Second Life per Gedanken steuern

Foto: www.keio.ac.jpEntwicklungen auf dem Gebiet der Gehirnwellenforschung ermöglichen jetzt die Gedankensteuerung von Computern. Sogenannte Brain-Computer-Interfaces (BCI) bestehen aus mehreren Elektroden, die die Gehirnaktivität des motorischen Cortex überwachen, also des Bereichs im Gehirn, der für die Bewegungssteuerung zuständig ist. Eine Software interpretiert die Signale der Elektroden und wandelt sie in Tastatureingaben um.

Ein Forschungsteam der Universität Keio hat diese Technik unter der Leitung von Professor Jun’ichi Ushiba auf Second Life angewandt. Der Benutzer muss lediglich eine Art Helm aufsetzen und kann seinen Second-Life-Avatar dann allein mit seinem Willen steuern. Stellt er sich beispielsweise vor, einen Fuß nach vorne zu setzten, führt der Avatar genau dies aus. Sämtliche Bewegungen zur Steuerung sind somit überflüssig.

Bis jetzt lassen sich lediglich einfache Bewegungen per Gedanken steuern. Es existieren allerdings schon Pläne für die Umsetzung komplexer Bewegungen per Gedankenkontrolle. So sollen in naher Zukunft auch komplizierte Gesten und Mimik möglich sein. Das Ziel der Forschungsgruppe ist es, körperlich beeinträchtigten Menschen die Möglichkeit zu geben, in Second Life zu kommunizieren und sogar Geschäfte zu führen. (pas / Foto: www.keio.ac.jp)

Dieses Youtube-Video zeigt das BCI im Einsatz.


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