Lese-Tipp

Diese 25 erstaunlichen Fun-Facts werden Wissen zu steigern. Vielleicht wusstet ihr so manches schon, aber sicherlich nicht alles. So manche Fakten werden euch richtig überraschen - oder wusstest du, wie eine Seifenblase gefriert? Sieh selbst und teste dein Wissen!

weiterlesen

Symasym: Stereo-Vollverstärker im Eigenbau – 1000 Euro gespart

Nicht nur Gary Oldman wusste wovon er sprach, als er im Bruce-Willis-Film „Das fünfte Element“ sagte: „Wenn du willst, dass etwas erledigt wird, dann mach‘ es selbst“. Während sich der Darsteller des Bösewichts Zorg jedoch auf inkompetente Handlanger bezog, verstehen wir unter diesem Motto Unterhaltungselektronik Marke Eigenbau. Genauer gesagt handelt es sich um einen Stereo-Vollverstärker namens Symasym. Die Schaltung wurde ursprünglich von dem Programmierer Michael Bittner entwickelt. Das Projekt gewann immer mehr an Popularität und fand bis heute zahlreiche Nachbauer.

Kommerzielle Verstärker werden oft unter enormen Preisdruck entwickelt. Bereits vor dem Entwurf des Produkts steht schon der angepeilte Preis fest. Die Qualität der Bauteile leidet unter diesem Preisdruck – selbst bei Verstärkern aus dem höheren Preissegment.

Das Symasym-Projekt schlägt einen ganz anderen Weg ein: An erster Stelle steht eine qualitativ hochwertige Verstärkerschaltung, die aus soliden Komponenten zusammengestellt ist. Die Fertigungstoleranzen der Bauteile sind relativ gering, die meisten zum Einsatz kommenden Widerstände besitzen eine Toleranz von gerade einmal einem Prozent.

Weiterhin wird auf unnötige klangverfremdende Schaltkreise wie DSPs oder einen Equalizer verzichtet. Eine Quellenwahl ist ebenfalls nicht vorgesehen, ließe sich aber mit geringem Aufwand realisieren.

Symasym-Verstärker im Eigenbau
Der Vollverstärker mit Symasym-Logo aus dem Wiki.

Im Vordergrund steht ein puristischer, aber äußerst gut klingender Vollverstärker, der klangtechnisch so manchem kommerziellen Modell das Wasser reichen kann. Selbst mit 2000-Euro-Geräten soll der Symasym mithalten können. Nicht zuletzt spricht natürlich der Spaß für den Eigenbau und die Gewissheit, dass man im Besitz eines einmaligen Geräts sein wird.

Es existiert übrigens ein Wiki-Portal im Netz, das sich dem Symasym-Projekt widmet. Hier finden interessierte Leser detaillierte Bauhinweise und Links zu ratgebenden Foren. Es besteht sogar die Möglichkeit, an Sammelbestellungen für einzelne Komponenten teilzunehmen. Ein Blick in dieses Wiki lohnt sich auf jeden Fall.

Sicherheitshinweis

Beim Bau des Verstärkers werden Bastler mit Netzspannung konfrontiert. Bei unsachgemäßem Umgang oder Konstruktionsfehlern drohen lebensgefährliche Stromschläge. Die Arbeiten erfolgen auf eigene Gefahr. Für eventuelle Schäden oder Verletzungen übernimmt die Redaktion keine Verantwortung. Wer hier lötet, sollte wissen, was er tut.

Neueste Kommentare 

20 Kommentare zu Symasym: Stereo-Vollverstärker im Eigenbau – 1000 Euro gespart

  • Am 29. August 2009 um 09:04 von Alexander Hein

    interesse
    Hallo,

    ich bin wirklich begeistert! Der Nachbau sieht echt gut aus ;-). Wie sieht das denn aus mit den Schaltplänen von der Elektronik? Hätte starkes interesse dran den auch nachzubauen, da ich schon lange auf der suche nach einem solchem Verstärker bin ihn mir aber aus Kostengründen nie leisten konnte. Und ich ja eh mehr selber baue.

