Zum ersten Mal hat Dell auf der Consumer Electronics Show im Januar dieses Jahres von seinem 13-Zoll-Notebook Adamo gesprochen. Details und Preisinfos gab es zwei Monate später. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon die Möglichkeit, uns ein Vorserienmodell näher anzusehen. Inzwischen haben wir auch ein Testgerät der finalen Verkaufsversion erhalten und es ausführlich getestet.

Das Adamo öffnet für Dell auf jeden Fall einen komplett neuen Markt – denn die meisten PCs und Notebooks des Herstellers sind anpassbare Massenware für Geschäfts- und Privatkunden.

Design

Dieses Gerät hingegen soll etwas Eigenes sein, etwas Hochwertiges, Edles und Durchgestyltes. Ein Blick auf die derzeitige Wirtschaftslage wirft da natürlich die Frage auf, ob Luxus der richtige Weg ist – vor allem auch in Anbetracht der großen Auswahl extrem günstiger Netbooks, die nicht viel kleiner und nicht viel schwächer ausgestattet sind. Doch allein ein kurzer Blick auf die technischen Daten zeigt den Unterschied. Anstelle der günstigen und leistungsschwachen Atom-Prozessoren setzt Dell hier auf die neuen Ultra-Low-Voltage Core-2-Duo-Prozessoren von Intel.

Doch das kann ja noch nicht alles sein – schließlich gibt es duzende Notebooks mit höherer Leistung zu günstigeren Preisen. Das Adamo ist ein Hingucker und seine größte Stärke das schnörkellose Design. Das zieht sich durch bis hin zu den ansonsten üblichen Windows- und Intel-Aufklebern, die der Hersteller nicht mit billigem Kleber aufbringt. Stattdessen sind die Logos ins Metall auf der Unterseite graviert – unter einer Abdeckung, um nicht zu stören. Dagegen klingen die weiteren High-End-Ausstattungsmerkmale wie ein Chassis aus Alu, eine Tastaturbeleuchtung oder eine Solid-State-Festplatte fast schon langweilig.

Apropos Alu: Wie die aktuellen MacBooks verfügt auch das Adamo über ein Unibody-Alugehäuse. Es ist 16,3 Millimeter hoch und damit – zumindest laut Dell – das dünnste Notebook der Welt. Okay, klar, es ist wirklich dünn. Aber wenn man es neben ein MacBook Air legt, kann man über „dünn“ streiten. Das Macbook Air ist nämlich nicht platt wie das edle Dell-Notebook, sondern abgerundet – und somit an den Rändern dünner, an seiner dicksten Stelle aber etwas höherbauend als das Apple-Gerät. Unterm Strich sind beide extrem flach.

Wer das Adamo anhebt, guckt nicht schlecht: Es wiegt schlicht mehr, als man es vermutet. Mit seinen 1,81 Kilo ist es zwar immer noch kein Knüppel, bei seinen Abmessungen hätten wir es aber eher in der Nähe von Apples MacBook Air vermutet. Das bringt mit 1,36 Kilo ein knappes halbes Kilo weniger auf die Waage – das sind Welten.

Das Dell ist in zwei Farben zu haben – Weiß und Schwarz. Beim Hersteller nennen sich die Farbvarianten „Pearl“ und „Onyx“. Die Rückseite des Displaydeckels ist nur zum Teil mit Alu bedeckt, an den anderen Stellen kommt ein 0,5 Millimeter dickes Inlay aus Glas zum Einsatz – das Material sorgt schlicht für besseren Empfang, denn hinter der Abdeckung befinden sich die Antennen.

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