DVB-S2-Receiver mit HDMI, Ethernet und Festplatte unter 500 Euro

Digitales Satellitenfernsehen bietet unzählige Kanäle und einen glasklaren Empfang. Zudem stehen HD-Sender aus vielen Ländern zur Verfügung. Aber das weit verbreitete DVB-S nützt hier nicht viel: Wer HD genießen möchte, braucht einen DVB-S2-Tuner. Externe Receiver schaffen nicht nur Abhilfe, sie können weit mehr als nur Sat-Empfang. Wir haben zehn HD-fähige Modelle mit Festplattenaufzeichnung und Internetanschluss unter 500 Euro verglichen.

Wer in Deutschland die hohe Auflösung seines HD-Fernsehers genießen möchte, hat mit dem eingebauten DVB-T-Tuner und einer Antenne schlechte Karte. Erst 2012 wollen die hiesigen Fernsehanstalten Sendungen in High-Definition ausstrahlen. Auch im Kabelnetz sind HD-Sender sehr dünn gesät, meist kostenpflichtig und bei weitem nicht an jedem Standort verfügbar. Die einzige Möglichkeit, HD vernünftig zu empfangen ist folglich eine Satellitenschüssel. Sie bringt standortunabhängig Fernsehsender aus der ganzen Welt ins Haus. Deutschsprachige HD-Sender sind zwar auch hier eine Seltenheit, ausländische Programme mit HD-Auflösung gibt es aber mittlerweile wie Sand am Meer.

Allerdings ist es mit einer Satellitenschüssel noch nicht getan. Zusätzlich benötigen Fans des hochauflösenden Fernsehens einen passenden Receiver. Er muss in der Lage sein, das Fernsehsignal zu verarbeiten und ohne Qualitätsverlust an das TV-Gerät weiterzuleiten. Damit keiner seine Lieblings-HD-Sendungen verpasst, sollte das Modell zudem Timeshift und Videoaufzeichnung auf Festplatte beherrschen. Um die Programmierung nicht nur von zu Hause aus durchführen zu können, sollte der Receiver zuätzlich einen Netzwerkanschluss an Bord haben. Mit seiner Hilfe ist nicht nur das Streamen von Filmen vom Rechner auf den Fernseher möglich, sondern auch die Aufnahmeprogrammierung über das Internet.

Modellauswahl

Alle verglichenen DVB-S2-Receiver kommen mit einer HDMI-Schnittstelle zur Weitergabe des HD-Signals an den Fernseher. Auch einen eingebauten Upscaler haben alle Geräte an Bord. Er skaliert Sendungen in Standard-Auflösung auf HD-1080i hoch und berechnet Zwischenpixel. Dadurch sieht auch Opas Tatort auf großen Fernsehern gut und unverpixelt aus. Weiterhin beherrschen alle Vergleichsgeräte die Aufzeichnung auf Festplatte und bieten einen Netzwerkport zum Streamen von Multimediainhalten von Computern sowie für die Aufnahmeplanung über das Internet. Wer also während der Simpsons nicht zu Hause ist, geht einfach mit seinem Handy online und nimmt die Serie auf.


Technisats DigiCorder HD S2 verfügt über eine 160-GByte-Festplatte. Zudem bietet er eine Netzwerkschnittstelle und einen HDMI-Ausgang inklusive Upscaling auf HD-1080i.

Das günstigste Modell im Test ist der HD 7100S von Vantage. Es kostet rund 310 Euro. Allerdings bringt dieser Receiver statt einer internen Festplatte nur einen e-SATA-Anschluss mit. Über ihn verbindet sich eine externe e-SATA-Platte mit dem HD 7100S. Humax iCord HD kommt hingegen mit einer eingebauten Festplatte. Das kleinste Modell mit 250-GByte-Festplatte kostet etwa 385 Euro, die 160-GByte-Variante circa 395 Euro, das Gerät mit 320-GByte-Version rund 400 Euro und der 500-GByte-Receiver ist für knapp 445 Euro erhältlich. Technisats DigiCorder HD S2 hat eine 160 GByte große Festplatte an Bord und schlägt mit 425 Euro zu Buche. Von Vantages HD 8000S Twin PVR haben drei Versionen in den Vergleich geschafft. Die 160-GByte-Variante kostet rund 485 Euro, das Modell mit 320-GByte-Festplatte knapp 490 Euro und die 250-GByte-Version etwa 500 Euro. Der Kathrein UFS 922 kommt mit einem integrierten 500-GByte-Datenspeicher. Er ist ab circa 485 Euro zu haben.

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