    MfG Alexander Hein

    • Am 12. April 2010 um 13:18 von Friedrich Schmidt

      AW: interesse
      Hallo Alexander,

      Schaltpläne sind in unserem Artikel über den SymAsym verlinkt. Ein kleiner Fehler hat sich dort eingeschlichen, aber Nachbauwillige sollten den eh schon bemerkt haben: Sowohl die positive als auch die negative Spannungsversorgung bekommen eine Sicherung und nicht nur eine von beiden.

      Ansonsten lohnt sich noch ein Blick auf das verlinkte Wiki. Dort sind ebenfalls Schaltpläne zu finden und es ist auch ein Forum verlinkt, das Nachbauwilligen kompetente Hilfe zur Verfügung stellt. Ab und zu gibt es dort auch Sammelbestellungen für fertig geätzte Platinen und Ringkerntrafos.

      Mit freundlichen Grüßen

      Friedrich Schmidt

      • Am 29. Juli 2012 um 16:11 von ahne

        gehäuse
        hallo

        kannst du mir bitte eine auskumpft ueber das verbaute gehäue zukommenlassen masse , ich nehme an das es sich hir um das Profillanggehäuse handelt.

        mfg ahne

      • Am 18. Mai 2016 um 10:03 von K-H Hesse

        Hallo,
        habe Deinen Baubericht mit Spannung gelesen. Nun eine Frage, Du hast die Beiden Leistungstransistoren mit Toshiba getauscht. Ist der Bauplan und die Teileliste
        hier verbessert,

  • Am 4. April 2010 um 12:24 von corvintaurus

    Ruhestrom
    Also, wenn du mit den
    "An den Spitzen der schmalen, weißen Bauelemente wird bei der Ruhestromeinstellung die Spannung abgegriffen."

    Die Lastwiederstände meinst, würde ich mich mal mit der Materie näher befassen. Auch als Gelegenheitsbastler würde das helfen.

    Schau mal auf http://www.corvintaurus.de dort habe ich auch mal einen Verstärker 2 x40W oder so komplett diskret aufgebaut mit zwei RKT und so. Sieht gut aus! Unter projekte schauen.

    Trotz allem, gute Arbeit. Wie klingt das Teil denn?
    Gruß Alex

    • Am 12. April 2010 um 13:13 von Friedrich Schmidt

      AW: Ruhestrom
      Hallo Alex,

      es sind in der Tat die Lastwiderstände gemeint. Gemessen wird jeweils an den langen Drähten, die zurück zur Platine gehen.

      Was den Klang anbelangt: Im Direktvergleich mit einem Heimkino-Receiver liegt der SymAsym subjektiv deutlich vorne, selbst bei ausgeschaltetem DSP. Verglichen mit einem Gainclone klingt er auch weniger angestrengt. In der von uns vorgestellten Version wurden Leistungstransistoren von Toshiba verwendet. Im Vergleich zur Original-Schaltung, die im verlinkten Wiki zu sehen ist, sind da einige Anpassungen notwendig (ebenfalls im Wiki zu lesen)

      Die Toshiba-Transistoren verleihen dem SymAsym einen warmen Klang. Dies ist mit einem gewissen subjektiven Auflösungsverlust in den Höhen verbunden, dafür klingt er aber sehr musikalisch und „laid back“. Dies hängt mit der Empfindung von ganzzahligen Obertönen zusammen. Wenn der Sound analytischer sein soll, sind die im Wiki angegebenen Transistoren von OnSemi zu empfehlen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Friedrich Schmidt

  • Am 18. Juni 2010 um 17:42 von Marcus M.

    Wärme?
    Das sieht ja alles recht ordentlich aus, nur wie soll denn die Wärme aus dem Gehäuse raus???

    • Am 21. Juni 2010 um 16:21 von Pascal Poschenrieder

      AW: Wärme?
      Hallo Marcus,

      das Gerät wird kaum warm. Für die vorhandene Abwärme genügt das wärmeleitfähige Metallgehäuse.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Pascal Poschenrieder, CNET.de

  • Am 2. September 2010 um 12:24 von el Nino

    Frage zum Verstärker
    Hallo,
    wollte mal fragen ob ma den Verstärker auch als Mono-Verstärker für Subwoofer nutzen kann und ob ich einen Bass mit 4Ohm anschließen kann?

    MfG el Nino

  • Am 7. März 2011 um 21:57 von stumpi_8

    Interesse2.0
    Hallo
    hat von euch jemand das Projekt verwirklicht?
    Mich würde interessieren was ihr für die Bauteile ohne Gehäuse investiert habt?
    Gruß Stumpi

    • Am 18. November 2011 um 15:16 von Antwort 2.0

      AW: Interesse2.0
      Guten Tag,
      pro Kanal mit KK und Trafo ~100€.
      Hepos + Symasym ist das "Maß der Dinge" und kann durchaus mit sehr teuren kommerziellen Geräten mithalten.
      Auf der klangBilder Hifi Messe Wien fand ich einige ~10k€ Anlagen durchaus vergleichbar. Jedenfalls muss sich dieses Konzept nicht verstecken!
      Momentan werden alle PCBs (LSQRv3, Symasym & Hepos) als Sammelbestellung in einschlägigen Foren angeboten. Zuschlagen 😉
      Grüße

  • Am 20. Dezember 2011 um 19:31 von Lennart

    Bauteil-Änderungen
    Hallo zusammen,

    ich habe den Symasym nach eurem Layout erfolgreich nachgebaut, allerdings mit den MJL Transistoren.

    Nun möchte ich zwei weitere Blöcke mit den Toshiba Transistoren bauen. Dazu hab ich noch ein paar Fragen. Gegenüber den Angaben von Pavel Macura habt ihr noch ein paar Sachen verändert:
    -er nennt einen Ruhestrom von 150mA, wieso sind es bei euch nur ca. 80?
    -Er verzichtet auf den 10Ohm Widerstand+Induktivität im Ausgang. Wieso habt ihr diesen verwendet?
    -Er nutzt für C14 3.3pF, ihr 2.7. Wie ergibt sich dieser Unterschied?

    Ich bedanke mich für eure Hilfe!

    lg Lennart

  • Am 30. Juli 2013 um 23:24 von B. S.

    Hallo,
    gibt es irgendwo einen Schaltplan für die Einschaltstrombegrenzung, welche genau für diesen Verstärker zugeschnitten ist?

  • Am 1. August 2013 um 14:41 von Michael

    Hallo,
    stehe im Moment auf dem Schlauch wie ich den Poti für die Lautstärkeregelung verbauen soll. Komme mit der Beschreibung nicht zurecht. Könnte man einen kleinen Schaltplan oder Skizze reinsetzen?!?

  • Am 23. April 2014 um 00:51 von Herr Grau

    Moin,
    euer Lochrasterplan ist leider offenbar offline.
    Könnt ihr den wieder einbinden? Danke.

  • Am 31. Mai 2014 um 15:34 von Cle

    Meint ihr ein Trafo aus einem alten Loewe SV 3490 reicht für einen Symasym Stereo Verstärker aus? Leider sind mir keine Leistungswerte dieses Trafos bekannt.

  • Am 8. Juli 2015 um 01:01 von Mik

    Leider sind die Schaltpläne offline.
    Wäre es möglich sie wieder online zu stellen?

    • Am 20. August 2015 um 11:39 von Peter Vollenweider

      Suche die Schaltpläne

  • Am 27. Oktober 2015 um 08:19 von Dominik

    Hallo,
    könnte man die Schaltpläne wieder hochladen?

  • Am 10. Dezember 2015 um 23:02 von Lukas

    Schaltpläne fehlen leider

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *