Urwerk UR-202: extravagante Uhr mit Druckluftantrieb

Ja, richtig gelesen: Diese abgefahrene mechanische Uhr aus dem in Genf in der Schweiz sitzenden Hause Urwerk wird mit komprimierter Luft angetrieben, die von zwei Miniturbinen auf der Unterseite erzeugt wird. Die Turbinchen setzen so einen Rotor in Bewegung, der wiederum das Uhrwerk der Urwerk aufzieht.

Auf der Unterseite der UR-202 findet sich ein Schalter, der die Wahl von drei Betriebsmodi erlaubt. Im normalen Modus drehen sich die Turbinen und der Rotor ganz normal. Die Turbinen fungieren gleichzeitig als eine Art „Stoßdämpfer“ und schützen den Rotor vor hohen Belastungsspitzen, was die Lebensdauer erhöhen soll.

Bei starker Aktivität (2. Schalterstellung) reduziert sich der von den Turbinchen erzeugte Luftdruck auf rund zwei Drittel, und bei extremer Aktivität (3. Schalterstellung) sind Turbinen und Rotor komplett geblockt.

Auch das Design des Zifferblatts sticht sofort ins Auge. Wie schon ihr Vorgänger, die UR-103, hat die UR-202 auf den ersten Blick wenig mit einer normalen Uhr zu tun. Zu ungewöhnlich ist das, was man unter dem Glas sieht. Lässt sich schwer beschreiben, am besten schaut Ihr Euch das unten anhängende Video an.

Bei diesem von Urwerk patentierten Verfahren kommt es jedenfalls zu keinerlei Ungenauigkeit, die Fertigungstoleranzen liegen zum Teil bei unter einem Tausendstel Millimeter.

Neben der normalen Zeitanzeige gibt es noch einen Indikator für die Mondphase und einen für den Tag-Nacht-Status. Letzteren wird man aber wohl höchsten unter Tage würdigen können, ansonsten müsste man ja lediglich mal die Augen aufmachen.

Die Rückseite ist in Titan ausgeführt, während die mikrosandgestrahlte Vorderseite in Weißgold, Rotgold, geschwärztem Platin oder einer Titan-Aluminium-Beschichtung (TiAlN, Titanium Aluminium Nitride) ausgeführt sein kann. Ein Preis wurde noch nicht genannt, aber billig wird dieses kleine Wunderwerk unter Garantie nicht sein… Wie man sagt man so schön: „Wer nach dem Preis fragen muss, kann es sich sowieso nicht leisten.“ (gst / Urwerk via Crave Asia)

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Neueste Kommentare 

9 Kommentare zu Urwerk UR-202: extravagante Uhr mit Druckluftantrieb

  • Am 30. September 2008 um 19:27 von Yaman Ali Haydar

    möchte gerne denn preis wissen
    danke

  • Am 16. November 2008 um 16:49 von Ol' Dogg

    die uhr kostet stolze 375000 in der standartausführung und in platin sogar 695000

    gruß damian
    p.s. nicht bei urwerk anfragen, sonst bekomm ich ärger und mein daddy feuert mich

  • Am 5. März 2009 um 03:04 von schmarrn

    so ein blödsinn. wie soll denn bitte die unruh in der uhr durch diese zwei kleine turbinen konstant betrieben werden? je mehr ich darüber nachdenke, desto lächerlicher ist diese behauptung. wie wärs mal mit recherche?

  • Am 5. März 2009 um 10:07 von Daniel Schräder

    Der Hersteller sagt dazu:

    „The UR-202 is also the world’s first wristwatch featuring an innovative new winding system regulated by compressing air utilizing minature turbines.“

    Technische Details und Bilder gibt’s hier: http://www.urwerk.com/watches_202_automaticturbines.asp

    Beste Grüße
    Daniel Schraeder, CNET.de

  • Am 5. Mai 2009 um 20:46 von Harald L.

    Also, die Uhr wird NICHT von den Turbinen angetrieben, sondern die Turbinen werden vom Automatikrotor angetrieben und erzeugen dadurch einen Luftstrom durch eine in sich geschlossene Kammer,sozusagen einen Kreislauf. Der Durchlass (die beiden gelochten Flächen unterhalb der Turbinenrädchen) kann mit dem Wahlschalter vermidert werden sodass der Luftstrom gebremst wird. Der Sinn dieser Mechanik ist, durch den höheren Strömungswiderstand und die, daraus resultierend, abgebremsten Turbinchen, wird auch der Rotor in seiner Rotation eingebremst. Das soll bei hoher Aktivität des Trägers der Uhr und einer daraus folgenden hohen Belastung des Rotors die dauernde, übermässige Drehbewegung des Rotors einbremsen, da sich der Rotor nicht ständig

  • Am 5. Mai 2009 um 20:57 von Harald L.

    Weiter geht’s, der Platz im vorherigen Kommentar reicht für so eine komplizierte Mechanik nicht aus…
    ….da sich der Rotor nicht ständig drehen muss um die Uhr vollständig aufzuziehen. Das verhindert übermässigen und unnötigen Verschleiss an Rotorlager und Federhaus.
    Cleverer Gedanke wenn’s in der Praxis so funktioniert, wie’s soll. Man kann den Rotor ja nicht sehen (die einzige Möglichkeit, das vielleicht zu überprüfen wäre vielleicht die Drehbewegung der Turbinchen zu kontrollieren, da diese aber auch in der Extreme Einstellung nicht vollends stillstehen, wird es wohl schwer sein einen sichtbaren Unterschied festzustellen) In jedem Fall aber ein tolles technisches Gimmick, das beeindruckt.
    Gruss an alle Bell&Ross BR01-94 Freunde

  • Am 7. Mai 2009 um 18:36 von Daniel Schräder

    Hi Harald,

    super, vielen Dank für die ausführliche Erklärung.

    Beste Grüße
    Daniel Schraeder, CNET.de

  • Am 8. Mai 2009 um 00:01 von Harald L.

    Keine „Uhrsache“,…. weiss hier vielleicht jemand noch andere Marken, die nicht gerade sehr bekannt sind, deGrisogono, Hautlence und die oben erwähnten Urwerk kenne ich schon, bin aber immer auf der Jagd nach Technik Exoten.
    Das sind die interessantesten Sachen, wenn auch eine Uhr der bekannteren wie Omega, Tag Heuer, Breitling, Bell & Ross, usw. mehr Erfahrung haben und mit Sicherheit alltagstauglicher ist.
    Gruß
    H.Larbig

  • Am 7. November 2009 um 10:25 von Mona

    suche sowas
    Hallo,
    gibt es nicht auch solche uhren günstiger?
    suche für meinen freund eine uhr,die aber nicht sofort für jeden zu lesen ist, hab ihm vor 2 jahren ne binär uhr geschenkt und suche jetzt was neues…
    jemand eine idee???
    max.200 E

    LG

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