3D ohne Brille: holografisches Display von ICT Graphics Lab

Holografisches Display von ICT Graphics Lab (http://gl.ict.usc.edu/Research/3DDisplay)Die Idee der 3D-Fotografie gibt es schon lange. Bereits im vierten Jahrhundert vor Christus befasste sich der griechische Mathematiker Euklid mit der Stereometrie. Trotzdem benötigen wir heute immer noch unförmige Brillen, um Kinofilme in 3D anzusehen. Zwar haben findige Wissenschaftler auch schon Displays entworfen, die ohne Hilfsmittel 3D darstellen. Diese funktionieren allerdings nur für einen einzelnen Betrachter.

Ein Team von Wissenschaftlern hat nun ein 3D-Display konzipiert, das eine Revolution auslösen könnte. Denn im Gegensatz zu existierenden Lösungen benötigen Nutzer des Gerätes keine Hilfsmittel, um die Hologramme anzusehen. Auch können beliebig viele Zuschauern aus beliebigen Positionen die Darstellung verfolgen.

Die Forscher des ICT Graphics Lab der Universität von Südkalifornien machen sich die Trägheit des menschlichen Auges zunutze: Ihr Hologrammdisplay besteht aus einem Spiegel, der im 45-Grad-Winkel auf einen schnell rotierenden Teller montiert ist. Ein modifizierter DLP-Projektor an der Decke strahlt den Spiegel an. Durch die Drehung des Spiegels kann an jeden Betrachter im Raum das jeweils passende Bild weitergeleitet werden. Da sich der Spiegel sehr schnell dreht (rund 200-mal pro Sekunde), sieht es für Zuschauer so aus, als stünde das projizierte Objekt im Raum.

Laut den Forschern kommt keine außergewöhnliche Technik zum Einsatz. Auch den Projektor haben sie nur leicht modifiziert. Hoffen wir also, dass sie genauso schnell arbeiten, wie sich ihr Hologramm-Spiegel dreht. Dann könnte das revolutionäre Display nämlich bereits in ein paar Jahren marktreif sein. (pas / Foto: gl.ict.usc.edu)

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