Dass es von Apple mal ein Schnäppchen gibt, hätte wohl auch keiner gedacht. Na gut, „Schnäppchen“ im eigentlichen Sinne stimmt auch nicht – aber immerhin gehört der iMac zu den günstigsten All-in-One-Computern mit 24-Zoll-Bilddiagonale. Mit einem 2,66 GHz schnellen Core-2-Duo-Prozessor von Intel kostet er 1399 Euro.

Wie üblich bekommt man natürlich mehr für sein Geld, wenn man einen 24-Zoll-Monitor kauft, einen Mac oder Desktop- oder Tower-PC dazustellt und weitere Komponenten wie Tastatur und Maus kauft. Trotzdem bleibt Apple nicht auf seinen iMacs sitzen – denn schließlich kommt es gelegentlich auch mal auf die Optik an. Und wer die Kabellage scheut, die ein klassischer Computeraufbau nun mal mit sich bringt, ist mit einem All-in-One-Rechner ohnehin bestens bedient.

Design

Die signifikanteste Änderung im Vergleich zum Vorgänger ist die Auflösung der Anzeige. Der 24-Zoll-iMac löst nun 1920 mal 1200 Pixel auf – und kann somit Full-HD-Inhalte (1920 mal 1080) ohne Einschränkungen wiedergeben. Allerdings hat Apple es verpasst, dem neuen iMac ein Blu-ray-Laufwerk mit auf den Weg zu geben – man ist also auf Videos aus anderen Quellen angewiesen.

Ansonsten hat sich zumindest auf den ersten Blick nicht viel getan. Das kühle Industrie-Design hat immer noch viele Fans. Die einzige Änderung auf der Oberfläche bemerkt man auch erst beim zweiten Hinsehen: Auf der Rückseite gibt es nun einen USB-2.0-Port mehr als früher. Und anstelle eines Mini-DVI-Anschlusses sitzt dort nun eine Mini-DisplayPort-Buchse.

Derzeit ist Apple übrigens der einzige Hersteller, der auf diesen Standard setzt. Aktuelle Macbooks, Mac Minis und Mac Pros verfügen über diesen Anschluss – und ebenso die zugehörigen LED-Cinema-Display-Monitore. Letztere kann man natürlich direkt anschließen, und wer einen anderen Monitor benutzen möchte, bekommt für etwa 30 Euro einen Adapter auf VGA oder DVI. Im Standard VESA für Computer-Bildschirme soll der Mini-DisplayPort allerdings künftig enthalten sein – das ist zumindest der Plan. Dann wäre dieser neue Standard auch kein Apple-spezifischer Anschluss mehr.

Deutlich mehr Unterschiede gibt es im Inneren des flachen Komplettrechners. Zwar kennen wir den 2,66 GHz schnellen Prozessor schon von früheren Modellen, aber nun sind – gegen Aufpreis, versteht sich – auch schnellere Varianten mit 2,93 und 3,06 GHz zu haben. Auch bei Festplatte, Grafikkarte und Arbeitsspeicher hat es ein Werkstuning gegeben. 4 GByte RAM und 640 GByte Festplattenspeicher müssen sich vor der Konkurrenz nicht mehr verstecken.

Dennoch gibt es natürlich auch Kritik. Dass sich ausgerechnet der Multitouch-Pionier Apple von HP überholen lassen muss, hätten wir nicht gedacht – HPs TouchSmart-Komplett-PC verfügt schon über eine berührungsempfindliche Anzeige. Wer viel Leistung braucht, würde sich sicherlich über eine Quad-Core-CPU freuen, Multimedia-Fans vermissen das schon angesprochene Blu-ray-Laufwerk, und Sony hat bei seiner LV-Serie fürs Wohnzimmer auch einen HDMI-Eingang angebracht. An den lassen sich beispielsweise ein Full-HD-Camcorder oder eine Spielkonsole anstecken, wenn man mal abschalten möchte.

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