1d mark III ?

  • Am 20. Februar 2009 um 09:03 von Stefan Möllenhoff

    re: preis der 1d mark III
    Hallo Nils,

    vielen Dank für den Hinweis. Ich habe den Artikel entsprechend korrigiert.

    Beste Grüße,
    Stefan Möllenhoff, CNET.de

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