Rutsch rüber T9, hier kommt Swype!

Der Erfinder der T9-Texteingabe-Technologie für numerische Keypads, Cliff Kushler, ist zurück im Spiel: Mit einer neuen alphanumerischen Eingabemethode für moderne Geräte wie Smartphones und Touchscreen-Laptops. Seine neue Technologie Swype ist ziemlich einfach zu benutzen, aber unter der User-Oberfläche geht eine Menge ab.

Swype blendet ein QWERTY-Keyboard ähnlich dem auf dem Bildschirm ein, dass Ihr schon von Tablet-Versionen von Windows oder dem iPhone kennt. Aber anstatt das Wort aus einzeln angetippten Buchstaben zusammenzusetzen, drückt Ihr Euren Finger oder Eingabestift einfach auf den ersten Buchstaben und fahrt – ohne den Kontakt zum Touchscreeen zu unterbrechen – überdie verbleibenden Buchstaben des Worts. Wenn Ihr auch den letzten Buchstaben gestreift habt, könnt Ihr den Kontakt unterbrechen.

Unsere amerikanischen Kollegen von Crave haben es probiert – und es funktioniert! Selbst auf winzigen Smartphone-Keyboards soll sich das Ganze intuitiv und vor allem schnell gestalten – auch ohne Tutorial. Es ist schlichtweg eine faszinierende neue Eingabemethode.

Eine eingebautes 65.000-Worte-Verzeichnis korrigiert offensichtliche und sogar kreative Schreibfehler. Ein Menü mit einer Auswahl möglicher Worte erscheint, wenn die Wortwahl dem Programm nicht eindeutig genug ist. Im Crave-Test war die erste Auswahl in der Regel auch die richtige und kann mit einem einfachen Wischen nach oben ausgewählt werden.

Mit kleinen Tricks kann man Buchstaben groß schreiben (einfach den Stylus beim betreffenden Buchstaben nach oben und unten rucken lassen) oder doppelte Buchstaben auswählen (den Stift einfach kurz wackeln lassen)

Kushler sagt, dass er mit Swype 55 Worte pro Minute schafft – erstaunlich viel für ein Mobilgerät. Wenn wir nun den „Entwickler-Vorteil“ abziehen, sollten normale menschliche Wesen immer noch die Hälfte davon, also 25-30 Wörter, schaffen.

Das Entwicklungsteam fokussiert sich auf Windows Mobile (Smartphones), die Tablet-Versionen von Windows XP und Vista sowie Microsofts Surface. Allerdings bemerkte Kushler auch, wie klasse sich die iPhone-Hardware für seine Eingabemethode eignen würde. Obwohl es derzeit wohl noch keinen Deal mit Apple gibt, stimmen wir zu, dass Kushlers Swype das iPhone bereichern würde.

Die Firma könnte Swype auch für andere Platformen wie Linux oder Symbian portieren. Die große Herausforderung: Die Technologie an den Mann bringen. Denn damit Nutzer den besten Nutzen davon haben, müsste Swype auf dem Niveau des Betriebssystems implementiert werden. Ich hoffe wirklich, dass Swype die dafür nötigen Hersteller-Deals aufreißen kann. (gst / Quellen: Swype via Crave)

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