DSLR-Wettstreit: Olympus, Pentax, Sony und Samsung vs. Canon und Nikon

Canon oder Nikon? Für viele gibt es, was digitale Spiegelreflexkameras angeht, kaum Alternativen zu diesen beiden Marken. Gerade im Profi-Sektor gab es bisher nichts vergleichbares. Doch inzwischen bietet auch Sony eine Vollformat-DSLR an, die auf professionelle Fotografen abzielt. Und neben der Reihe von Amateurkameras des japanischen Herstellers bieten auch Olympus, Pentax und Samsung interessante Modelle an. Wir haben uns angesehen, ob Canon und Nikon zu Recht den Markt anführen und ob die Kameras der „Kleinen“ eine Chance haben.

In den letzten drei Wochen haben wir uns die Unterschiede zwischen den verschiedenen Herstellern angesehen und einen Blick darauf geworfen, was die beiden Marktführer, Canon und Nikon, an DSLRs anbieten. Diese Woche sind die „Kleineren“ an der Reihe. Pentax, Olympus und auch Samsung bieten Modelle an, die sich an Einsteiger und anspruchsvolle Amateure richten. Sony wagt derzeit mit der A900 die ersten Schritte im Profisegment.

Welche Ausstattungsmerkmale beim Kauf einer digitalen Spiegelreflexkamera eine Rolle spielen, haben wir bereits ausführlich in unseren Canon– und Nikon-Marktübersichten betrachtet. Darum gehen wir an dieser Stelle nicht näher darauf ein und stürzen uns gleich auf die Knipsen.

Low-Budget-Knipsen für Einsteiger: DSLRs von Sony, Pentax und Olympus zwischen 280 und 445 Euro

Sony

Im Bereich zwischen 280 und 445 Euro tummelt sich ein ganzer Haufen an Einsteiger-DSLRs. Sony bietet hier die DSLR-Bodys A200, A300 und A350 an. Die 10-Megapixel-A200 ist mit 280 Euro das günstigste Modell in unserem Vergleich. Die A300 kostet etwa 70 Euro mehr, ist dafür besser verarbeitet sowie ein wenig schwerer und größer. Außerdem beherrscht sie Live-View und kommt mit einem ausklappbaren Display. Wer schon einmal versucht hat, den Hund unterm Sofa durch einen optischen Sucher zu fotografieren, weiß ein solches Feature zu schätzen.

Die A350 liegt preislich am anderen Ende unserer Anfängerkameras. Die größte Änderung zur A300 stellt der mit 14,2 Megapixeln hochauflösendere Sensor dar. Auf dem Papier sehen die vier zusätzlichen Megapixel nach viel aus – in der Praxis ist der Unterschied marginal. Zudem sind preiswerte Objektive ohnehin nicht gut genug, um die Auflösung auszureizen. Außerdem bedeuten mehr Bildpunkte mehr Daten. Dadurch sinkt die Geschwindigkeit der Kamera. Während die A300 drei Bilder pro Sekunde schafft, kommt die A350 nur noch auf zweieinhalb.

Olympus

Auf dem Markt sind derzeit die günstigen Olympus E-410 und E-510 sowie deren Nachfolger E-420 und E-520 erhältlich. Im Gegensatz zu den anderen Herstellern setzt Olympus auf den Four-Thirds-Standard. Die dabei eingesetzten Live-MOS-Chips sind kleiner als die APS-C-Sensoren der Konkurrenz. Damit erhöht sich der Formatfaktor von 1,5 auf 2. Daraus resultiert eine höhere Brennweite für die eingesetzten Objektive – gut für Zoomliebhaber, schlecht für Weitwinkelfans. Alle vier Modelle haben Live-View an Bord.

Das größte Manko an der 4er-Serie ist der fehlende Bildstabilisator, der gerade bei höheren Brennweiten eine Hilfe ist. Dafür ist sie kleiner als die 5er-Reihe – der Hersteller bewirbt die E-410 und E-420 als die kleinsten DSLRs im Handel.

Die aktuellen Modelle E-420 und E-520 bringen ein besseres Autofokussystem mit und sind etwas schneller als ihre Vorgänger. Anstatt drei nutzen sie elf Punkte zum Fokussieren. Durch Kontrast-Autofokus entfällt ein zeitraubendes Hochklappen des Spiegels beim Scharfstellen. Außerdem sind die Bildschirme von 2,5 auf 2,7 Zoll gewachsen.

Preislich liegen die E-410 und E-420 auf einem Niveau. Die E-510 kostet etwa 40 Euro mehr, die E-520 liegt mit 390 Euro 100 Euro über der 4er-Serie. Die E-510 läuft aus und ist deshalb derzeit sehr günstig im Abverkauf erhältlich.

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