Ordnung für das Fernseher-Chaos: die besten HD-TVs in drei Preiskategorien

Der Preisvergleichsdienst Idealo führt rund 1800 Fernseher. Bei Elektronikmärkten ist die Auswahl zwar schon geringer, Übersicht kommt dennoch nicht auf. Wir haben das beste Gerät und den Preisleistungssieger in drei Kategorien herausgesucht und erklären, warum Käufer mit diesen Modellen glücklich werden.

Wer zu Mediamarkt oder Saturn geht, um einen neuen Fernseher zu kaufen, findet ein riesiges Angebot an Modellen von verschiedensten Hersteller und zu unterschiedlichsten Preisen. Da gibt es 50-Zöller für das Geld eines 32 Zoll großen Modells. HD-Ready sind ja glücklicherweise fast alle modernen Geräte, doch was bringt Käufern Full-HD? Hinzu kommen riesige Differenzen bei Kontrastwerten, Bildwiederholraten, Spezialfeatures und vielen weiteren Ausstattungsmerkmalen, die einfach nur verwirren. Außerdem gibt es zum nahezu gleichen Preis LCD-, LED– und Plasma-Fernseher.

Wer sich dann von einem Verkäufer beraten lässt, bekommt die merkwürdigsten Aussagen zu hören. Letztendlich läuft es häufig darauf hinaus, dass Käufer an der Kasse das Modell bezahlen, an dem der Elektronikmarkt derzeit am meisten verdient. Für einen Laien ist es nahezu unmöglich, wirklich den besten Fernseher auszuwählen. Da helfen auch die aufgestellten Testmuster nichts – sie sind meist so gewählt und eingestellt, dass das Bild auf jedem Fernseher gleich gut wirkt.

Auswahlkriterien

Obwohl wir jeden Tag neue Fernseher auf Herz und Nieren testen, ist es auch für uns nicht einfach, aus dem riesigen Angebot die besten Geräte herauszufiltern. Um die Sieger der drei Preiskategorien zu ermitteln, halten wir uns an bestimmte Auswahlkriterien.

Bildqualität

Glücklicherweise haben wir oder unsere amerikanischen, britischen, australischen und asiatischen Kollegen die meisten HD-TVs bereits auf im Testlabor gehabt. Dadurch fällt es uns deutlich leichter, aus dem Angaben-Wirrwarr von Kontrastwerten, Helligkeiten, maximalen Blickwinkeln und Bildwiederholraten unsere eigenen Schlüsse zu ziehen. Schließlich haben wir die Geräte ja bereits in unserer Testumgebung auf ihre Bildqualität hin überprüft. Aber dennoch gibt es bestimmte Voraussetzungen, die alle Modelle erfüllen sollten.


Obwohl der LG-Fernseher 42PQ6000 kein Full-HD auflöst, ist er zu empfehlen. Er eignet sich besonders für Käufer ohne Blu-ray-Player.

Beim Bildformat sollten die Fernseher das übliche Breitbildformat 16:9 nativ auflösen. Dadurch kommt es bei Filmen nicht zu schwarzen Balken. Ausgenommen sind einige Blu-rays im 21:9-Format. Allerdings ist das eher die Minderheit. In Sachen Auflösung ist die Auswahl eigentlich einfach: Ein HD-Fernseher sollte die Full-HD-Auflösung mit 1920 mal 1080 Bildpunkten beherrschen. Dennoch bietet das günstigste Modell nur 1024 mal 768 Pixel. Das wir es dennoch als Preisleistungssieger in der günstigsten Kategorie auserkoren haben, hat drei Gründe. Erstens ist das Gerät durch die geringere Auflösung seines recht großen Panels sehr günstig. Zweitens haben die meisten Zuseher ohnehin noch überwiegend DVDs zu Hause, für die die Auflösung völlig ausreicht. Drittens senden die deutschen Fernsehanstalten ihr TV-Programm – bis auf wenige meist kostenpflichtige Ausnahmen – noch mindestens bis 2012 in PAL-Auflösung. Sie bietet die gleiche Anzahl an Bildpunkten wie eine DVD.

Farbauflösung, Helligkeit, Kontrast und maximaler Blickwinkel sind in den letzten Jahren zu einem Marketingfaktor verkommen. Dadurch ist auf die vom Hersteller angegebenen Werte relativ wenig Verlass. Aus diesem Grund setzen wir bei diesen Punkten auf unsere eigenen Testergebnisse.

Anders sieht es mit der Bildwiederholrate aus. Ein Fernseher mit 100 Hz berechnet Zwischenbilder, wodurch er DVD- und Blu-ray-Filme ruckelfreier und mit weniger Bewegungsunschärfen sowie einer höheren Bewegungsauflösung darstellt. Aus diesem Grund ist eine 100-Hz-Wiederholrate bei unserer Auswahl Plicht.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Ordnung für das Fernseher-Chaos: die besten HD-TVs in drei Preiskategorien

  • Am 15. Juni 2009 um 20:54 von Volker Pampel

    Ihr Beitrag: Ordnung für das Fernsehchaos
    Hallo,
    nette Zusammenstellung, aber leider fehlen die nicht minder schlechteren Platzierten. Vergleiche mit Farbdarstellungen der verbauten Paneele erfordern doch etwas mehr Erklärungsbedarf. Sony verbaut in seinen neuen Energiesparern wieder das bewährte 8- Bit- Paneel, mit der Begründung, daß es derzeit kein Medium (auch Blue- Ray nicht!) gibt, das 10- Bit oder mehr Farben darstellen kann.
    Trotzdem gute Info.

  • Am 20. Juni 2010 um 14:53 von Gert Bode

    Oberflächlich
    Dieser Artikel hilft nicht viel weiter, denn er liest sich wie die Werbeheftchen der Hersteller, vor allem auch weil man sich immer wieder auf Herstellerangaben bezieht. Dabei wurde noch am Anfang des Artikels kritisiert, dass diese Angaben zu Marketingfaktoren verkommen sind. Die Tabelle am Ende fasst ebenfalls nur Herstellerangaben zusammen.

    • Am 21. Juni 2010 um 17:48 von Pascal Poschenrieder

      AW: Oberflächlich
      Hallo Gert,

      der Artikel sollte als Zusammenfassung dienen und Informationen zu den Fernsehern liefern, die wir auf Leseranfragen hin häufig empfehlen. Die Tabelle dient auch hauptsächlich der Klärung von Leserfragen.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Pascal Poschenrieder, CNET.de

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