Die Pentax Optio E60 stellt genau die Art von Kamera dar, die der Gelegenheitsfotograf immer und überall dabei hat – und die allmählich von der Handykamera abgelöst wird. Manche ihrer Funktionen liegen oberhalb des Standards, manche eher darunter. Damit eignet sie sich gut für Einsteiger und all jene, die einfach ab und zu mal ein paar nette Bilder knipsen wollen. Für experimentierfreudigere Benutzer kommt sie jedoch kaum in Frage. Denn nur wenige der Einstellungen sind manuell anpassbar. Und wer für rund 90 Euro herausragende Bildqualität oder Verschlussgeschwindigkeiten im Lichtgeschwindigkeitsbereich erwartet, wird zwangsläufig eine Enttäuschung erleben.

Design

Mit Abmessungen von 9,9 mal 5,8 mal 2,5 Zentimetern fällt das in Schwarz und Silber erhältliche Gehäuse aus Polykarbonat gerade noch klein genug aus, um als ultrakompakt durchzugehen. Gleichzeitig ist die E60 eine der wenigen Ultrakompaktkameras, die mit AA-Batterien arbeiten. Inklusive der zwei Batterien und einer SD-Karte bringt die Kamera etwas mehr als 170 Gramm auf die Waage. Aus der Vorderseite fährt sich ein für diese Preisklasse durchaus gutes 32-bis-96-Millimeter-Objektiv (f2,9-5,2) mit 3-fachem optischen Zoom heraus.

Was das Design anbelangt, so sind die größten Trümpfe der E60 ihre Schlichtheit und Unkompliziertheit. Während das für Anfänger ein Plus ist, werden ambitionierte Fotografen das als begrenzte Ausstattung bezeichnen. An der Kameraoberseite befinden sich die Einschalttaste und der Auslöser. Alle anderen Bedienelemente, einschließlich des Zoom-Wippschalters, liegen auf der Rückseite.

Wer keine kleinen oder eng angeordneten Tasten mag, freut sich über Benutzerfreundlichkeit der E60. Die Tasten für Menüsteuerung, Blitz, Aufnahmemodus, Serienbildmodus, Fokus, Wiedergabe und sogar für die Aktivierung der Gesichtserkennung sind allesamt bedienerfreundlich geformt. Die Abstände zwischen den Tasten sind zudem so großzügig bemessen, dass wir im Test kaum einmal versehentlich eine falsche Taste treffen. Die großzügig angeordneten Knöpfe lassen nicht viel Platz für das LCD: Das Display misst lediglich 2,4 Zoll. Mit 112.000 Pixeln fällt auch die Auflösung relativ niedrig aus.

Funktionsumfang

Es überrascht kaum, dass sich die Flexibilität beim Fotografieren eher in Grenzen hält. Die Modus-Taste ruft ein Menü mit 17 Aufnahmemodi auf. Zu ihnen zählt auch Pentax‘ automatische Szenenauswahl Auto-Picture. Sie analysiert laufend die Aufnahmeumgebung und bestimmt dann die passendste Szenen-Einstellung. Dabei stehen die Modi Standard, Landschaft, Porträt, Nachtporträt, Nacht, Sport und Blume zur Verfügung.

Auf die Auswahl des Auto-Modus ist tatsächlich Verlass. Im Grün-Modus gibt der Benutzer dann jegliche Kontrolle aus der Hand und überlässt endgültig alle Einstellungen der Kamera. Lediglich den Auslöser muss der Fotograf noch drücken. Wer keinen großen Wert darauf legt, an den spärlichen Einstellungen zu drehen, bekommt trotzdem zufriedenstellende Ergebnisse. Außerdem gibt es einen Programm-Modus, in dem der Anwender den Fokusbereich, die ISO-Empfindlichkeit und der Belichtungsausgleich einstellt.

Bedienelemente
Übersichtlich: die Bedienelemente der E60

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