Am Freitag war es endlich so weit: Mit dem Magic stellte Vodafone nach dem G1 das zweite Smartphone mit dem Google-Betriebssystem Android vor. Bis auf die QWERTZ-Tastatur des bei T-Mobile erhältlichen großen Bruders ist das neue HTC-Smartphone nahezu identisch ausgestattet. Es soll noch in dieser Woche in den Vodafone-Shops ab einem Euro zu haben sein – mit Vertrag, versteht sich. Ohne Vertrag verlangt Vodafone 569,90 Euro für den neuen Androiden.

Design

Ah, ein Lichtblick: Im Gegensatz zum G1 scheint das Magic nicht auf den ersten Blick ein Einbruchswerkzeug zu sein. Ihm fehlt die unter dem Display verborgene QWERTZ-Tastatur, und damit ist es deutlich flacher und attraktiver als das Gerät von T-Mobile. Es sieht mehr aus wie ein schlankes Handy als wie ein Ziegelstein. Wie sein Bruder ist er in Weiß und Schwarz erhältlich. In beiden Farben ist der Kunststoff glänzend, zumindest, wenn man das Smartphone aus seiner Verpackung nimmt. Denn binnen kürzester Zeit ist es übersät von Fingerabdrücken und wirkt schmierig und klebrig. Immerhin liegt eine Kunststoffhülle in Lederoptik bei, die das Gerät schützen soll. Sie ist aber eine reine Transporthülle – Bedienen und Telefonieren ist nicht möglich, solange der Magic in ihr steckt.

Am Rand gibt es bei beiden Farbvarianten einen silbergrauen, etwa einen halben Zentimeter dicken Streifen. Er wirkt, als wäre er aus Metall – ein erster kleiner Kratzer, der offensichtlich durch intensiven Kontakt mit einem Schlüssel oder Kleingeld in der Hosentasche entstanden ist, verrät aber: Das ist lackierter Kunststoff. Immerhin: Der Kratzer fällt nicht auf – man muss ihn suchen und sieht ihn nur, wenn man weiß, dass er da ist. In der weißen Ausführung wertet der Streifen das Design des Geräts etwas auf.

Die Rückseite ist völlig glatt. Es gibt lediglich einen in grau gehaltenen Aufdruck „with Google“ sowie die Linse der Kamera, die wie beim aktuellen HTC Touch Diamond 2 in einem Bereich aus geschliffenem Aluminium sitzt. Einen Blitz oder eine Foto-LED gibt es nicht, doch dazu später mehr. Oberhalb der Kamera befindet sich eine dünne Aussparung. Unter ihr sitzt der Lautsprecher des Smartphones.

Das zentrale Element auf der Oberseite ist der 3,2 Zoll große Touchscreen. Er löst 320 mal 480 Pixel auf – das ist zwar kein neuer Rekord, aber ordentlich. Inhalte wirken gestochen scharf, Farben realistisch und auch beim Blickwinkel gibt es nichts zu bemängeln. Wie iPhone und G1 setzt auch das Magic auf einen kapazitiven Touchscreen. Es geht doch, HTC! Dadurch kommt anstelle einer billig wirkenden und empfindlichen Oberfläche aus Kunststoff eine Glasscheibe zum Einsatz. Eine etwas bessere Antireflexionsschicht wäre ihr zwar gut bekommen, doch wenn die Sonne nicht direkt in die Anzeige spiegelt, ist sie auch im Freien problemlos ablesbar.

Neueste Kommentare 

7 Kommentare zu HTC Magic: Android-Smartphone von Vodafone mit Vollausstattung

  • Am 6. Mai 2009 um 14:01 von Hans

    tolles Video … lol
    Hallo mutiger Interviewer!
    Der Dame hätte ich durchaus größere rhetorische Fähigkeiten zugetraut, wie die Optik doch oft blenden kann … lol
    Die Kommentare waren größtenteils schon recht überflüssig.
    Problem ist wohl, dass man technikverliebte Benutzer nicht an jeder Ecke findet.
    Du hast somit nur die träge Masse vor die Kamera bekommen, die sich erst für Geräte interessiert, wenn diese monatelang in der Öffentlichkeit breitgewälzt wurden.

    Mir gefällt das Teil gut und ich werde mir bei Gelegenheit Android-Handys näher ansehen.

    Danke für eure tollen Infos.

