Dafür, dass JVC sich lange Zeit voller Stolz als „Erfinder von VHS“ betitelt hat, hat der Hersteller den Absprung von dem gestorbenen Format erstaunlich schnell geschafft. Der Wechsel von Band zu Festplatten als Medium ist inzwischen komplett vollzogen. Mit dem Everio GZ-X900 macht sich JVC jetzt auch im Lager der SD-Speicherkarten-Camcorder breit. Doch das stellt bei Weitem nicht die einzige Innovation dar.

Stärken

Beim Bildstabilisator beispielsweise setzt JVC auf ein außergewöhnliches Konzept. Er sitzt nicht wie gewöhnlich hinter, sondern vor der Linse. Beim Schwenken mit dem Camcorder kann man dem Verwacklungsschutz bei der Arbeit zusehen. Der Gedanke dahinter ist, dass das System unabhängig von der aktuellen Brennweite seinen Job erledigt – und das macht es tatsächlich außergewöhnlich gut.

Ein weiteres spannendes Ausstattungsmerkmal ist der Hochgeschwindigkeitsmodus. Es gibt drei verschiedene Bildraten – 100, 250 und 500 fps -, die für eine zwei-, fünf- oder zehnfache Zeitlupe sorgen. Leider geht das hohe Tempo auf Kosten der Auflösung. Sie reduziert sich auf 480 mal 270, 480 mal 116 beziehungsweise 640 mal 72 Pixel. Außerdem ist die maximale Aufnahmedauer eingeschränkt – bei Vollgas ist bereits nach 2,8 Sekunden Schluss.


JVC bringt die Zeitlupenfunktion auf dem Modusrädchen auf der Rückseite des Camcorders unter: H1, H2 und H3 stehen für die drei unterschiedlichen Aufnahmegeschwindigkeiten.

Bei normalem Tempo (50 Halbbilder/s) und maximaler Auflösung (1080i) sowie Qualität (24 MBit/s) sehen die Videos ausgezeichnet aus. Die Farben wirken realitätsgetreu, tief und lebendig. Details erhält der GZ-X900 sehr gut, und auch Ecken und Ränder machen einen sauberen Eindruck.

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