Das N110 ist der Nachfolger vom NC10 – einem soliden Netbook, das uns bei seiner Einführung aufgrund des attraktiven Designs und der vergleichsweise langen Akkulaufzeit überzeugt hat. Dem soll das N110 noch eins oben drauf setzen – im schlanken Gehäuse findet nun ein Sechs-Zellen-Akku Platz, und einer der Kritikpunkte des Vorgängers, das kleine Touchpad, ist nun auch aus der Welt geschafft. Unabhängig davon ist es so ausgestattet wie die meisten seiner Konkurrenten, dafür aber relativ teuer.

Design

Das N110 ist nicht besonders auffällig. Es ist weder pink noch in Riffelblechoptik gehalten noch blinkt es bunt. Das Innere ist von mattschwarz dominiert, lediglich ein kastanienbrauner Streifen sorgt für Kontraste. Der Displaydeckel hingegen ist mit glänzendem Schwarz lackiert. Leider gehört die äußere Farbgebung zu der Sorte, die Fingerabdrücke, Schlieren und Dreck magisch anzieht. Zwar ist das N110 nicht ganz so dünn wie beispielsweise HPs Mini 1000, aber die Entwickler haben eine Meisterleistung hingelegt – schließlich verfügt das Netbook über einen 6-Zellen-Akku, der nicht wie eine Abschussrampe unten aus dem Gehäuse hervorsteht.

Die Tastatur folgt eher dem klassischen Stil mit nach oben zulaufenden Tasten. In letzter Zeit bewegen sich mehr und mehr Notebookhersteller in die Richtung der flachen, separierten Tasten im Stil der MacBooks – dazu gehören Dell, HP und Asus. Unabhängig davon gefällt das Tastenfeld. Die einzelnen Buchstaben sind groß und gut zu erreichen und vor allem die große rechte Shift-Taste verdient ein Lob – denn die leidet bei vielen Netbooks unter mangelndem Platz. Das Touchpad des N110 ist ebenfalls größer als das des NC10 und funktioniert hervorragend. Es verfügt sogar über eine Scrollleiste am Rand.

Ausstattung

Das 10,1 Zoll große Display stellt wie im Konkurrenzumfeld üblich 1024 mal 600 Pixel dar. Das reicht zum Absurfen der meisten Webseiten problemlos aus, aber lange Seiten oder Word-Dokumente mit Romanumfang verlangen nach schieren Scroll-Orgien und sorgen somit für Frust. Leider hat Samsung darüber hinaus beim N110 nicht mehr die matte Displayoberfläche verbaut, die beim Vorgänger zum Einsatz kam. Stattdessen gibt es nun auch hier eine spiegelnde Scheibe. Das ist zwar im Marktumfeld der Consumer-Notebooks und -Netbooks üblich, stört uns aber trotzdem. Zwar mögen die glänzenden Anzeigen bessere Farben präsentieren, aber das Arbeiten mit der Sonne im Rücken ist im Biergarten ein Ding der Unmöglichkeit.

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