Neue iPhone-Firmware 3.0 gehackt: Jailbreak mit PwnageTool

Das iPhone Dev Team hat zwei Tools für den Jailbreak des iPhone-Betriebssystems OS 3.0 vorgestellt. Die Programme umgehen den Sim-Lock des ersten iPhones. Besitzer der 3G-Generation benötigen zumindest einen T-Mobile-Vertrag. Käufer des nagelneuen iPhone 3G S müssen sich noch etwas gedulden: Die aktuellen Programme unterstützen das neueste Apple-Handy noch nicht.

Nur wenige Tage nach der offiziellen Einführung von OS 3.0 (Build 7A341) für iPhone und iPod Touch hat das iPhone Dev Team Freitag Abend das PwnageTool für Mac OS vorgestellt, das den freien Zugriff auf die Dateisysteme von iPhone 2G, iPhone 3G und iPod Touch 1G realisiert. Das neue Modell 3G S und der iPod Touch 2G werden von dem Programm noch nicht unterstützt. Ebenso ist es zurzeit nicht möglich, den Sim-Lock des iPhone 3G zu umgehen. Das funktioniert bisher nur mit dem iPhone der ersten Generation.

Das Mac-OS-Programm PwnageTool führt eine Modifikation an dem jeweiligen Original-Betriebssystem-Image der Geräte durch. Eine Änderung des Boot-Logos und der Darstellung für den Wiederherstellungs-Modus sind anpassbar. Zudem ist das Hinzufügen von Anwendungen dritter Anbieter möglich. Nach dem Anfertigen des gehackten Images hilft iTunes, um die modifizierte Software auf die Geräte aufzuspielen. Danach gibt es einen freien Zugriff auf das Dateisystem. Zudem installiert das Image zwei Programme (Cydia und Icy) mit, die unabhängig vom AppStore Programme, die nicht von Apple signiert sind, nachladen. Während das Übertragen von AppStore-Anwendungen, Kontaktdaten, Musik und Filmen nach der Neuinstallation über iTunes automatisch klappt, müssen Anwender mittels Cydia oder Icy geladene Programme von Hand neu aufspielen.

Durch den Jailbreak stehen über den Cydia-Installer viele Programme zur Verfügung, die es von Apple nicht gibt.
Durch den Jailbreak stehen über den Cydia-Installer viele Programme zur Verfügung, die es von Apple nicht gibt. So bietet beispielsweise das Tool SBSettings einen Schnellzugriff auf wichtige Funktionen.

Der Samstag erschienene QuickPwn-Nachfolger redsn0w arbeitet diesbezüglich effizienter, erlaubt aber keine Anpassung der Logos oder Integration von Dritthersteller-Anwendungen. Dadurch gelingt der Jailbreak schnell, ohne dass das erneute Aufspielen von Programmen, Bildern oder Musik nötig wäre. Zunächst führt iTunes ein normales Update auf OS 3.0 durch. Anschließend folgt der Anwender den Anweisungen von redsn0w und wartet wenige Minuten, bis die Operationen abgeschlossen sind. Das Tool steht neben Mac OS auch für Windows zur Verfügung.

Beide Tools erlauben zudem die Aufhebung des Net- beziehungsweise Sim-Locks beim ersten iPhone (2G). Für das iPhone 3G will das iPhone Dev Team eine entsprechende Applikation namens ultrasn0w nachliefern. Das bisherige Tool yellowsn0w, das Net- und Sim-Lock umgeht, funktioniert nicht mit der neuen Betriebssystem-Version 3.0. Wer ein offizielles iPhone 3G mit T-Mobile-Vertrag nutzt und nicht auf eine Umgehung der Netzbetreibersperren angewiesen ist, kann die Tools für den Jailbreak nutzen.

Die Motivation der Anwender einen Jailbreak bei ihrem Gerät durchzuführen, liegt darin, dass man damit sein Gerät um Funktionen erweitern kann, die von Apple nicht bereitgestellt werden. Zum Beispiel steht Anwendern mit dem Cycorder eine Applikation zur Verfügung, die Videos aufzeichnet. Ein ähnliches Programm gibt es von Apple nur für das neueste Modell 3G S. SBSettings erlaubt den Schnellzugriff auf wichtige Gerätefunktionen wie Verbindungsschnittstellen, Helligkeit und Prozesse. Zudem lässt sich die Nutzeroberfläche anpassen.

Die genannten Jailbreak-Programme funktionieren im Kurztest einwandfrei. Ein iPod Touch der ersten Generation und ein iPhone 3G ließen sich problemlos freischalten.

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