Aeryon Scout: Spionauge im Himmel

Obwohl er einem mit 130 Dollar vergleichsweise günstigen ferngesteuerten Fluggerät – nämlich dem viermotorigen Remote Control UFO – gleicht, ist der Aeryon Scout etwas Besonderes. Zum einen ist da die zentral montierte Kamera, die ihn für Paparazzi, Militär, Polizei und Sicherheitsdienste interessant machen dürfte, und zum anderen sein Preis. Das gute Stück soll irgendwann nach der gegenwärtigen Prototyp-Phase irgendwo um die 30.000 bis 50.000 Dollar kosten.

Die Schwebeplattform besteht aus vier 30 Zentimeter großen und miteinander verbunden Schaumstoffringen mit innenliegenden Rotoren. Der Aeryon Scout soll dort Fotos machen, wo es für Menschen zu schwierig, zu gefährlich oder zu zeitintensiv ist. Von dort aus liefert er hochauflösende Digitalbilder und digitale Echtzeit-Videos.

Dazu bedient er sich austauschbarer Module, die derzeit entweder aus einem hochauflösenden Bildsensor für sichtbares Licht, einem Low-Light-Sensor für schwaches Licht nahe am IR-Spektrum oder einem Micobolometer für Thermalbilder bestehen.

Das System soll zu vollkommen autonomer, kartenbasierter Navigation fähig sein und wird in diesem Modus über ein Touchscreen-Interface bedient. Alternativ soll eine intuitiv bedienbare Pilotenkontrolle via Joystick ohne großes Training möglich sein.

Der VTOL-Flieger (Vertical Take-Off and Landing) bietet computergestützte Flugmuster und programmierbare Missionsprofile, extrem niedrige Wartungsanforderungen mit werkzeugloser Reparatur unter freiem Himmel, Joystick- oder Tablet-PC-Kontrolle und verschlüsselte Datenverbindungen – wenn das nicht der feuchte Traum jedes Militärs ist…

Als Kraftquelle nutzt er einen intelligenten Lithium-Polymer-Akku (LiPo), mit dem er einen Einsatzbereich von 3 Kilometern oder eine Einsatzzeit von 20 Minuten hat. Er kann bis zu 10 m/s (36 km/h) schnell fliegen, weist eine maximale Gipfelhöhe von 500 Metern auf und wiegt bei Abmessungen von 60 x 60 x 10 cm ungefähr 1 Kilogramm. Er kommuniziert via kabellosem Modem und/oder WLAN 802.11b/g, kann GPS-Wegpunkte abfliegen, bietet eine zweiachsige Kardan-Stabilisierung für die Kamera und ist DGPS- sowie WAAS-fähig.

Würde mir auch gefallen, der Kleine. Aber bei einem Preis von bis zu 50.000 Dollar würde ich wohl eher das oben erwähnte Remote Control UFO für 130 Dollar holen und aufmotzen. Da ärgert man sich wenigstens nicht so, wenn ein sich gestört fühlender Zeitgenosse mit einem Stein einen Volltreffer landet. (gst / Aeryon Labs via Crave und Inventorspot)

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