Das erstaunlich kleine Gehäuse des Panasonic HDC-SD9 macht optisch ordentlich was her. Auch der Preis des AVCHD-Camcorders, der auf Flash-Speicherkarten aufzeichnet, fällt angenehm niedrig aus. Beides macht diese Videokamera zu einem verlockenden Angebot. Mit einem Gewicht von 275 Gramm ohne Akku und SD-Karte und einer Länge von nur 12,6 Zentimetern ist er auf jeden Fall einer der kleinsten und leichtesten Camcorder, die wir bisher getestet haben. Und problemlos bedienen lässt er sich auch. Das Gerät gibt es im Online-Handel derzeit für etwa 450 Euro.

Design

Alle Bedienelemente sind intuitiv platziert und mühelos bedienbar. Viele Tasten, besonders die für die Gesichtserkennung und die Pre-Recording-Funktion, fallen allerdings ziemlich klein aus. Doch das ist bei einem Gerät dieser Größe nicht anders zu erwarten. Erfreulich: Der Zoomschalter spricht dennoch gut an.

Was das Design betrifft, hat Panasonic ein paar irreführende Entscheidungen getroffen. Das gilt speziell für den Akku. Er lässt sich nicht in der Kamera aufladen. Um ihn zu entfernen, ist ein Öffnen der LCD-Abdeckung erforderlich. Hat der Nutzer den Quick-Start-Modus aktiviert, schaltet sich das Gerät beim Öffnen der Klappe automatisch ein. Das wiederum führt dazu, dass die elektronische Objektivabdeckung geöffnet bleibt, bis der Akku wieder in seinem Fach liegt.

Das Übertragen von Dateien funktioniert nur mit angeschlossenem Wechselstromadapter. Das ist übrigens bei bei vielen Geräten der Fall. Da sich der Anschluss beim HDC-SD9 im Akkufach befindet, muss der Benutzer auch hier den Akku herausnehmen.

Panasonic bietet eine zuschaltbare Aufnahmehilfe an. Diese Funktion blendet mehr oder weniger nützliche Informationen ein, etwa Kamera schwenkt zu schnell, Intelligenten Contrast verwenden, OIS verwenden oder Low-Light-Modus verwenden. Leider beansprucht jede dieser Botschaften einen großen Teil des ohnehin stark überfrachteten 2,7-Zoll-Displays. Sie blockieren die Sicht auf das Motiv nahezu vollständig. Gerade bei kontrastreichen Motiven und schnellen Bewegungen erscheinen die Mitteilungen auch noch übertrieben häufig.

Funktionsumfang

Panasonic hat eine beeindruckende Anzahl von Funktionen in das kleine Gehäuse des SD9 gepackt. Die drei 1/6 Zoll großen CCD-Sensoren bieten eine effektive Auflösung von je 520.000 Pixeln. Dazu kommt ein optisch stabilisiertes 10-fach-Zoomobjektiv. Blenden- und Verschlussgeschwindigkeit sind manuell einstellbar, was in dieser Preisklasse recht ungewöhnlich ist. Auch der Fokus ist per Hand steuerbar. Angesichts des kleinen LCDs fällt das jedoch nicht gerade leicht.

Ein Gesichtserkennungsmodus optimiert die Belichtung für Portraits. Bei zugeschalteter Pre-Recording-Funktion läuft die Aufzeichnung ständig im Hintergrund mit. Nach einem Druck auf die Aufnahmetaste speichert der Camcorder die letzten drei Sekunden vor der Betätigung zusätzlich. Damit hält der SD9 auch unerwartete Tore von der Mittellinie fest – vorausgesetzt, der Kameramann hatte den Ball ständig im Visier.

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