Mit seiner Wind-Serie hat MSI inzwischen schon ähnlich viele Netbooks auf den Markt gebracht wie Asus mit seinen Eee-PCs. Wie üblich liegen die Unterschiede nur im Detail – hier gibt es eine größere Festplatte, da mehr Flash-Speicher und dort einen stärkeren Akku. Wer überall online sein möchte, dürfte sich derzeit am meisten über das Wind U120H freuen – dieses Netbook entspricht nahezu vollständig dem U120 Luxury Edition. Als Zusatzfeature hat der Hersteller allerdings ein UMTS/HSDPA-Modem verbaut, mit dem der Rechner eine Internet-Verbindung übers Handynetz aufbaut.

Design

Wer das Wind U120H aus seiner Verpackung nimmt, bekommt ein typisches MSI-Netbook in die Hand. Der Gehäusedeckel ist weiß; auf ihm prangt lediglich ein halbdezentes Logo des Herstellers in Dunkelgrau. Die Unterseite und die Innenseite des Displays sind in schwarzem Kunststoff gehalten, die Übergänge fließend. Damit gewinnt man zwar keinen Designpreis, aber kann sich durchaus sehen lassen.

Weniger angenehm finden wir die Tatsache, dass dem Hersteller offensichtlich der Platz für Aufkleber ausgegangen ist. Ansonsten ist nicht zu erklären, warum MSI neben einem großen, silber glänzenden Bapperl unten links, das auf Highlights wie WLAN, HSDPA, Full Webpage Viewing und Big Size Keyboard hinweist, sogar auf dem Display selbst eine Werbebotschaft anbringt. Rechts unterhalb der Tastatur finden sich die obligatorischen Logos von Microsoft Windows, Energy Star, Intel Atom und HSDPA (ein zweites Mal). Und oben rechts auf dem Display (!) – nicht auf dem Rand – prangt ein dreieckiges, durchsichtiges Plastiklogo mit dem Aufdruck Easy Face. Das soll wohl auf die automatische Benutzeranmeldung unter Windows via Gesichtserkennung hinweisen. Doch dazu später mehr – bis dahin ärgern wir uns darüber, dass hässliche Klebereste auf dem Panel bleiben, die sich höchstens mit dem Fingernagel abkratzen lassen. Wer Technik liebt, macht das nicht gerne.

Ansonsten gilt für das U120H: Wer ein Wind kennt, kennt alle. Und das ist beileibe nichts Schlechtes. Oberhalb der Anzeige sitzt die Linse der Webcam, im rechten Rahmen um das Display befindet sich das Mikro – also alles, was für Videotelefonie nötig ist. Eine sinnvolle Ergänzung zu UMTS, schließlich macht die Verbindung zum Handynetz Videotelefonate mit Skype & Co. auch am Baggersee oder im Biergarten möglich.

Die Tastatur ist für ein 10-Zoll-Netbook recht groß ausgefallen – links und rechts vom Tastenfeld gibt es einen nur wenige Millimeter dicken Rand. Das ändert natürlich nichts an der Tatsache, dass einige Tasten extrem klein ausfallen – so ist es vor allem für Zehn-Finger-Tipper nicht leicht, den Bindestrich zu treffen. Schnell erwischt man anstelle des Strichs neben den ebenso schmalen Knöpfen für Punkt und Komma nur die Shift-Taste oder beide gleichzeitig. So sät man dann eine ordentliche Ladung ungewollter Unterstriche über seine Texte. Doch wie gesagt: Für ein 10-Zoll-Netbook tippt es sich ganz gut auf dem Wind, und wer einen Roman schreiben möchte, macht das ohnehin besser an einem „richtigen“ Notebook oder Desktop-PC.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu MSI Wind U120H: Netbook mit UMTS und HSDPA

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *