Reactiv: Konzept für Radler-Jacke mit Signal-LEDs im Arm

Obwohl es für Autofahrer endlos viele Sicherheitseinrichtungen und -technologien gibt, sieht es für Fahrradfahrer eher mau aus. Wenn man sich die globalen Trends hin zu grüneren Mobilitätsalternativen anschaut, kann man sich schon einmal wundern.

Aus diesem Grund hat der Londoner Design-Student Michael Chen ein Konzept für eine Jacke entwickelt, die er „Reactiv“ nennt. Sie hat einen Beschleunigungssensor zur Erfassung von Bewegungen, der dann die in den Ärmeln der Hightech-Klamotte integrierte LEDs ansteuert. Diese LEDs ändern in Abhängigkeit von de Aktionen des Radfahrers ihre Farbe: Grün für Beschleunigung, Rot für Bremsen und blinkendes Gelb für Abbiegen.

Das Design hat den James-Dyson-Preis der gleichnamigen Stiftung gewonnen, der für inspirierende Design-Innovationen vorgesehen ist. Momentan ist die Hightech-Jacke nur ein Design, obgleich (nicht nur) Chen hofft, dass sie wirklich produziert wird. Allein in London kommt es jährlich zu 20.000 Unfällen mit Radfahrern. Bis dahin gibt es für ambitionierte Radfahrer immerhin die Bicygnals. (gst / Quelle: Crave via Pocket-lint)

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2 Kommentare zu Reactiv: Konzept für Radler-Jacke mit Signal-LEDs im Arm

  • Am 11. April 2008 um 17:13 von Florian Kalenda

    20.000 allein in London? In ganz England sind es laut BBC 24.000.
    http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/106812.stm
    Dann ist also der Rest von England erstaunlich ungefährlich für Radfahrer?

    Aber im Ernst: 20.000 oder 24.000 Unfälle von Radfahrern sind nicht viel, verglichen mit der allgemeinen Verkehrsstatistik. So gibt es in England jedes Jahr rund 200.000 schwere Unfälle von Autofahrern und Mitfahrern – Busse, Lkws und andere Motorfahrzeuge nicht mitgerechnet. Dies sagt das nationale Statistikzentrum:
    http://www.statistics.gov.uk/STATBASE/ssdataset.asp?vlnk=4031

    Dazu kommt: Ein typischer Radunfall hat aufgrund der Geschwindigkeit weitaus geringere Folgen als ein Autounfall. In vielen Fällen sind die Folgen nur Prellungen oder Schürfungen. Ist also Radfahren gefährlich? Nein. Siehe hier:
    http://www.kenkifer.com/bikepages/health/risks.htm

    Verbleiben die wenigen schweren Unfälle von Radfahrern. Es sind fast ausschließlich solche mit Beteiligung von Kfzs. Kann sich der Radfahrer dagegen mit einer Blinki-Weste schützen? Oder sollten nicht doch die tausendmal leuchtstärkere Lichtanlage von motorisierten Fahrzeugen sowie Reflektoren und eine Fahrradbeleuchtung (leider aufgrund gesetzlicher Beschränkungen oft schwächer als möglich) genügen, damit die Verkehrsteilnehmer sich gegenseitig sehen?

    Es müssen also beide aufpassen und vernünftig sowie vorausschauend fahren. Von dieser Pflicht, die in Deutschland in Paragraf 1 der StVO verankert ist, können bunte Lichter weder Autofahrer noch Radfahrer entbinden.

  • Am 11. April 2008 um 17:29 von Stormy

    Das ding Blinkt .. wechselt die Farbe und leuchtet .. das bekommt nie ne Zulassung in DE :-)
    Wie leider so vieles andere was es an Fahrrad Beleuchtung sonst noch gibt …

    Stormy

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