DSLR? Verflucht sperrig! Bridgekamera? Feste Linse, unflexibel! Mit den Modellen Lumix DMC-G1 und DMC-GH1 wagt Panasonic den Spagat. Sie verzichten auf einen Spiegelkasten und sind damit kompakter als Spiegelreflexkameras, bieten aber trotzdem die Flexibilität von Wechselobjektiven. Ein Blick in die technischen Daten sorgt für große Augen: 1080p-Videofunktion, 14-Megapixel-Sensor, Sucher mit 100 Prozent Abdeckung, Kitobjektiv mit 10-fachem optischen Zoom und kontinuierlichem Autofokus. Das sucht man bei Canon, Nikon & Co. vergeblich, jedenfalls für 1500 Euro.

Design

Was das Äußere angeht, sieht die GH1 ihrer kleinen Schwester G1 zum verwechseln ähnlich. Die Kamera wiegt ebenfalls 385 Gramm und ist mit den Abmessungen von 12,4 mal 9,0 mal 4,5 Zentimetern kompakter als die DSLR-Kollegen in dieser Preisklasse. Das Gehäuse besteht aus Metall und ist mit Kunststoff überzogen. Eine Gummibeschichtung am Griff sorgt für einen sicheren Sitz in der Hand. Die meisten Tasten sind so positioniert, dass sie sich auch bei einhändiger Bedienung der Lumix gut erreichen lassen.

Ausstattung

Das Quick Menü gewährt dem Fotografen einen unkomplizierten Zugriff auf die wichtigsten Einstellungen wie Weißabgleich, ISO-Empfindlichkeit, Autofokus-Modus, Belichtungsmessung, intelligente Belichtung, Blitz, Video- und Fotoqualität, Selbstauslöser und Bildstabilisator. Zum Blättern durch die Menüs dient ein Rädchen, das unter dem Zeigefinger der rechten Hand sitzt. Zusätzlich zum Scrollen lässt es sich auch hineindrücken und eröffnet dem Anwender dann weitere Optionen, etwa den Belichtungsausgleich während des Fotografierens. Bei der GH1 fühlt sich das Drehelement sicherer und definierter an als bei der G1. Bei den Tests mit der Vorgängerin wechseln wir durch einen unabsichtlichen Druck auf das Einstellrad häufiger in den falschen Modus.

Wer während dem Anpassen der Einstellungen das Motiv im Blick behalten möchte, verbannt das Menü einfach an die Ränder des Displays. Alternativ zeigt die Kamera das Menü im elektronischen Sucher und das aktuell eingefangene Geschehen weiterhin auf dem Display an. Diese Aufteilung funktioniert allerdings nicht andersherum.

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