Das muss man Nokia schon lassen: Die Finnen können Handys bauen. Okay, bei Touchscreen-Modellen sind sie noch nicht vorne mit dabei, aber wer ein soides Handy oder Smartphone für den privaten und beruflichen Einsatz sucht, keine Kompromisse machen möchte und Wert legt auf eine ausgereifte Oberfläche, kommt an Nokia kaum vorbei. Neu im Programm der Nordeuropäer ist das E75 – ein Business-Smartphone mit Vollausstattung.

Design

Hier lassen wir keine Zweifel aufkommen: Die aktuelle E-Serie von Nokia sieht gut aus. Gelegentlich wirken die Handys der Finnen ja etwas altbacken, aber das gilt nicht für das E75. Seine reflektierende Oberfläche, der rostfreie Stahl und das Klavierlack-Finish setzen Kontraste, die einfach gefallen.

Wer das E75 aus seiner Verpackung nimmt, bemerkt sofort das unerwartet hohe Gewicht des Smartphones. Es bringt 139 Gramm auf die Waage – klingt nach nicht viel, aber der Unterschied zu Konkurrenzmodellen ist doch deutlich spürbar. Selbst das iPhone wiegt weniger.

Gesteuert wird das Handy über die Nokia-typischen Vier-Wege-Navigationstasten mit OK-Knopf in der Mitte. Dazu gibt es noch die übliche – wenn auch etwas klein ausgefallene – Telefontastatur mit Zifferntasten von 0 bis 9, Stern, Raute sowie diverse Soft- und Zugriffstasten. Das wahre Highlight des E75 ist allerdings seine ausziehbare QWERTZ-Tastatur.

Das große Tastenfeld ist deutlich praxisgerechter als der kleine Partner mit T9-Texteingabehilfe. Da die Tasten nicht besonders erhaben sind, sind sie nicht immer ideal zu spüren. Doch dieses Manko macht die vergleichsweise große Breite jeder einzelnen Taste wieder wett. Man muss seine Finger aber daran gewöhnen, einen weiteren Weg beim Tippen zurück zu legen, als das bei anderen Smartphones mit kleineren Tasten der Fall ist. Nicht so ganz zum Premium-Anspruch des ansonsten hervorragend verarbeiteten Handys passt der Schiebemechanismus der Tastatur. Die Scharniere und Gelenke klappern und wirken sehr zerbrechlich – selbst, wenn das Handy zusammengeschoben ist.

Das Gerät ist ausgestattet mit einem Nokia-Ladeadapter, mit einer 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse sowie mit einem USB-Port. Dazu gesellt sich noch ein Kartenleser für MicroSD-Speicherkarten. Die Linse der 3,2-Megapixel-Kamera befindet sich samt LED-Fotolicht und Spiegel für Selbstporträts auf der Rückseite des Handys.

Ausstattung

Wer in der Vergangenheit schon mal ein Handy oder Smartphone von Nokia hatte, dürfte mit der Bedienung sofort zurecht kommen. Zum Einsatz kommt das bewährte Symbian-Betriebssystem (S60, Version 3.2), was so aussieht und so funktioniert wie seine Vorgängerversionen. Käufer des E75 dürfen sich über die in dieser Klasse inzwischen übliche Vollausstattung freuen – es gibt UMTS samt Download-Turbo HSDPA, WLAN, GPS und Bluetooth. Geräte mit dieser Ausstattung unterscheiden sich nur noch darin, wie gut die verschiedenen Funktionen über die Software miteinander verknüpft sind.

Nokia muss man an dieser Stelle zu Gute halten, einen wirklich brauchbaren mobilen E-Mail-Client entwickelt zu haben. Das Einrichten von verschiedenen Konten inklusive Microsoft Exchange klappt problemlos. Insgesamt kommt das Gerät mit bis zu zehn E-Mail-Accounts und einem Exchange-Zugang zurecht – inklusive Push-Mail.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Gutes Arbeitstier mit schwachem Akku: Nokia E75

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *