Es ist fast drei Jahre her, dass Al Gore in seinem Film „Eine unbequeme Wahrheit“ vor Umweltkatastrophen aufgrund von zu hohem Energieverbrauch gewarnt hat. Seit dem schreit ein Großteil der Bevölkerung nach mehr Umweltschutz. Nun scheint die Warnung endlich auch bei den Herstellern von Heimkinoprodukten angekommen zu sein. So baut Sony mit seinem Sony Bravia KDL-40WE5 eigenen Angaben zufolge einen besonders umweltfreundlichen und sparsamen LCD-TV mit Full-HD-Auflösung. Wir haben getestet, ob der Fernseher das Äquivalent zum Toyota Prius ist – umweltverträglich, aber leistungsschwach -, oder ob es sich doch eher um den Tesla Roadster fürs Wohnzimmer handelt.

Design

Obwohl der KDL-40WE5 in Sachen Preis mit den Top-LCD-Geräten mithält, ist sein Design eher durchschnittlich. Sein zweifarbiges Gehäuse wirkt etwas retro. Von den seit 2005 erschienenen Bravia-TVs sieht dieses Modell am wenigsten nach Sony aus. Wer allerdings genau hinsieht, erkennt einige der Bravia-typischen Elemente. Beispielsweise ist der typische durchsichtige Glasstreifen mittig zwischen dem unteren Displayrand und der darunter angebrachten Lautsprecherleiste vorhanden.


Obwohl der KDL-40WE5 mit den anderen Bravia-Fernsehern auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam hat, finden sich doch einige Sony-typische Designelemente wie der durchsichtige Streifen zwischen Display und Lautsprecherleiste.

Die Fernbedienung sieht genauso aus wie alle Sony-Fernbedienungen. Sie ist übersichtlich aufgebaut, dennoch ist die Bedienung nicht sonderlich benutzerfreundlich. Wer beispielsweise die Bildeinstellungen ändern möchte, findet dafür keine Taste. Stattdessen gelangen Anwender durch Drücken des Home-Knopfes und das XMB-Menü umständlich zum Punkt Bild.

Ausstattung

Seit Sony seine LCD-TV-Reihe Bravia auf den Markt gebracht hat, ist der Hersteller bei der Entwicklung von Hintergrundbeleuchtungstechnologien ganz vorne mit dabei. Er war 2004 der erste mit einem Gerät mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Zudem entwickelte Sony die Wide Colour Garmut CCFL (Kaltkathodenröhre mit besonders großem Farbraum). Den KDL-40WE5 stattet Sony nun wieder als erster mit einer völlig neuen Beleuchtungsmethode, den Heißkathodenröhren, aus. Diese Lampen bieten laut Hersteller einen um 40 Prozent geringeren Energieverbrauch und sind kaum dicker als Kaltkathodenröhren: Sie haben in etwa die Dicke eines Bleistifts.

Diese neue Hintergrundbeleuchtung ist die Basis des geringen Energieverbrauchs des Fernsehers. Allerdings setzt Sony auch noch auf einige andere Tricks, die den Stromkonsum des HD-TVs um insgesamt 50 Prozent senken sollen. Unter anderem integriert der Hersteller unten mittig in der Front des Gehäuses einen Anwesenheitssensor. Er erkennt, wenn der Zuseher den Raum verlässt und schaltet daraufhin das Display aus. Rein technisch handelt es sich um einen einfachen Bewegungsmelder. Das Intervall zwischen erkannten Bewegungen ist auf bis zu 60 Minuten einstellbar. Nach der eingestellten Zeit schaltet der Bildschirm ab. Wer diese Funktion nicht nutzen möchte, deaktiviert sie über das Menü.

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