Bei der Asus Eee Box B206 handelt es sich, simpel ausgedrückt, um ein Netbook ohne Bildschirm. Unter der Haube finden sich quasi die identischen Komponenten wie in einem Eee PC – inklusive Intel-Atom-Prozessor. Vorinstalliert ist eine eigenentwickelte Media-Center-Software – und der einzige Monitoranschluss ist ein HDMI-Port. Damit ist ganz klar: Asus will mit der Eee Box ins Wohnzimmer und den Fernseher mit Videos, Fotos und Musik füttern.

Stärken

Die B206 ist verdammt klein. Im Lieferumfang ist ein Rahmen enthalten, mit der sich die Box gar hinten am Fernseher montieren lässt – die meisten HD-Glotzen verfügen über den Wandhalterungsstandard nach VESA, in den auch die Eee Box passt. Damit wird der Fernseher zu einem stylischen All-in-one-PC à la iMac.

Ganz klar: Die Netbook-Komponenten ermöglichen diesen Formfaktor. Abgesehen vom 1,6 GHz schnellen Atom-Prozessor bietet die Box 160 GByte Festplattenspeicher. Eine dedizierte Grafiklösung von ATI – Radeon HD3470 – unterstützt die CPU bei der Anzeige von Videomaterial.

Trotz seiner geringen Größe ist die B206 hervorragend ausgestattet, wenn es um die Konnektivität geht. Es gibt vier USB-Ports (von denen allerdings einer von der mitgelieferten Infrarotfernbedienung belegt wird), einen HDMI-Port, einen SD-Card-Reader und einen Stereo-Audio-Ausgang. Letzterer fungiert auch als digitaler Audio-Ausgang, wenn der mitgelieferte Adapter zum Einsatz kommt. Darüber hinaus funkt die kleine Kiste WLAN und Bluetooth.

Was für die meisten Netbooks gilt, gilt auch für die Eee Box. Sie ist mit 1 GByte Arbeitsspeicher ausgestattet und kommt mit Windows XP Home statt Vista. Da XP Home standardmäßig nicht über eine TV-kompatible Oberfläche verfügt, installiert Asus ein eigenes Derivat zur Media-Center-Oberfläche: Eee Cinema. Die Software ist mit der mitgelieferten Fernbedienung einfach zu bedienen und gibt Musik, Fotos und Videos über den angeschlossenen Fernseher oder Monitor wieder.

Löblich ist die Kiste auch in Bezug auf ihren Stromverbrauch. Sie saugt lediglich 20 Watt aus der Leitung – und damit deutlich weniger als vollausgestattete Standard-PCs mit Media-Center-Oberfläche.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Asus Eee Box B206: günstiger Media-Center-PC

  • Am 4. April 2009 um 12:27 von Jep

    Nächstes mal vernünftig testen!
    Wenn ein richtige Renderer und ein richtiger Decoder verwendet wird, dürfte auch 1080p kein Problem sein. Offensichtlich hat der Tester die Hardwarebeschleunigung durch die Grafikkarte nicht hinbekommen, was zugegebenermaßen nicht ganz einfach ist. Aber die verbaute Ati kann das, und dann reicht auch der kleine Atom aus…

  • Am 7. April 2009 um 18:24 von MOnsDaR

    Leider schlechter Test
    Im Gegensatz zum Tester habe ich mit meiner B206 keine Probleme, HD-Videos abzuspielen.
    Wie von Jep schon richtig gesagt: Man muss einen Codec verwenden, der die Möglichkeiten der Graka auch nutzt. Denn sonst hat man nichts anderes als eine teure B202.

    Wäre schön, wenn ihr den Test dahingehend noch einmal überarbeiten könntet. Es ist bisher einer der wenigen deutschen Tests und leider schlichtweg falsch von der Aussage her.

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