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HP Mini 110

Testbericht

Hersteller: Hewlett Packard Listenpreis: steht noch nicht fest Fazit:

Das HP Mini 110 gehört zu den guten, günstigen Netbooks am Markt. Vieltipper freuen sich über die großzügig bemessene Tastatur und Biergartensurfer über das matte, wenig spiegelnde Display. Es gibt aber hübschere Netbooks.

Pro
  • mattes Display
  • gute Tastatur
Contra
  • dicker und schwerer als sein Vorgänger
  • mitgelieferte Synchronisationssoftware nicht überragend
  • fummeliges Touchpad
Testurteil
GUT
7,0
von 10 Punkten
7,0 stars

HP Mini 110: solides Netbook mit mattem Display

Mit dem Mini 110 bringt HP ein neues, günstiges Netbook auf den Markt. Es ist zwar etwas größer als sein Vorgänger, gehört aber dafür zur aussterbenden Rasse mit mattem Display – ein Muss für jeden, der häufig im Freien arbeitet. In Deutschland ist es noch nicht zu haben, aber unsere Kollegen in den USA haben bereits ein Testgerät in den Fingern. Wir werfen einen Blick über den großen Teich.

Zumindest in den USA sind Netbooks von HP weit vorne und beliebt – auch wenn die Geräte hierzulande den Durchbruch noch nicht geschafft haben. Der Hersteller startet mit dem Mini 110 einen weiteren Versuch. Das kleine Notebook soll im August nach Europa kommen. Wir rechnen mit einem Preis von 300 bis 350 Euro. Das ist zwar kein Kampfpreis, aber fair für ein gutes Netbook.

Design

Auf den ersten Blick sieht das Mini 110 aus wie frühere Netbooks von HP. Legt man den Neuankömmling aber neben einen älteren Bruder – etwa das HP Mini 1000 – bemerkt man, dass es etwas Fett angesetzt hat: Das neue Mini 110 ist etwas dicker und schwerer. Damit wird das Gerät zwar noch nicht zu einem ziegelsteinähnlichen Klumpen, aber der Abstand zu besonders kleinen und attraktiven Mobilrechnern wie dem Asus Eee PC 1008HA wächst – zumal die Eee-PCs von Generation zu Generation flacher und leichter werden und nicht umgekehrt.

Unabhängig davon finden wir im Inneren des Mini 110 die üblichen Netbook-Komponenten. Es gibt einen Intel-Atom-Prozessor (N270), 1 GByte Arbeitsspeicher und eine 160 GByte große Festplatte, auf der Windows XP vorinstalliert ist.

Das neue HP verfügt über die von seinen Brüdern bekannte Tastatur. Die einzelnen Tasten sind groß und flach – der Stil erinnert damit an die MacBooks von Apple. Obwohl wir immer noch keine Romane auf einem kleinen Netbook tippen würden, finden wir das Tastenfeld gut. Selbst nach längeren E-Mail-Sessions fallen einem nicht die Finger ab. Das Touchpad überzeugt dafür weniger – es ist breit, aber nicht hoch, und die Maustasten sitzen links und rechts vom berührungssensitiven Bereich statt darunter. Das ist wohl der Preis für eine verhältnismäßig große Tastatur, aber ein hoher – vor allem vertikales Scrollen, etwa beim Surfen, nervt. Wo wir schon mal dabei sind: Auch der Ein-Ausschalter, ein schmaler Schieber auf der Vorderseite, könnte besser sein. Immerhin, unabsichtliches Abschalten des Netbooks ist quasi ausgeschlossen, aber auch absichtliches Einschalten sehr erschwert.

Das 10,1 Zoll große Display zeigt 1024 mal 576 Pixel. Das ist etwas weniger als die üblichen 1024 mal 600 Bildpunkte, die die meisten Netbook-Anzeigen in dieser Größe darstellen. Die fehlenden 24 Punkte machen in der Praxis nicht sonderlich viel aus – auch bei der geringfügig höheren Auflösung anderer Mini-Notebooks sind lange Webseiten oder Worddokumente nervig, da der Nutzer permanent scrollen muss. Umso mehr stört an dieser Stelle das kleine Touchpad als Mausersatz.

Immerhin: Auf die spiegelnde Glasoberfläche des Vorgängers hat der Hersteller hier verzichtet. Außerdem ist das Panel selbst matt. Das mag vielleicht nicht so sexy aussehen wie die Hochglanzdisplays anderer Modelle, ist aber vor allem bei direkter Sonneneinstrahlung im Freien definitiv die bessere Alternative.

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