Digitalkameras mit Full-HD-Videofunktion

Kuba, weißer Strand, Palmen, türkisblaues Meer, ein Cuba Libre in der Hand. In 30 Meter Entfernung spielen ein paar braungebrannte Mädels Volleyball. Ganz klar, Fotos von dieser Szenerie eignen sich prima, um Daheimgebliebene neidisch zu machen. Der Hechtsprung einer Strandschönheit sieht allerdings erst in bewegter HD-Auflösung wirklich ansprechend aus.

Ein guter Full-HD-Camcorder wie der Canon HF100 kostet derzeit um die 580 Euro. Dafür gibt es tolle Videoqualität. Mit Fotos sieht es dagegen eher mau aus – das Modell schafft gerade einmal 3,1 Megapixel. Also muss noch eine Kamera für starre Bilder her. Für eine ordentliche Bridgekamera oder eine Einsteiger-DSLR gehen weitere 400 Euro drauf. Da schrumpft das Urlaubsbudget langsam.

Inzwischen gibt es eine Handvoll Modelle, die beides können: tolle Fotos schießen und Videos mit 1920 mal 1080 Pixeln aufzeichnen. Das obere Ende der Skala stellt die Canon 5D Mark II dar. Die digitale Spiegelreflexkamera kostet mit dem Kit-Objektiv 24-105 mm rund 2900 Euro. Am anderen Ende steht die Bridgekamera Powershot SX1 IS, ebenfalls von Canon. Sie ist derzeit für rund 460 Euro im Handel erhältlich. Wir haben uns angesehen, welche Modelle es auf dem Markt gibt, die Videos mit 1920 mal 1080 Pixeln aufzeichnen.

Low-Budget-Bridgekamera

Die Powershot SX1 schlägt nicht die Brücke zwischen Kompakt- und Spiegelreflexkamera, sondern zwischen DSLR und Camcorder. Was die Einstellungsmöglichkeiten betrifft, steht die Bridgekamera einer waschechten DSLR in nichts nach. Sowohl für Fokus als auch für Blende, Belichtungszeit und Empfindlichkeit bietet die SX1 manuelle Konfigurationen. Dazu kommt ein 20-facher optischer Zoom. Mit einer minimalen Brennweite von 28 Millimetern bringt die Kamera Alpenpanoramen in voller Größe aufs Bild – bei 560 Millimetern dagegen rückt das Gipfelkreuz des Matterhorns ganz nah an den Fotografen heran.

Wie die anderen Kameras in unserem Vergleich bannt die SX1 Videos in 1920 mal 1080 Pixeln auf Speicherkarten. Leider verbaut der Hersteller keinen externen Mikrofoneingang. Außerdem nimmt die Knipse Fotos bislang lediglich als JPEG auf. Canon hat ein Firmware-Update angekündigt, das eine Speicherung im RAW-Format erlaubt.

Superflinkes High-Speed-Modell

Ihr entgeht nichts – die Casio Exilim EX-F1 fängt auch die rasantesten Actionszenen zuverlässig ein. Das Spektrum reicht von 1200 niedrig auflösenden Bildern pro Sekunde bis hin zu 60 6-Megapixel-Schüssen pro Sekunde. Dazwischen liegen Full-HD-Aufnahmen mit 1920 mal 1080 Pixeln bei 60 Halbbildern pro Sekunde.

Ihre Geschwindigkeit ist das Hauptverkaufsargument der EX-F1. Kein Wunder, denn ansonsten steht die Knipse eher mittelmäßig da. Der optische Zoom arbeitet sehr langsam, 6 Megapixel Auflösung wirken etwas veraltet. Außerdem ist die Bridgetkamera mit 13,0 mal 12,8 mal 8,0 Zentimetern deutlich sperriger als die meisten Full-HD-Camcorder. Für Action- und Zeitlupenfreaks ist die Kamera ein echter Hit – alle anderen sehen sich besser nach einer Alternative um.

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