Über drei Jahre gibt es die Canon EOS 5D schon am Markt. Das ist heutzutage eine lange Zeit für ein technisches Produkt. Vor allem im Bereich der digitalen Kameras, wo sich die Technologie derart schnell wandelt. Die EOS 5D hatte zwar immer eine große Fangemeinde, doch gleichzeitig weckte sie bei den Nutzern auch den Wunsch nach mehr.

Ihre jetzt erschienene Nachfolgerin, die EOS 5D Mark II, stellt also in vieler Hinsicht ein Pflicht-Upgrade dar. Darauf haben anspruchsvolle Amateurfotografen, denen die 5D als zuverlässiges Arbeitstier dient, sehnsüchtig gewartet. Zudem stecken in ihr zahlreiche Bildverarbeitungskomponenten der EOS-1Ds Mark III, etwa eine höhere Version der Bildverarbeitungsengine Digic 4. Mit rund 2400 Euro ist sie jedoch deutlich günstiger. Da lachen Herz und Geldbörse ambitionierter Fotografen. Auch gegenüber der direkten Konkurrenz gibt sich die neue 5D damit angriffslustig. Und dazu kommen noch ihr neuer 21-Megapixel-CMOS-Sensors und eine bahnbrechenden Videofunktion.

Design

Die Kamera kommt in zwei offiziellen Konfigurationen: nur das Kameragehäuse oder als Version im Set mit dem EF-Objektiv 24 bis 105 Millimeter f/4L IS USM. Normalerweise bieten Objektive innerhalb von Sets dieser Art nur wenig Anlass zur Freude. Aber diese 24-bis-105-Millimeter-Linse übertrifft merklich die Erwartungen. Sie dürfte für jeden eine gute Ergänzung abgeben, der ein passendes Erstobjektiv sucht. Wie bei allen hoch auflösenden Modellen macht es sich allerdings bezahlt, das Objektiv mit der größten verfügbaren Schärfe auszuwählen.

Mit etwas mehr als 907 Gramm wiegt die Mark II etwas mehr als ihre Vorgängerin. Das staub- und witterungsgeschützte Gehäuse hat Canon nach eigenen Angaben rund um die Kartenabdeckung und die Tasten verstärkt. Auch die Lebensdauer des Verschlusses hat sich auf über 150.000 Funktionszyklen erhöht.

Das Kameragehäuse selbst besteht aus Stahl und ist mit einer Magnesiumlegierung beschichtet. Trotz offensichtlich robuster Bauweise liegt die Kamera aber nicht so klotzig in der Hand wie die Nikon D700. Sie zeigt sich wie alle Profi-DSLRs von Canon sehr bequem in der Handhabung. Nachteilig am aktualisierten Design ist lediglich, dass neues Zubehör erforderlich ist. Beispielsweise benötigt der Nutzer einen anderen Akku und einen neuen vertikalen Griff.

Die Bedienelemente hat Canon im Vergleich zu den übrigen Modellen neu angeordnet. An der Oberseite befindet sich das Haupteinstellrad. Daneben gibt es vier jeweils mit Doppelfunktionen belegte Tasten. Sie dienen zum Einstellen der Belichtungsmessart (Messfeld: gewaltige 3,5 Prozent für die Spotmessung, 8 Prozent für Teilmessung, mittenbetonte und evaluative Messung), des Weißabgleichs, des Autofokus (One-Shot, „AI Servo“ und „AI Focus“), der Serienmodi, der ISO-Empfindlichkeit sowie der Blitzkorrektur.

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