Spontane Schnappschuss-Meister: die vier schnellsten Kompaktkameras

Die spannendsten Fotos entstehen spontan und ohne große Vorankündigung. Ein Eichhörnchen traut sich auf den Biertisch und stibitzt ein paar Pommes, die Freundin zieht ihre bescheuertsten Grimassen, der Kumpel hat eine Wette verloren und muss Chilipulver schnupfen. Bis hier die große Spiegelreflex- oder Bridgekamera aus der Tasche gekramt sowie eingestellt ist und endlich ausgelöst hat, ist das Spektakulärste längst vorbei. Hier punkten Kompaktkameras: Sie passen einfach so in die Hosentasche. Dafür nerven sie ihre Besitzer regelmäßig mit frustrierenden Auslöseverzögerungen. Aber nicht alle Foto-Winzlinge sind gleich langsam – wir haben uns nach den schnellsten Knipsen umgesehen.

Für geniale Schnappschüsse braucht man keine 24 Megapixel, keinen 500-Euro-Aufsteckblitz, keine unzähligen manuellen Einstellungen und keinen 20-fachen optischen Zoom. Stattdessen ist etwas Glück, Timing und natürlich eine Kamera wichtig. Eine DSLR mitzuschleppen bedeutet allerdings Aufwand, und nicht jeder möchte seine Tasche mit Fotoequipment im Wert von 2000 Euro unter die Bank im Biergarten legen, auf der gerade angetrunkene Leute herumspringen. Eine Kompakte dagegen passt bequem in die Hosen- oder Jackentasche. Zudem lässt sich der Verlust einer 150-Euro-Knipse schon eher verschmerzen.

Allerdings nerven die Winzlinge häufig mit sekundenlangen Auslöseverzögerungen, mieser Serienbildrate und einer Startphase, gegen die sogar Murmeltiere hyperaktiv wirken. Da hilft es auch nichts, wenn die Kamera schnell griffbereit ist. Wir haben uns auf die Suche nach den flottesten Modellen gemacht, die die lustigsten, peinlichsten und spektakulärsten Momente zuverlässig einfangen und zudem auch noch erschwinglich sind.

Kodak Easyshare M1093 IS: 10-Megapixler für HD-Videos

Kodak Easyshare M1093 IS

Pluspunkte: einfache Bedienung, optischer Bildstabilisator, gute Bildqualität, praktischer Vollautomatikmodus

Minuspunkte: Serienbildmodus schießt insgesamt nur drei Fotos, ab ISO 200 deutliche Verschlechterung der Aufnahmen, benötigt lange zum Starten

Die Easyshare M1093 IS sieht wie eine Kompaktkamera aus dem Bilderbuch aus. Das Design ist einfach und übersichtlich: Auf der Oberseite der Kodak sitzen Auslöser sowie Modus-, Blitz- und An/Aus-Taste. Auf der Rückseite befinden sich eine große Zoomwippe, ein Vier-Wege-Pad mit Ok-Taste in der Mitte sowie Löschen-, Wiedergabe-, Menü- und Kodaks Share-Button. An Aufnahmemodi stehen dem Fotografen Programm, Szene, Video und Smart-Capture-Automatik zur Verfügung. Überlässt man der Kamera die Einstellungen, so kümmert sich diese eigenständig um ISO- und Dynamikwerte sowie Gesichtserkennung und Szenenprogramm.

Großzügig verteilt: Die Tasten haben ordentlich Platz auf der Rückseite der kompakten Kodak.

Zwischen zwei Aufnahmen vergehen im Test durchschnittlich 1,2 Sekunden ohne und 1,4 Sekunden mit Blitz – für diese Klasse sehr gute Werte. Mit 0,5 beziehungsweise 1,0 Sekunden bei guten respektive schlechten Lichtverhältnissen geht die Auslöseverzögerung durchaus in Ordnung. Mit zwei Aufnahmen pro Sekunde gibt der Serienbildmodus zwar ordentlich Gas, aber nach drei Fotos ist leider schon Schluss. Außerdem braucht die Kamera recht lange, um zu erwachen: Es dauert 2,8 Sekunden bis das erste Bild im Kasten ist.

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