    Gruß
    Hans

  • Am 7. Mai 2009 um 18:50 von Daniel Schraeder

    Re: tolles Video … lol
    Hi Hans,

    danke für die Blumen. Ich glaube, Du hast es genau erfasst – aber es ist auch wirklich spannend zu sehen, was die Masse gerade interessiert.

    Das nächste Handy-Interview im Einkaufszentrum ist schon geplant und auf jeden Fall massenkompatibler – versprochen :)

    Beste Grüße
    Daniel Schraeder, CNET.de

  • Am 14. Mai 2009 um 13:46 von Conrad B

    Wieso so teuer?
    Servus,

    kann mir jemand mal erklären, warum das HTC Magic ohne Vertrag über 550 € kostet? Das T-Mobile G1 kostete am Anfang ohne Vertrag unter 400 € und bietet neben den exact gleichen inneren Werte sozusagen obendrauf noch eine mechanische Tastatur.

    Klingt sehr nach künstlich erzeugter Exklusivität.

    Ich habe ich bewußt fürs G1 entschieden, da es eben nicht wie das Iphone über 550 € kostet, sondern nur ein bissl mehr als die Hälfte.

    Zu einem Preis von > 550 € und ohne integriertem Speicher würde ich das Iphone auch vorziehen!

    Leider wird im Bericht nichts über die Videoqualitäten gesagt und die beigelgte Speichergröße nicht erwähnt.

    Gruß

  • Am 10. Juni 2009 um 12:37 von john l.

    Diskrepanz in der Bewertung zum G1
    das G1, welches ich seit einigen wochen besitze, ist laut dem test ja nur in kleinigkeiten unterschiedlich von der ausstattung und bekommt trotzdem statt 8.3 nur 7 punkte? aufgrund der fehlenden tastatur im magic würde ich sogar fast eine niedrigere bewertung geben (nachdem ich schon alle möglichen handies mit onscreen/touch tastatur im gebrauch hatte, war das G1 das erste mit einem guten kompromiss zwischen größe und bedienbarkeit !!!). im übrigen heißt das schnelle internet auf dem magic "HSDPA" und das fehlt mir am G1 schon ein wenig.

    ich bleibe also dabei, das G1 und auch das magic sind sehr gute handies, die sich auch im alltag bewähren, aber die bewertung der beiden geräte liegt zu weit auseinander.

  • Am 10. Juni 2009 um 12:52 von Daniel Schraeder

    Re: Diskrepanz in der Bewertung zum G1
    Hallo John,

    vielen Dank für den Kommentar. In der Tat – die Unterschiede zwischen den Bewertungen der beiden ersten Android-Smartphones sind aus heutiger Sicht gravierend. Allerdings ist der Test des G1 bereits über ein halbes Jahr her (16. Oktober 08, das Magic haben wir Ende April 2009 getestet).

    In der Zwischenzeit gibt es eine neue Version von Android mit neuen Funktionen sowie einen umfangreichen Softwaremarkt, der in die Bewertung des Magic schon eingeflossen ist. Davon konnte das G1 noch nicht profitieren. Darüber hinaus ist das vergleichsweise klobige Design des G1 ein Manko – aber natürlich, über Geschmack lässt sich nicht streiten.

    Da das Magic nicht nur über den Download-Turbo HSDPA (HighSpeed Downlink Packet Access), sondern auch über den Upload-Turbo HSUPA (HighSpeed Uplink Packet Access) verfügt, heißt es kurz HSPA (HighSpeed Packet Access).

    Beste Grüße
    Daniel Schraeder, CNET.de

  • Am 8. März 2010 um 13:25 von Markus Rum

    Bluetooth
    Ich finde es Schade, dass ich meine Klingeltöne, die ich auf meinem alten Handy habe nicht per Bluetooth auf das HTC Magic schicken kann. Genauso kann ich, mit dem HTC Magic keine Klingeltöne an andere Handys verschicken.
    Glück auf
    Markus

  • Am 9. März 2010 um 10:59 von Daniel Schraeder

    Re: Bluetooth
    Hallo Markus,

    zum Übertragen von Dateien gibt es beispielsweise die App "Bluetooth File Transfer" im Market. Das Magic kommt mit allen MP3-Dateien als Klingelton zurecht. Besonders praktisch ist in diesem Zusammenhang auch das Programm Ringdroid, bei dem Sie Musikdateien auf dem Handy schneiden können, um etwa nur den Refrain als Klingelton zu nutzen.

    Beste Grüße
    Daniel Schraeder, CNET.de

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