3D-Zocken mit Zalman

3D-Monitor (Foto: www.zalman.co.kr)Schon lange arbeiten verschiedene Hersteller an Lösungen für die dreidimensionale Bildausgabe. 1995 brachte Atari einen 3D-Helm auf den Markt. Allerdings war er nur zu einem einzigen Spiel kompatibel und funktionierte mehr schlecht als recht. Elsa kam 1999 mit einer 3D-Lösung namens Elsa 3D Revelator. Eine Shutter-Brille sollte für eine 3D-Wahrnehmung sorgen. Die Brille war allerdings klobig und kam nicht ohne PC-Verbindung aus. Außerdem erwies sich die 3D-Darstellung als bescheiden, und nach einer Stunde 3D-„Genuss“ musste man die Shutterbrille wegen Kopfschmerzen absetzen.

Seitdem hat sich so einiges getan im 3D-Segment. Auf Messen bekommt man heute schon Monitore zu sehen, die gänzlich ohne Brille dreidimensionale Bilder darstellen können. Zalman hat jetzt zwei 3D-Bildschirme serienreif gemacht. Die Displays arbeiten mit polarisiertem Licht, das von einer passiven 3D-Brille auf das linke und das rechte Auge verteilt wird. Jedes Brillenglas lässt dabei nur das jeweils richtig polarisierte Licht durch. Deshalb braucht die Brille keine lästige PC-Verbindung. Man kann sich also im Gegensatz zu Shutter-Brillen völlig ungestört und frei bewegen.

Die durch die Polarisation doppelt so aufwändige Bildaufbereitung überlässt Zalman der Grafikkarte. Allerdings werden nur Nvidia-Karten der Modellreihen Geforce 5 für 7 unterstützt. Wer also in Zukunft dreidimensional sehen will, sollte sich eine der Karten besorgen – aber Achtung: Eine Unterstützung für Geforce-8-Karten gibt es bis jetzt noch nicht!

Die Bildschirme gibt es in zwei Variationen: Das 19-Zoll-Modell ZM-M190 löst 1280 mal 1024 Pixel auf, das 22-Zoll-Gerät ZM-M220W stellt eine Widescreen-Auflösung mit 1680 mal 1050 Pixeln nativ dar. Ohne 3D-Funktion beträgt der maximale Betrachtungswinkel 160 Grad. Mit verringert er sich leider: Horizontal erkennt man das Bild dann noch aus einem Winkel von maximal 90 Grad, vertikal aus einem Winkel von bis zu 12 Grad.

Doch wie gewohnt hat die Sache einen Haken: Zalman verkauft den ZM-M190 für 1530 Euro, für den ZM-M220W muss der Kunde 2040 Euro aufbringen. Welcher Gamer sich überhaupt einen Monitor für 2000 Euro leisten kann? Allerdings haben bestimmt auch betuchte Designer und Konstrukteure ihren Spaß mit den 3D-Schirmen. (pas / Foto: Zalman)

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