Spielemesse E3: Controller-Revolutionen bei Nintendo, Microsoft und Sony

Die E3 steht – jedenfalls was die Hardware angeht – ganz im Zeichen neuartiger Eingabegeräte. Microsoft enthüllt endlich Project Natal, ein Bedienkonzept, um das sich seit geraumer Zeit Gerüchte ranken. Nintendo demonstriert, was mit dem Wiimote-Add-on Wii Motion Plus möglich ist. Und Sony zeigt der Weltöffentlichkeit erstmals einen Wiimote-ähnlichen Controller, der zukünftige Playstation-Spiele revolutionieren soll.

E3 steht für Electronic Entertainment Expo. Die Spielemesse findet dieses Jahr vom 2. bis 4. Juni in Los Angeles statt. Die Pressekonferenzen des Konsolengiganten-Trios Microsoft, Sony und Nintendo sind inzwischen vorbei. Was bleibt, ist die Vorfreude auf ein komplett neues Spielerlebnis. Unsere Kollegen von CNET.com und Gamespot.com waren vor Ort und haben einen Einblick in die spektakulärsten Neuerungen gewonnen.

Highlights von Microsoft

Die Nintendo Wii lässt seit ihrem Erscheinen vor zwei Jahren Couch Potatoes tanzen – mit gigantischem Erfolg. Die Konsole ist die einzige des Trios Xbox 360, Playstation 3 und Wii, die ihrem Schöpfer Gewinne einfährt. Doch jetzt schlägt der Software-Riese aus Redmond mit einem „Controller“ zurück, der der Konkurrenz aus Japan das Fürchten lehren soll.

Project Natal

„Es geht nicht darum, das Rad neu zu erfinden, sondern darum, gar kein Rad mehr zu benötigen.“ Im Gegensatz zu Sony und Nintendo wirbt Microsoft damit, dass der Gamer ohne Controller auskommt. Stattdessen spielen sowohl der eigene Körper als auch die Stimme die Hauptrollen. Die auf der Microsoft-Pressekonferenz vorgeführten Videos zeigen einen bunte Mix aus Autorenn- und Sportspielen, Chats sowie eine Navigation mittels Gesten und Sprache.

Diese Kombination aus Kameras und 3D-Mikrofon erkennt mehrere Spieler gleichzeitig und hält sie auseinander.

Eine der auf der Bühne demonstrierten Anwendungen ist Ricochet. Dabei handelt es sich um eine Art 3D-Breakout, bei dem die Kugeln auf den Spieler zugeschossen kommen. Mit seinem Körper feuert er die Bälle zurück und zerstört so Spielsteine am anderen Ende des virtuellen Raums. Je nach Bewegung und Körperteil prallen die Kugeln lediglich ab oder schießen mit ordentlich Karacho durch die Gegend.

In Paint Party werfen Hobby-Künstler eimerweise Farbe auf eine Leinwand. Je nach Geste – ob mit feinen Bewegungen aus dem Handgelenk oder einem beidhändigen Schaufeln – verteilt der Spieler unterschiedliche Mengen Anstrich auf dem Bild. Auch die Richtung der Bewegung spielt eine Rolle. Die Auswahl der Farbe trifft man ganz einfach mit der Stimme. Schattenspieler kommen bei Paint Party besonders auf ihre Kosten. In einem bestimmten Modus übernimmt das Malprogramm die aktuell dargestellte Siluette in das Gemälde.

Zum Schluss zeigt Microsoft noch einen Trailer von einem kleinen Jungen namens Milo. Der Knirps befindet sich in einer märchenhaften Landschaft und interagiert – jedenfalls in dem Trailer – mit dem Spieler auf eine beinahe erschreckend natürliche Art und Weise. Die Unterhaltung klingt sehr flüssig und gar nicht so, wie man es von diversen Eliza-Clones kennt. Milo möchte in der Demonstration fischen gehen. Die Kamera geht langsam ans Ufer, der Spieler scheint sich über den See zu beugen und sieht dort sein eigenes Spiegelbild, das die Kamera in Echtzeit in die Wasseroberfläche hineinrendert. Das Ganze hat etwas von einem modernen Tamagotshi.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Spielemesse E3: Controller-Revolutionen bei Nintendo, Microsoft und Sony

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *