Mit der XR500 weicht Sony schon fast von der Consumer-Schiene ab: Anschaffungskosten im vierstelligen Bereich dürften das Budget der Gelegenheitsfilmer deutlich übersteigen. Zudem ist der Camcorder zu sperrig für die Jackentasche und bringt selbst ohne Akku bereits ein halbes Kilogramm auf die Waage. Immerhin: Schon das „kleinere“ Modell bietet mit seiner 120-GByte-Festplatte Platz für 14,5 Stunden Video in höchster Qualität.

Design

Trotz ihrer Größe macht die Handycam ihrem Namen alle Ehre: Sie liegt gut in der Hand. Auf der Oberseite des sehr solide wirkenden Gehäuses bietet eine Vertiefung den Fingerspitzen Halt. Sämtliche Abdeckungen und Klappmechanismen machen einen robusten Eindruck.

Der Zoomschieber befindet sich exakt unter dem rechten Zeigefinger. Noch weiter hinten sitzt der nur schwer ertastbare, winzige Fotoauslöser. Die Aufnahme-Taste liegt unter dem Daumen und lässt sich bequem betätigen. Das gilt leider nicht für den Modus-Knopf: Für den Daumen ist er zu hoch und für den Zeigefinger zu weit hinten positioniert.

Vorne auf der Oberseite des Camcorders sitzt ein Fünf-Kanal-Mikrofon. Dahinter verbaut Sony einen Zubehörschuh, der sich unter einem raffinierten Slide-Mechanismus versteckt. Noch weiter hinten befindet sich ein auszieh- und nach oben schwenkbarer, elektronischer Sucher.


Die Rille auf der Oberseite sorgt dafür, dass der Camcorder sicher in der Hand liegt.

Unter der Trageschlaufe befinden sich rechts und links von der Festplatte eine Reihe von Anschlüssen, die von Kunststoffklappen verborgen sind. Vorne liegen ein proprietärer Anschluss für einen Composite- und Component-Anschluss sowie ein USB- und ein mini-HDMI-Port. An der Hinterseite sitzen Kopfhörer- und Mikrofonbuchse.

Das große Objektiv dominiert die Frontansicht der XR500. Eine elektronische Iris schützt die Optik, wenn der Camcorder ausgeschaltet ist. Links von der Linse sitzt ein Blitz, rechts unterhalb befindet sich ein Drehregler, dessen Funktion sich im Menü konfigurieren lässt. Zur Auswahl stehen beispielsweise Fokus, Belichtung und Weißabgleich. Wer noch nie einen Prosumer-Camcorder von Sony in der Hand hatte, wird mit dem Bedienelement nicht auf Anhieb zurechtkommen. Zum Treffen von Einstellungen muss der Kameramann den Knopf in der Mitte des Reglers gedrückt halten. Immerhin: Die Bedienung funktioniert nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ausgezeichnet. Enttäuschend ist allerdings, dass der Camcorder keine manuellen Einstellungen zu Verschlusszeit, Blende oder Mikrofonpegel bietet. Das kann die Konkurrenz besser.

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