Singulum: Handgefertigte Edel-Notebooks mit Holz, Gold und Edelsteinen

Wenn Ihr noch nie von Singulum gehört habt, hat das aller Wahrscheinlichkeit nach etwas mit der Menge Eures frei verfügbaren Geldes zu tun. Denn die Chancen stehen äußerst gut, dass Singulums Kunden in Punkto Vermögen das sind, was man heute gern „unabhängig“ nennt.

Unter dem Singulum-Label vertreibt nämlich eine in München (!) ansässige Firma aus edelsten Materialien handgefertigte Notebooks. Die Tastaturen werden beispielsweise aus Elfenbein oder 24-karätigem Gold mit Edelsteineinlagen gefertigt, während das Chassis aus einem einzelnen Block Qualitätsholz herausgearbeitet wird, das normalerweise für den Bau hochwertiger Violinen genutzt wird.

Die technischen Innereien sind nach heutigem Standard eben das – nämlich Standard: 15,4-Zoll-Display, 2 GHz starker Intel Core 2 Duo, 2 GByte RAM, 160 GByte Festplatte, DVD-Brenner, WLAN, Gigabit-LAN. Nichts Außergewöhnliches. Bis auf die Hülle, versteht sich… Die aber wird vermutlich jeden Stil und jede Marotte ausdrücken können, den oder die der (zahlende) Kunde wünscht.

Auf einigen Bildern auf der Singulum-Homepage erkennt man das ThinkVantage-Logo von IBMs ThinkPad-Notebooks. Fraglich bleibt, ob das ein „Versehen“ bei einem Demo-Gerät ist, oder ob Singulum grundsätzlich IBM-Notebooks ausschlachtet und in neue Materialien kleidet. Auf die verbaute Technik kommt es bei einem solchen Produkt aber aller Wahrscheinlichkeit nach auch nur am Rande an. Kein Mensch wird wohl ein „Notebook“ mit einer Tastatur aus Gold, die allein schon schwerer als andere komplette Geräte sein könnte, mit sich herumschleppen – vom Diebstahlsrisiko mal ganz abgesehen.

Die Dinger sind Statussymbole, nichts sonst. Schierer, dekadenter Luxus für alle jene, für die die Frage nach Geld schlichtweg irrelevant ist. Folgerichtig wurde Singulum auf der 2008er Millionaire Fair in Belgien vorgestellt – und bezeichnenderweise werden Preise (vermutlich nach dem Prinzip: „Wer nach dem Preis fragen muss, kann es sich sowieso nicht leisten.“) nicht genannt.

Fairerweise muss man bei einem dermaßen individualisierten Produkt natürlich hinzufügen, dass der Preis ganz erheblich davon abhängt, was der Kunde letztlich wünscht. Eine Preisangabe ist daher an sich sinnlos. Aber interessant wäre es schon zu wissen, ab welcher Summe der Spaß beginnt. (gst / Singulum via Crave)

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