Wer sagt, dass ein Fernseher immer dunkel bleiben muss, wenn gerade nicht die Lieblingsserie läuft oder ein spannender Blockbuster über den Bildschirm rauscht? Sonys zeigt mit seiner EX-Serie, dass das nicht sein muss. Der 40-Zöller Bravia KDL40EX1 fungiert als digitaler Bilderrahmen und macht aus dem Wohnzimmer eine Galerie mit den eigenen Kunstwerken. Dieser Spaß ist ab etwa 1700 Euro zu haben.

Stärken

Obwohl der Bravia KDL40EX1 im Gegensatz zu Sonys ZX1 nicht über eine LED-Hintergrundbeleuchtung verfügt, fällt das Gehäuse dennoch erstaunlich flach aus. Sowohl der 40-Zöller als auch die 52-Zoll-Version sind gerade einmal 4,9 Zentimeter tief. Kein Wunder also, dass Sony ihn auch als „kabellosen Bilderrahmen“ bezeichnet. Und vermutlich macht er sich mit seinem in Weiß und Silber gehaltenen Gehäuse an so mancher Wand hervorragend.

Wie schon der ZX1 verwendet auch der EX1 die Bravia-1080-Wireless-Technologie, um Inhalte vom Media-Receiver drahtlos auf den Fernseher zu übertragen. Sie baut auf der WirelessHD-Spezifikation auf und überträgt Inhalte mittels eines hochfrequenten 60-GHz-Signals vom Receiver auf den Bildschirm. Ganz ohne Kabel kommt das Gerät dennoch nicht aus: Der Netzstecker muss in die Steckdose.

Der EX1 bietet Full-HD-Auflösung mit 1920 mal 1080 Pixeln. Zusätzlich bekommen Käufer die 100-Hz-Version von Motionflow, 24p-Unterstützung sowie den Bilderrahmen-Modus. Von vier eingebauten HDMI-Ports befindet sich einer am Fernseher selbst. Die anderen drei sitzen im Media-Receiver. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenzmodellen verfügt der EX1 über keinen Ethernet-Anschluss. Dafür gibt es aber einen USB-Port, um beispielsweise Bilder anzusehen.

Bei einem ersten Blick auf das Testgerät wirken die Schwarzwerte trotz konventioneller Hintergrundbeleuchtung dank erweitertem Farbraum (WCG-CCFL) wirklich beeindruckend. Das bestätigt sich, wenn wir den ZX1 direkt daneben stellen. Das ist wirklich eine riesige Überraschung. Denn in aller Regel fallen Schwarzwerte bei Geräten mit LED-Hintergrundbeleuchtung, wie eben beim ZX1, deutlich besser aus. Aber beim ZX1 geht es freilich vor allem darum, die Gehäusetiefe durch die Randbeleuchtung so gering wie möglich zu halten. Das scheint ganz eindeutig auf Kosten der Kontrastwerte zu gehen.

Schwächen

Die „Bravia-1080-Wireless“-Technologie unterstützt nur eine 1080i-, aber keine 1080p-Auflösung. Das dürfte alle ärgern, die sich die beste Videoqualität wünschen, die es derzeit gibt. Allerdings ist bei einem Bildschirm dieser Größe kaum ein Unterschied zwischen hochskaliertem 1080i und nativem 1080p zu erkennen. Das hängt immer auch von der Qualität des Sony-Scalers ab. Wer hingegen das Abspielgerät direkt an den Fernseher anschließt, erhält eine einwandfreie 1080p-Auflösung.

Fazit

Sonys Fernseher der EX-Serie sehen attraktiv aus und eignen sich perfekt für eine Wandmontage. Natürlich haben Käufer auch die Möglichkeit, sie wie jeden anderen Fernseher auf einen Standfuß zu setzen. Das grenzt in diesem Fall aber schon an blanken Unsinn. Vielmehr ist es einfach cool, dass es Fernseher gibt, die etwas anders konzipiert sind. Und der Markt für digitale Bilderrahmen bekommt auf diese Weise auch noch ein paar anregende Impulse.

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