Der Blu-ray-Player Samsung BD-P3600 unterscheidet sich etwas vom kürzlich getesteten BD-P4610. Er kommt mit einem konventionelleren Design und bietet einige nützliche Extras. Das macht das Gerät trotz seines nicht besonders niedrigen Preises von rund 320 Euro für viele sehr interessant.

Wem der BD-P4610 durch sein außergewöhnliches Design nicht so gut gefällt, der wird sich mit dem BD-P3600 deutlich leichter anfreunden können. Dann bekommt er nicht nur ein Gerät für sein Multimediarack, sondern auch die kürzesten Blu-ray-Ladezeiten aller Modelle auf dem Markt – inklusive Playstation 3.

Design

Während Samsung den BD-P4610 für das Montieren an der Wand entworfen hat, ist der BD-P3600 für das konventionelle Aufstellen gedacht. Allerdings sieht er trotzdem nicht so aus wie die meisten gewöhnlichen Blu-ray-Player. Sein Design mit runden Ecken und glatten Flächen ist einzigartig. Letztere kommen in jenem klavierlackschwarzen Design, das vom seinem Bruder für die Wandmontage bereits bekannt ist.

Der BD-P3600 verfügt über berührungsempfindliche Tasten. Diese reiht der Hersteller vorne rechts auf der Oberseite des Players auf. Obwohl die Tasten leicht zu bedienen sind, führen sie zu nicht unerheblichen Fettablagerungen auf der glänzenden Oberfläche des Players.


Neben den Standard-HDMI-Ausgängen bringt der BD-P3600 auch einen Component-Video-Port für Fans der analogen Übertragung mit. Dank des vorhandenen Netzwerkanschlusses greift der Player auf interaktive Features zu. Besonders lobenswert ist der vorhandene analoge 7.1-Audioausgang.

Auf der Rückseite des Geräts finden Käufer eine Fülle an Ausgängen. Natürlich ist der obligatorische HDMI-Port vorhanden. Zusätzlich verbaut Samsung einen Component-Video– und einen Composite-Video-Ausgang. Auch ein analoger Stereo-Cinch-Audioanschluss fehlt nicht. Zusätzlich gibt es einen optischen S/PDIF-Port für die Übertragung von DTS- und Dolby-Digital-Ton zu einem AV-Receiver. DTS-HD oder Dolby TrueHD ermöglicht er aber nicht. Dafür baut der Hersteller einen analogen 7.1-Ausgang in seinen Player ein.

Zudem bringt der BD-P3600 zwei USB-Ports mit. Der erste sitzt an der Vorderseite des Geräts und ist für das Anschließen von Speichermedien mit Multimediadateien wie MP3s oder Fotos gedacht. Der rückseitige Stecker verbindet den mitgelieferten WLAN-Dongle mit dem Player.

Die Fernbedienung gestaltet Samsung benutzerfreundlich. Sie ist einfach aufgebaut und wirkt stabil. Die Positionierung der Knöpfe finden wir logisch. Auch das Design überzeugt.

Ausstattung

Der BD-P3600 unterstützt das Blu-ray-Profil 2.0. Das heißt, er ist er in der Lage, problemlos auf Extra-Inhalte aus dem Internet zuzugreifen. Besonders lobenswert finden wir, dass der Player dafür sowohl einen Ethernetanschluss als auch einen USB-Dongle für eine WLAN-Verbindung mitbringt. Letzterer ist – im Gegensatz zu vielen anderen Playern dieses Herstellers – im Lieferumfang enthalten.

Das Modell greift aber nicht nur auf das Internet zu, es spielt auch Medien verschiedener Formate von USB-Speichern oder optischen Datenträgern ab. Darunter sind MP3s, JPEG-Fotos und DivX-Videos. Die Auswahl an vorhandenen Codecs ist zwar nicht besonders groß, die verbreitetsten Formate beherrscht der BD-P3600 aber.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Samsung BD-P3600: schnellster Blu-ray-Player

  • Am 22. Februar 2010 um 13:08 von Johannes

    Berichtigung
    im großen und ganzen kann ich diesem test ja zustimmen, was aber auf jeden fall nicht richtig ist, ist die *.mkv unterstützung.

    der player versteht es sehr wohl mkv dateien abzuspielen.

    das einzige was mich total nervt ist die streaming option, da diese viel zu kompliziert ist!

    mfg

  • Am 1. März 2010 um 11:53 von Pascal Poschenrieder

    Re: Berichtigung
    Hallo Johannes,

    vielen Dank für den Hinweis. Als wir das Gerät getestet haben, unterstützte die damals aktuelle Firmware noch keine MKV-Dateien.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Pascal Poschenrieder, CNET.de

  • Am 17. März 2010 um 12:08 von HappyDrummer

    *mkv, *m2ts und *ts
    Hallo an alle BD-P3600-User und an alle, die etwas über das Gerät wissen:

    nach vielen Stunden des Recherchierens habe ich mir besagtes Gerät gekauft und bin bis auf das billige Gehäuse sehr zufrieden. Schade, dass viele Hersteller immer häufiger des billigsten verfügbaren Kunststoff für das Gehäuse verwenden und diesen dann mit Klavierlack versehen, um ein höchst qualitatives Gehäuse zu suggerieren. (*schon mal jemand mit einem Finger leicht von oben drauf gedrückt? Lustig*)

    Wie bereits weiter oben erwähnt, spielt das Gerät mit der neueren FW auch *mkv Dateien ab. Bei mit allerdings nicht alle. Seltsamerweise starten alle Files über 3GB mit dem Ton, doch das Bild bleibt schwarz, nach wenigen Sekunden kommt dann die Meldung "unbekanntes Format" (alle Files unter 3 GB spielte er bisher problemlos und in atemberaubender Qualität ab). In anderen Foren wird aber auch über große Files >6 GB gesprochen. Ich habe, um dem Problem mit den verschiedenen Audiospuren entgegen zu wirken, die Datei neu gemuxt und nur den Video- und den DE-Audio-Stream behalten. Ging dennoch nicht.

    Hat diesbezüglich jemand einen Vorschlag?

    Eine 80 MB große *ts- und eine 3,9 GB große *m2ts-Datei gingen ebenso nicht? Kann das jemand bestätigen, dass *ts und *m2ts nicht laufen?

    Danke im Voraus!

  • Am 17. März 2010 um 18:31 von Pascal Poschenrieder

    Re: *mkv, *m2ts und *ts
    Hallo HappyDrummer,

    beim MKV-Format handelt es sich um ein Container-Format, das verschiedene Codecs enthalten kann. Wird einer der Codecs nicht unterstützt, scheitert die Wiedergabe. Warum die TS- und M2TS-Dateien nicht laufen, kann ich Ihnen leider auch nicht sagen. Vielleicht kann hier ja jemand anderes weiterhelfen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Pascal Poschenrieder, CNET.de

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *