Die OLEDs kommen: vom Autoradio bis zum Riesenfernseher

Die Samsung-Handy-Highlights vom Mobile World Congress: OmniaHD, Beat.DJ, UltraTouch. Alle diese Geräte sind mit OLED-Displays ausgestattet. Nokia hat mit dem N86 bereits ebenfalls ein Mobiltelefon mit organischem Bildschirm angekündigt. Gerüchten zufolge arbeitet auch Sony Ericsson an einem entsprechenden Modell. Doch das Einsatzgebiet beschränkt sich nicht nur auf Handys: Fernseher, Notebookdisplays, Kameras, Camcorder, digitale Bilderrahmen, MP3-Player, ja sogar Tastaturen und Uhren sind vom OLED-Fieber infiziert.

Als die Technologie noch in den Kinderschuhen steckte, waren die Assoziationen zum Schlagwort OLED andere als heute. Organische Leuchtdioden fanden damals in Mini-Anzeigen von Billig-Autoradios und -MP3-Playern sowie in Zweitdisplays von Handys Verwendung. Wieso kostet aber jetzt ein geradezu winziger 11-Zoll-Fernseher namens XEL-1 von Sony 4300 Euro? Das liegt an der eingesetzten Technologie. Man unterscheidet zwischen PMOLED (Passive Matrix Organic Light Emitting Diode) und AMOLED (Active Matrix OLED). Die Ansteuerung der einzelnen Leuchtelemente auf dem Panel ist bei PMOLED-Displays technisch sehr viel einfacher und damit auch billiger – dafür ist die Größe der Bildschirme auf wenige Zoll beschränkt. Die AMOLED-Technologie dagegen ist aufwändiger und teurer. Allerdings gibt es theoretisch keine Obergrenze der Größe einer Anzeige. Wir haben uns angesehen, ob wir unsere Wände schon mit OLED-Tapete bekleistern können oder ob außer Funzel-Displays in Autoradios noch nichts am Start ist.

Notebooks und Netbooks: Warten auf die neue Technik

Vor allem im Bereich der tragbaren Geräte ergeben OLED-Displays Sinn. Denn sie versprechen nicht nur ein klareres und farbenfroheres Bild, sondern verbrauchen aufgrund der nicht notwendigen Hintergrundbeleuchtung deutlich weniger Energie. Und darüber freut sich schließlich der Nutzer, da er mit einem gleich großen Akku deutlich länger arbeiten kann.

Doch abgesehen von zaghaften Versuchen sieht es im Markt bisher mau aus. Asus hat zwar in der Vergangenheit schon mal mit den organischen Anzeigen experimentiert, doch über kleine Zweitdisplays mit spärlichen 128 mal 32 Pixeln zur Anzeige von Messenger-Meldungen oder Infos in Spielen ging das Projekt nicht hinaus. Dabei handelt es sich um die Notebook-Reihen G1 und G2, die das Unternehmen bereits vor mehr als zwei Jahren vorgestellt hat.

Samsung SDI AMOLED
Dieses Mock-up zeigt, wie flach Note- und Netbooks mit OLED-Anzeige künftig sein könnten. Samsungs SDI AMOLED verfügt über ein organisches 12,1-Zoll-Display.

Nur etwas aktueller ist da eine Studie von Samsung. Vor knapp einem Jahr haben die Koreaner ein Mock-up eines 12,1-Zoll-Notebooks mit AMOLED-Anzeige präsentiert. Das Beispiel zeigt auf, welche Formfaktoren die Technik zulässt: Der auf den Namen SDI AMOLED hörende Prototyp ist samt Display so flach wie kein vergleichbarer Rechner. Trotzdem brauchen sich die technischen Daten nicht zu verstecken: Die Anzeige löst 1280 mal 768 Pixel auf.

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