Auch wenn er nahezu ein halbes Kilo wiegt, fühlt sich der HF S100 ziemlich leicht an. Trotzdem, mit Abmessungen von 7,0 mal 6,9 mal 13,6 Zentimetern macht er sich in der Jackentasche schon bemerkbar. Abgesehen von ein paar Ausnahmen ist das Design des Camcorders gleichzeitig ansprechend und absolut praxistauglich. Er liegt ausgezeichnet in der Hand und lässt sich gut bedienen.

Design

Wenn man von vorne auf den HF S100 blickt, fällt zuerst die seltsame Linsenabdeckung auf. Sie erinnert mehr an ein schließendes Auge als an den typischen flachen Verschluss. Leider klappert die Abdeckung, wenn sie geschlossen ist. Nachdem dieses Problem nur im abgeschalteten Zustand auftritt, beeinträchtigt es jedoch zumindest die Ergebnisse des Filmens nicht. Die Videoleuchte befindet sich nicht wie üblich neben der Linse, sondern im Aufklapp-Blitz. Die Stereomikrofone liegen auf der rechten und linken Seite der Optik. Das ermöglicht eine bessere räumliche Differenzierung des aufgezeichneten Tons – Probleme mit stärkeren Windgeräuschen gibt es dennoch nicht. Wem die integrierten Mikrofone nicht ausreichen, der steckt einfach eine externe Version in den Mini-Zubehörschuh auf der Oberseite des Camcorders. Außerdem liegt auf der Griffseite des Gehäuses eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse, um ein weiteres Aufnahmegerät anzustecken. Etwas weiter hinten liegen ein USB-, ein Komponenten- und ein miniHDMI-Anschluss. Leider ist die Griffschlaufe im Weg, wenn man hier etwas anstecken möchte.

Auf der anderen Seite der Optik sitzt ein neues Rädchen, das dem Bedienelement von Sonys Prosumer-Modellen sehr ähnelt, was Design, Optik und Funktion angeht. Dahinter befindet sich ein kleiner Knopf, um das Drehrad zu aktivieren. Die Funktion ist dabei frei programmierbar – Belichtung, Fokus, 70-/100-Prozent-Zebra, Mikrofonlevel und Gain Control Limit (0 bis 18 dB).

Die Fototaste und der Zoomschieber liegen auf der Oberseite des Gehäuses und lassen sich bequem mit dem Zeigefinger bedienen. Direkt dahinter befindet sich ein Modus-Rädchen. Eigentlich sollte hier jedoch ein Sucher sitzen – womit wir beim größten Nachteil des HF S100 wären. Rechts und links vom Drehelement sitzen Netzteilanschluss und 3,5-Millimeter-Kopfhörerbuchse. Eine der beiden Aufnahmetasten befindet sich unter dem Daumen. Links von dem Zoom-Schieber bringt Canon den Ein-Aus-Schalter ein, der mit der rechten Hand nur mit Mühe zu erreichen ist.

Der Großteil der aufnahmerelevanten Bedienelemente sitzt auf dem Rahmen des Displays. Eine Funktionstaste ruft die wichtigsten Einstellungen auf. Neben den gewöhnlichen Punkten wie Weißabgleich, Effekte, Videoqualität, Fotoauflösung und eine Handvoll Szeneprogramme bietet der HF S100 echte Modi für Belichtungs- und Blendenöffnungspriorität. Dabei stehen Verschlusszeiten von 1/8 bis 1/2000 Sekunde und Blenden von F1,8 bis F8 zur Verfügung. Das gibt mehr Möglichkeiten, mit Tiefenschärfe zu arbeiten, als es in dieser Klasse üblicherweise möglich ist.

Die wichtigsten Bedienelemente sitzen auf dem Rahmen, der das Display umgibt.

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