Ein MacBook Air für Arme – oder ein Netbook für Reiche. Egal, wie man es nennt, hauptsache, man spricht darüber – denn das hat das X340 definitiv verdient. Dabei handelt es sich um ein superflaches, extrem leichtes Notebook für alle, denen ein einfaches Netbook zu klein und ein edles MacBook Air zu teuer ist.

Design

Nach dem wir das X340 aus seiner schwarzen Pappschachtel genommen haben, gönnen wir uns erst einmal ein paar Minuten für ausführliche Blicke von außen. Das Notebook sieht echt hervorragend aus, so gut, dass uns das Wasser im Mund zusammen läuft. Das ist sicherlich auch ein Verdienst der MSI-Designer, aber nicht nur. Denn das Notebook erinnert schon sehr stark an die Optik des MacBook Air.

Passend dazu ist es so schlank, dass selbst Kate Moss neidisch wird. An seiner dicksten Stelle misst das Gerät 19,8 mm, an seiner dünnsten Stelle ist es knapp 6 mm hoch. Das ist nicht weit weg von den Abmessungen des flachen MacBooks – 19,4 zu 4 mm. Dass das MSI-Notebook etwas dicker ist, fällt nicht auf. Der Hersteller nutzt den gleichen Trick wie Apple, um die wahren Abmessungen optisch zu verschleiern – denn das Gehäuse verjüngt sich an den Rändern.

Allerdings fehlt dem MSI die edle Hülle aus Aluminium, die die Komponenten des MacBooks einfasst. Stattdessen setzt der asiatische Hersteller auf schnöden Kunststoff. Dadurch ist das X340 nicht so sexy wie das Air, wiegt dafür aber etwas weniger. 60 Gramm, um genau zu sein – den Unterschied bemerkt man nur auf der Waage. Positiv fällt auf, dass MSI die geringfügig größeren Abmessungen und das leicht höhere Gewicht sinnvoll einsetzt. Im Gegensatz zum Air gibt es beim MSI einen HDMI-Ausgang, zwei USB-Ports und eine Netzwerkschnittstelle. Das ist – zumindest uns – mehr Wert als die Werbeaussage, dass das Notebook in einen Hauspostumschlag passt.

Doch es gibt auch etwas zu bemängeln – an erster Stelle sei hier die Tastatur genannt. Sie fühlt sich wabbelig-weich an, klingt beim Tippen billig und sie sieht nicht besonders hochwertig aus. In der obersten Reihe sind die Tasten schief wie ein ungepflegtes Gebiss und beim Drücken eines Buchstabens in der unteren Reihe wackeln selbst die Zahlen in der oberen Reihe noch mit. Wir gehen zwar nicht davon aus, dass die ersten Tasten schon nach ein paar Wochen abbrechen – aber wundern würde es uns auch nicht.

Im Übrigen überzeugt auch das Touchpad nicht. Es ist zwar optisch schön ohne störende Trennlinien unter dem Tastenfeld im Gehäuse eingelassen, aber die berührungsempfindlichen Flächen sind trotzdem nicht klar definiert – am Rand reagiert es nicht auf den Finger. Außerdem gibt es weder dedizierte Scrollbereiche noch die Unterstützung von Multitouchgesten – beides ist nicht mehr zeitgemäß.

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