Sony legt offensichtlich großen Wert darauf, für die A900 die Bezeichnung „Profikamera“ zu vermeiden. Stattdessen ist die Rede vom Flaggschiff der DSLR-Pruduktlinie. Mit einem Preis ab 2200 Euro bewegt sie sich aber durchaus im Bereich der Profimodelle. Und ihre Vollformat-Mitbewerber, die Nikon D700 und die Canon EOS 5D Mark II, finden ihre Abnehmer hauptsächlich unter professionellen Fotografen. Außerdem erfordert ein so hoch auflösender Sensor ein scharfes, vorzugsweise schnelles Objektiv. Und solche Optiken sind teuer. Für reine Amateurfotografen übersteigen die Anschaffungskosten in der Regel das Budget. Im Test kommt ein 24-bis-70-Millimeter-Modell (f2,8) von Zeiss zum Einsatz.

Das Zubehörpaket zählt daneben wohl zu den innovativsten und professionellsten, die sich derzeit bei vergleichbaren Kameras vorfinden. Dazu gehören unter anderem der zur Seite drehbare HVL-F42AM-Blitz sowie der Funktionshandgriff VG-C90AM. Er bietet Platz für mehr Akkus und bringt die wichtigsten Steuerungstasten in nahezu identischer Anordnung noch einmal mit. So garantiert Sony sowohl für Quer- als auch für Hochformataufnahmen dieselbe Bedienungsfreundlichkeit. Ebenso wie andere Sony-DSLRs arbeitet die A900 auch mit Konica-Minolta-Objektiven zusammen.

Design

Die Aufmachung der A900 erinnert an das Design der A700. Mit 935 Gramm wiegt die A900 nicht gerade wenig – dennoch ist sie leichter als die Nikon D700 und in etwa mit der 5D Mark II vergleichbar.

Ein kleines Status-Display an der Kameraoberseite zeigt Informationen zu Verschluss, Blende, Akku und verbleibender Kapazität an. Für alles Übrige gibt es das 3-Zoll-LC-Display auf der Rückseite. Wie die A700 gewährt die A900 Fotografen vollen Zugriff auf alle Einstellungen direkt über den Bildschirm.

Die Bedienelemente erfordern allerdings etwas Eingewöhnung. Denn viele sehen gleich aus und fühlen sich für den Finger auch recht ähnlich an. Es ist nicht einfach, sich die genauen Positionen der Knöpfe zu merken. Das Modus-Einstellrad bietet drei Positionen für eine individuelle Belegung. Und der große, helle Sucher macht ordentlich Spaß.

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Einige Steuerelemente der A900 sind durchaus gelungen – etwa die beiden großen, individuell programmierbaren Funktionstasten und der Schalter für den Bildstabilisator.

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